Was Sie über den Glühlampenausstieg wissen sollten

1. Allgemeine Informationen zu Beleuchtung

 

2. Schadstoffe in Energiesparlampen

 

3. Entsorgung von Energiesparlampen und Lampenbruch

 

4. Kauf von Energiesparlampen

 

1. Allgemeine Informationen zu Beleuchtung

Warum gibt es den „Glühbirnenausstieg“?

Auf europäischer Ebene werden für verschiedene Elektrogeräte Effizienz-Mindeststandards gesetzt, damit Stromfresser gar nicht mehr auf dem Europäischen Markt zugelassen werden. Dies gilt zum Beispiel auch für Waschmaschinen, Kühlschränke und den Stand-by-Verbrauch von Elektrogeräten.

Auch die Haushaltsbeleuchtung fällt unter diese Vorgaben, so dass seit dem 1. September 2009 ein schrittweises Verbot von Glühbirnen auf dem Europäischen Markt erfolgt. Erfüllen die Lampen nicht mehr die Mindestanforderungen an ihre Energieeffizienz, dürfen sie nicht mehr in der EU in Verkehr gebracht werden. Es werden also nicht bestimmte Arten von Lampen verboten, sondern Mindesteffizienzstandards an die auf dem Markt erhältlichen Lampen gesetzt. Da Glühbirnen ein ineffizientes Beleuchtungsmittel sind und nur etwa 5 Prozent der eingesetzten Energie in sichtbares Licht umwandeln, verschwinden sie so nach und nach vom Markt.

Energiesparlampen hingegen verbrauchen bis zu 80 Prozent weniger Strom als Glühbirnen, um die entsprechende Helligkeit zu erzeugen. Sie sind damit deutlich effizienter und reduzieren den CO2-Ausstoß. Durch den Glühbirnenausstieg möchte die EU bis 2020 15,5 Millionen Tonnen CO2 einsparen.

Wie sieht die Ökobilanz von Energiesparlampen aus?

Auch wenn man die Herstellung der Leuchten mit einbezieht, bleiben Energiesparlampen aus ökologischer Sicht gegenüber Glühbirnen klar im Vorteil: Die Produktion einer Energiesparlampe benötigt zwar etwa das Zehnfache an Energie. Durch ihre lange Lebensdauer und den fünffach geringeren Stromverbrauch im Betrieb wird dies jedoch deutlich kompensiert. Bei der Entsorgung kommt der Bilanz von Energiesparlampen zugute, dass (richtig entsorgte) Energiesparlampen recycelt werden und wegen der längeren Lebensdauer geringere Abfallmengen produzieren.

Obwohl Glühbirnen im Gegensatz zu Energiesparlampen kein Quecksilber enthalten, verursachen sie durch ihren deutlich höheren Energiebedarf indirekt höhere Quecksilberemissionen als Energiesparlampen. Warum?
Schuld ist der hohe Anteil an Kohle im derzeitigen Strommix, denn bei der Verbrennung von Kohle zur Stromgewinnung wird Quecksilber frei gesetzt, das von Natur aus in Kohle vorhanden ist. Deshalb verursachen Glühlampen mehr Quecksilberemissionen als zerbrochene oder nicht korrekt entsorgte Energiesparlampen.

Welche Lampenarten gibt es?

Neben der Energiesparlampe, auch Kompaktleuchtstofflampe genannt, gibt es LED-Lampen und Halogenhochvolt-Lampen, die bereits in einer großen Variation von Formen, Farben und Helligkeiten sowie für verschiedene Fassungen erhältlich sind. Halogenlampen benötigen als Ersatz für die Glühbirne aber nur etwa 30 Prozent weniger Energie als eine Glühbirne. Eine Energiesparlampe benötigt sogar 80 Prozent weniger Energie. Beim Kauf von LED-Lampen sollten Sie sich auf jeden Fall im Fachhandel, bei der Energieberatung der Verbraucherzentralen oder in den Test-Heften der Stiftung Warentest informieren oder beraten (lassen). Denn: Im Billigsegment wird häufig die angegebene Lebensdauer nicht eingehalten.

Warum sind Alternativen zu Glühbirnen so teuer?

Sparlampen sind zwar im Laden teurer als Glühbirnen, langfristig jedoch deutlich günstiger: Sie halten bis zu sechs oder gar 15-mal länger und verbrauchen währenddessen nur etwa ein Viertel des Stroms.

LED-Lampen erzeugen aus wenig Strom viel Licht und überzeugen aufgrund ihrer geringen Größe und der langen Lebensdauer. Billig ist die neue Technik daher meist nicht: Zwischen 20 und 40 Euro kostet eine LED-Lampe im Schnitt, in der Spitze bis zu 85 Euro. Und bei vermeintlichen Schnäppchen um die fünf Euro empfiehlt sich Zurückhaltung. Diese Varianten sind oft nicht hell genug, um mehr als eine 25-Watt-Glühbirne zu ersetzen.

Halogenlampen sind auf den ersten Blick die kostengünstigste Alternative zu Glühbirnen. Sie kosten zwischen 40 Cent und 6 Euro und leuchten doppelt so lang. Der Stromverbrauch liegt aber nur gering unter dem einer Glühbirne. Bei Halogen-Stablampen für Stehleuchten kann die elektrische Leistung allerdings gut und gerne bei 300 W liegen. Der Handel bietet aber auch IRC-beschichtete (Infrarot-Beschichtung) Halogenlampen an. Sie sind etwa ein Drittel effizienter als konventionelle Halogenlampen.

Einen Vergleichstest zu Kaufpreisen sowie Effizienz und Helligkeit der verschiedenen Lampensysteme hat die Stiftung Warentest im März 2011 veröffentlicht. Auf deren Internetseite finden sich noch weitere Tests zu Energiesparlampen, LED- und Halogenlampen.

 

2. Schadstoffe in Energiesparlampen

Sind Energiesparlampen gesundheitsschädlich?

Bis heute gibt es keine Studien, die negative Auswirkungen von Energiesparlampen auf die Gesundheit belegen. Eine entsprechende Verbindung zu schaffen, ist zum jetzigen Zeitpunkt daher nicht seriös. Das hat auch das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) bestätigt. Auch die Stiftung Warentest testet regelmäßig Energiesparlampen und gibt Entwarnung: Die von den Lampen abgegebenen UV-Strahlen und die elektromagnetischen Felder haben sich in verschiedenen Tests als unbedenklich erwiesen. Die wenigen Milligramm Quecksilber in Lampen gelangen bei korrekter Entsorgung nicht in die Umwelt.

Es ist aber zu beachten, dass sämtliche Elektrogeräte im Haushalt von elektrischen und magnetischen Feldern umgeben sind. Allerdings nimmt die Feldstärke bei Haushaltsgeräten mit zunehmender Entfernung rasch ab und sinkt in der Regel im Abstand von 30 Zentimetern bis einem Meter vom Gerät auf unproblematische Werte. Entscheidend ist es, die Dauerbelastung über viele Stunden täglich zu vermeiden – ganz einfach durch Abstand halten und/oder Abschalten. Diese Abstandsregelung sollte auch für Beleuchtungsmittel eingehalten werden.

Weiter siehe unten: Was ist, wenn meine Energiesparlampe oder eine Neonröhre kaputt geht?

Geht eine Gefahr von Lampen aus, die „riechen“?

Der NDR berichtete in der Sendung Markt vom 19.04.2011 über Ausgasungen von Phenol bei eingeschalteten Energiesparlampen. Diese Berichte können aufgrund der nicht zur Verfügung gestellten Daten nicht nachvollzogen werden. Man riecht Phenol schon lange bevor es eine gefährliche Konzentration erreicht. Nach Einschätzung der Innenraumluft­hygiene Kommission geht von Energiesparlampen keine Gefahr aus. Die gemessenen Stoffe und Stoffmengen sind vergleichbar mit denen anderer Elektrogeräte. Die in der NDR-Sendung vorgestellten Messergebnisse lagen – auf einen normal großen Raum bezogen – weit unterhalb der Grenzwerte. Hinzu kommt, dass der Test mit fabrikneuen Lampen gemacht wurde. Da die meisten Emissionen jedoch bei neuen Produkten auftreten, sind während einer Lebensdauer von fünf Jahren deutlich geringere Emissionen zu erwarten.

Dennoch raten wir dazu, riechende Lampen zurückzubringen. Technisch ist es möglich, die Lampen schadstoffärmer herzustellen als dies bisher häufig der Fall ist. Achten Sie außerdem auf aktuelle Testberichte in den Medien, z.B. Stiftung Warentest. Häufig werden bei einer Prüfung von Energiesparlampen die chemischen Emissionen mit gemessen und bewertet.

Gibt es Energiesparlampen, die kein Quecksilber enthalten?

Nein, gibt es nicht. Energiesparlampen sind kleine Leuchtstoffröhren, die zu ihrer Funktionsweise eine – wenn auch kleine – Menge Quecksilber benötigen. Im Laufe der Jahre wurde diese Menge bereits minimiert und liegt bei üblichen Haushaltslampen heute bei einem halben bis vier Milligramm. Auch Neonröhren enthalten Quecksilber.

Wie erkenne ich, wie viel Quecksilber eine Energiesparlampe enthält?

Der Quecksilbergehalt muss seit dem 1. September 2010 auf der Verpackung der Energiesparlampe genannt werden. Er versteckt sich hinter der Abkürzung „Hg“ (dem chemischen Zeichen für Quecksilber). Es gibt quecksilberarme Energiesparlampen, die mit 0,5 mg Quecksilber auskommen. Per Verordnung dürfen Energiesparlampen nicht mehr als 5 mg enthalten.

 

3. Entsorgung von Energiesparlampen und Lampenbruch

Wie kann das Risiko von Lampenbruch vermieden werden?

Kaufen Sie Lampen mit Splitterschutz. Es gibt Energiesparlampen mit einer Kunststoffhülle und Lampen mit einem  Hüllkolben aus Glas. Des Weiteren können die Auswirkungen eines Lampenbruchs durch einen Lampenschirm minimiert werden. Fassen Sie die Lampe beim Ein- und Ausschrauben nicht am Glaskörper sondern am Sockel an.

Woran erkenne ich, dass Energiesparlampen einen Splitterschutz oder einen Schutzkolben haben?

Den Schutzkolben erkennen Sie daran, dass die Energiesparlampe die Form einer Glühbirne oder eine runde Umhüllung hat. Den Splitterschutz kann man nicht unbedingt erkennen; fragen Sie das Verkaufspersonal nach einer Kunststoff-Ummantelung. Diese wird leider auf der Verpackung nicht immer angegeben. Außerdem kann ein Splitterschutz möglicherweise die Helligkeit der Lampe beeinflussen. Fragen Sie deshalb im Zweifelsfall nach und kaufen sie ein Modell mit einer höheren Wattzahl (Leistung).

Was ist, wenn meine Energiesparlampe oder eine Neonröhre kaputt geht?

Folgende Maßnahmen werden vom Umweltbundesamt empfohlen:

  • Vor dem Reinigen den Raum 15 Minuten lüften und den Raum verlassen.
  • Während des Reinigens das Fenster weiter offen lassen.
  • Für die erste Reinigung keinen Besen, Handfeger oder Staubsauger verwenden! Der Staubsauger wirbelt das Quecksilber wieder in die Raumluft. Das können Sie vermeiden, indem Sie die Glassplitter mit Karton oder steifem Papier zusammenkehren.
  • Vorsichtig die größeren Stücke in ein luftdicht verschließbares Gefäß geben (z.B. ein leeres Konservenglas oder ein Einmachglas). Kleinere Glassplitter mit Karton oder steifem Papier zusammenkehren. Auf glatten Böden, zum Beispiel Laminat oder Parkett, wischen Sie den Staub und die restlichen Glassplitter mit feuchten Papiertüchern auf und stecken Sie sie in das Gefäß.
  • Splitter und Stäube, die auf Teppichen, Decken oder Polstern liegen, nehmen Sie mit einem Klebeband auf und geben diese ebenfalls in das Gefäß. Alles zusammen entsorgen Sie bei der örtlichen Sammelstelle oder am Schadstoffmobil – nicht über den Hausmüll!
  • Im Anschluss an alle Reinigungsmaßnahmen lüften Sie noch einige Zeit. Nicht vergessen: Danach die Hände gründlich waschen.

 

Was ist zu tun, wenn die Energiesparlampe auf einem Teppich zerbrochen ist?

Verwenden Sie nach dem Aufsammeln der größeren Bruchstücke Klebeband zur Aufnahme der kleinen Splitter und Stäube.

  • Erst nach dieser Grobreinigung kann der Staubsauger eingesetzt werden. Wichtig: Während des Saugens und danach gut lüften. Staubsaugerbeutel und Feinstaubfilter entsorgen Sie in der Restmülltonne außerhalb des Hauses.
  • Hand- oder Tischstaubsauger eignen sich nicht für die Reinigung.

 

Das Auswechseln des Teppichs oder der Bekleidung, die beim Beseitigen getragen wurde, ist - wie teils fälschlicherweise kommuniziert - nicht nötig.

Wie groß ist die Gesundheitsgefahr bei Lampenbruch?

Zerbricht eine Energiesparlampe mit 5 mg Quecksilber (viele Lampen enthalten deutlich weniger) in einem 20 m² großen Raum, so bleibt die Quecksilberkonzentration unterhalb des an Arbeitsplätzen erlaubten Grenzwertes. Dieser Grenzwert ist für eine Aufenthaltsdauer von 40 Stund pro Woche gedacht. Da man für das Einsammeln der kaputten Lampe nur einige Minuten braucht und den Raum anschließend lüften sollte, ist die Belastung also noch deutlich geringer. Zudem ist nicht anzunehmen, dass alles in der Lampe vorhandene Quecksilber bei Bruch in den Raum entweicht. Die Quecksilbermenge, die man durch den Verzehr von Thunfisch oder Schillerlocke (Hai) zu sich nimmt, kann eine größere Belastung sein als die seltene Entsorgung einer zerbrochenen Energiesparlampe.

Was ist von Energiesparlampen mit Amalgam zu halten?

In Energiesparlampen mit Amalgam ist das Quecksilber teilweise als Amalgam in einer Metalltablette gebunden. Dies soll zu einer geringeren Quecksilberfreisetzung beim Bruch einer Lampe führen. Trotzdem wird beim Zündungsvorgang der Lampe gasförmiges Quecksilber benötigt und aus dem Amalgam freigesetzt. Im eingeschalteten Zustand kann bei Lampenbruch daher auch bei diesen Lampen Quecksilber entweichen. Darüber hinaus scheinen amalgamhaltige Lampen zu Zündungsproblemen bei niedrigen Temperaturen zu neigen.

Was muss ich tun, wenn meine Energiesparlampe nicht mehr leuchtet?

Ausgediente Energiesparlampen dürfen auf keinen Fall über den Hausmüll entsorgt werden. Anders als Glühbirnen enthalten Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren kleine Mengen Quecksilber, die bei Glasbruch entweichen. In größeren Mengen ist Quecksilber umweltschädlich. Dies wäre der Fall, wenn mehr als 70 Prozent aller Energiesparlampen über den Hausmüll entsorgt würden.

Um die Belastungen durch Quecksilber möglichst gering zu halten, müssen diese Lampen daher separat gesammelt und entsorgt werden. Laut Elektroaltgerätegesetz sind Verbraucher zur korrekten Entsorgung von Energiesparlampen verpflichtet.

Die Abfallberatung vor Ort informiert über die kostenlose Abgabe bei nächstgelegenen Wertstoffhöfen und Sammelstellen. Manchmal nimmt auch der Handel freiwillig ausgediente Energiesparlampen zurück. Fragen Sie beim Neukauf danach.

Im Internet kann man unter Lichtzeichen oder Lightcycle durch Eingabe der Postleitzahl eine Liste von Sammelstellen in der Nähe anzeigen lassen. Da die hier zu findende Liste keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben kann, lohnt es sich, beim Händler nachzufragen.

Gute Chancen die Energiesparlampe entsorgen zu können, hat man inzwischen in Baumärkten und Elektrokaufhäusern sowie in dm-Drogeriemärkten. Viele nehmen gebrauchte Energiesparlampen allerdings nur auf Anfrage am Tresen an. Nachfragen lohnt sich also.

 

4. Kauf von Energiesparlampen

Was muss ich beim Austausch meiner Glühbirnen gegen Energiesparlampen beachten?

Achten Sie zunächst darauf, dass die Energiesparlampe auch die Helligkeit hat, die der bisher verwendeten Glühbirne entspricht. Dies erfahren Sie mit Hilfe der Lumenangabe auf der Verpackung. Zudem ist die Schaltfestigkeit der Lampe wichtig, also wie oft man sie an- und ausschalten kann, und deren Lebensdauer. Achten Sie auch auf die Farbtemperatur, die in Kelvin angegeben wird (siehe: Was bedeutet Kelvin). Kaufen Sie außerdem Lampen, deren Licht die Farbe möglichst naturgetreu wiedergibt. Je höher der sogenannte Farbwiedergabeindex Ra, desto besser. Gute Energiesparlampen liegen bei über 80 Ra. Vor allem bei Energiesparlampen, die Sie in geschlossenen Leuchten verwenden, sollten Sie außerdem einen genauen Blick auf die Angaben zu den Abmessungen werfen.

Was bedeutet Lumen (lm)?

Lumen (Lichtstrom) gibt die Helligkeit einer Lampe an – die Leistung in Watt ist nicht ausschlaggebend. Es gilt, je höher der Lumenwert, desto heller die Lampe.

Orientierungswerte für Energiesparlampen:

Helligkeit Energiesparbirnen; Angabe in Lumen

 

Welche Angaben stehen auf der Verpackung?

  • Angabe von Lumen und Watt
  • Umrechung von Lumen in Watt
  • Lebensdauer in Stunden
  • Schaltzyklen = Wie häufig ist das An- und Ausschalten möglich?
  • Anlaufzeit = Wie lange braucht die Lampe, um 60 Prozent der Lichtleistung zu erbringen?
  • Dimmbarkeit
  • Länge und Durchmesser
  • Quecksilbergehalt

 

Angaben auf einer Verpackung:

Verpackung Energiesparlampe

Was bedeutet Kelvin (K)?

Kelvin gibt die sogenannte Farbtemperatur an. Es gilt, je niedriger der Wert, desto wärmer das Licht. Warmweiß entspricht in etwa dem Licht einer Glühbirne, neutralweiß (bis 5.000 Kelvin) oder tageslichtweiß eignen sich eher für den Arbeitsplatz.

Farbtemperatur, Angabe in Kelvin

Was bedeutet die Angabe Ra?

Die Angabe Ra beschreibt den sogenannten Farbwiedergabeindex. Dieser gibt Auskunft darüber, wie naturgetreu das Licht einer Lampe die Farbe wiedergibt. Je höher dieser Index, desto besser ist die Farbwiedergabe. Gute Energiesparlampen haben einen Farbwiedergabeindex von über 80. Halogenlampen schaffen sogar 100, was etwa Tageslicht entspricht.

Welche Lampe kann ich wo einsetzen?

Vor dem Kauf einer neuen Lampe sollte zunächst überlegt werden, wofür diese benötigt wird. Denn die Wahl des optimalen Leuchtmittels hängt ganz vom gewünschten Einsatzort und -zweck ab und die Auswahl an Energiesparlampen ist so groß, dass sich einige Lampen nur für bestimmte Einsatzorte eignen:

• Ausleuchtung eines ganzen Raumes oder nur eines Bereiches

Mit Energiesparlampen lässt sich derzeit am preiswertesten ein ganzer Raum erhellen; Halogen- oder LED-Spots eignen sich hingegen eher für eine punktuelle Ausleuchtung. Halogenlampen und Leuchtdioden gibt es allerdings auch in der klassischen Glühbirnenform zu kaufen. Mehrere LED-Lampen nebeneinander geschaltet, können für einen kompletten Raum ausreichen. Momentan spricht jedoch der hohe Kaufpreis einer einzelnen LED-Lampe gegen diese Lösung. Halogenlampen kosten zwar erheblich weniger. Aber wegen ihrer geringeren Lebensdauer und Lichtausbeute stellen sie ebenfalls eine teurere Alternative dar.

• Einsatz im Außenbereich

Für den Außenbereich eignen sich wunderbar LED-Lampen, da sie bei niedrigen Temperaturen besonders hell leuchten. Sie brennen unmittelbar nach dem Anschalten mit voller Lichtleistung und können aufgrund ihrer hohen Schaltfestigkeit auch gut in Kombination mit einem Bewegungsmelder eingesetzt werden. Da sie auch niedrige Temperaturen gut vertragen, sind sie für außen angebrachte Weihnachtsbeleuchtung sehr gut geeignet.

• Start ohne Verzögerung, schnell volle Helligkeit, hohe Toleranz bei häufigem An- und Ausschalten

Kompaktleuchtstofflampen, die rasch erstrahlen, sich außerdem häufig an- und ausschalten, ohne frühzeitig aus zu fallen, sind rar und meist noch recht teuer. Für diese Anforderungen eignen sich LED-Lampen besser.

• Dimmbare Lampen

Halogenlampen lassen sich per se dimmen. Bei Energiesparlampen und Leuchtdioden ist das nur garantiert, wenn es auch auf der Verpackung steht. Dimmbare Modelle kosten in der Regel deutlich mehr, und die Lampen sind auch nicht mit jedem Dimmer kompatibel. Deshalb ist es ratsam, sich vor dem Kauf von einem Fachverkäufer beraten zu lassen. Außerdem empfiehlt sich, eine Umtauschgarantie auszuhandeln, falls sich die neue Lampe nicht mit dem bereits installierten Dimmer regeln lässt.

• Passendes Leuchtmittel für die Lampe

Auch die Größe und die Form der Lampe sollten berücksichtigt werden. Es gibt unterschiedliche Fassungen und Leuchtmittel in vielen verschiedenen Formen wie Glühbirnen- und Kerzenform. Manche Energiesparlampen sind größer als die bisher eingesetzten Glühbirnen.

Was ist zu tun, wenn eine Lampe vorzeitig ausfällt?

Sollte eine Lampe bereits vor der angegeben Lebensdauer ausfallen oder zu wenig Licht abgeben, greift zunächst die Gewährleistung im Geschäft. Einige Hersteller bieten außerdem eigene Garantien an. Das bedeutet, der Kassenzettel sollten aufbewahrt werden. Sofern man sich auf die Gewährleistungszeit beruft, reicht auch ein Zeuge für den Kauf. Informationen hierzu finden Sie auf der Internetseite der Verbraucherzentrale NRW.

Stand vom Donnerstag, 30. August 2012

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