Kamin knistert, Klima korrekt, Konto unter Kontrolle
Kaminöfen erfreuen sich großer Beliebtheit – nicht nur wegen der steigenden Öl- und Gaspreise. Sie versprechen knisternde Romantik und kuschelige Wärme. Die kann man auch noch mit gutem Gewissen genießen, da der Brennstoff Holz nachwächst und zudem günstig ist. Klima schonend sind Kaminöfen aber nur, wenn sie nachweislich emissionsarm sind, mit dem richtigen Brennstoff betrieben werden und effektiv heizen.
Worauf Sie bei Auswahl und Einbau achten sollten
Das seit März 2010 geltende Bundesimmissionsschutzrecht schreibt für Kaminöfen einen Wirkungsgrad von 73 % vor. Viele trendige Öfen, etwa mit Ethanol betriebene, haben aber nichts oder nur wenig mit Wärmeerzeugung zu tun. Zu empfehlen sind wassergeführte Öfen und Kamine. Die haben in der Regel eine Leistung zwischen sieben und 15 Kilowatt. Die Besonderheit: Zwei Drittel der Leistung wird über einen Wärmetauscher und eine Heizungsleitung in einen Wasserspeicher geleitet und kann für die zentrale Beheizung des Gebäudes und die Trinkwassererwärmung genutzt werden. Die übrige Leistung wird in den Raum abgegeben. Ein Ofen mit großem Speicher und guter Leistung kann bis zu 70 % der im Haus benötigten Heizenergie aufbringen. Der Heizungsspeicher sorgt dafür, dass die am Abend gespeicherte Energie während des nächsten Tages für die Beheizung des Gebäudes zur Verfügung steht. Mit dem Betrieb von wassergeführten Kaminen können durch den günstigen Brennstoff Holz – rund 3 Cent je Kilowattstunde – bis zu 50 % der Heizkosten eingespart werden. Bei der Auswahl des Ofens/Kamins sollte man auf die Verarbeitung achten. Gute Öfen sind aus dickem Stahlblech oder Stahlguss und haben eine gute Luftregelung, eine dichte Ofentür und leichtgängige Verstellhebel. Auf das DIN- oder CE-Zeichen auf dem Typenschild achten. Vor dem Einbau des Gerätes muss die Genehmigung des Schornsteinfegers eingeholt werden. Die Gesamtanlage sollte von einem qualifizierten Energieberater geplant werden.
Für weitere Fragen zu Kaminöfen: Energie- und Klimahotline unter (040) 248 32-250, Persönliche Energieberatung (auch in Bergedorf, Harburg und Fuhlsbüttel nach Terminvereinbarung), E-Mail: klima@vzhh.de
Hinweis: Die Telefonhotline wird von der Hamburger Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, die persönliche Beratung vom Bundeswirtschaftsministerium gefördert.
Stand vom Dienstag, 11. Januar 2011
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