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Elektroheizung? Besser nicht!

Mit Beginn der Heizsaison ist sie wieder in den Werbeblöcken präsent: die Elektroheizung. Die Anbieter versprechen niedrige Heizkosten, hohen Komfort und ein gutes Gewissen dank CO2-Reduktion. Aber Vorsicht ist geboten – oft drohen unangenehme Überraschungen.

Achtung, Kostenexplosion

Statt zu sparen treibt eine Stromheizung die Energiekosten meist in ungeahnte Höhen – besonders, wenn das Haus schlecht gedämmt ist. Immer wieder kommen Besitzer solcher Heizungen zu uns in die Energieberatung, weil sie sich ihre astronomische Stromrechnung nicht erklären können.

Besonders ineffizient und damit teuer sind Heizungen, die tagsüber Strom verbrauchen, beispielsweise die massiv beworbenen Infrarot-Flächenheizungen. Strom kostet tagsüber rund 22 Cent pro Kilowattstunde. Aber selbst der günstigere Nachtstrom für 13 Cent pro Kilowattstunde ist noch weitaus teurer als Gas, Öl oder Holzpellets.
Zum Vergleich: Für Gas oder Öl fallen pro Kilowattstunde circa sechs bis acht Cent und für Holzpellets sogar nur fünf Cent an.

Die Energiekosten einer Elektroheizung sind also rund doppelt so hoch wie bei anderen Energieträgern. Da sind die Einsparungen, die Anbieter aufgrund vergleichsweise niedriger Investitionskosten versprechen, in kürzester Zeit wieder verheizt.

Gewinn fürs Klima?

Und auch für den Klimaschutz ist die Elektroheizung nicht immer ein Gewinn: Nur, wenn die Heizung ausschließlich mit Ökostrom betrieben wird, sinken die CO2-Emissionen. Andernfalls verursacht Heizen mit Strom wegen der Verluste bei Stromerzeugung und -transport sogar einen höheren Kohlendioxidausstoß als andere Energieträger.

Beratung ist wichtig

Sie planen eine größere Investition. Lassen Sie sich unbedingt anbieterunabhängig beraten! Bei einer neutralen Bewertung der individuellen Situation wird meist schnell klar, welches Heizsystem für den jeweiligen Verbraucher das beste ist.

Bei Fragen zum richtigen Heizsystem helfen die Experten an der Energie- und Klimahotline der Verbraucherzentrale unabhängig und kompetent unter der Telefonnummer 040/248 32 250 (Ortstarif) weiter. Es kann auch ein persönlicher Beratungstermin vereinbart werden (Beratungsstellen auch in Bergedorf, Fuhlsbüttel und Harburg). Oder Sie schicken uns eine E-Mail an klima@vzhh.de.

Hinweis: Die Telefonhotline wird von der Hamburger Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, die persönliche Beratung wird vom Bundeswirtschaftsministerium gefördert.

Stand vom Donnerstag, 6. Oktober 2011

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