Energieversorger pleite, Gaspreise: Proteste, Erneuerbare Energien, Energieeffizienz, Wechsel Energieversorger

Klimaschutz: Verbrauchst du noch oder sparst du schon?

Energiesparen im Haushalt – Tipps der Verbraucherzentrale Hamburg 

(Hinweis: Hier gehts zum Klimaschutzprogramm des Hamburger Senats)

Die gestiegenen Energiekosten reduzieren manch eine Haushaltskasse auf Klingelbeutel-Maße. Bei der Kostendebatte gerät oft in den Hintergrund, dass die preiswerteste und auch umweltverträglichste Energie die nicht verbrauchte ist. So lassen sich allein durch die Vermeidung von Stand-by-Verlusten zahlreicher Elektrogeräte die Stromkosten im Durchschnitt um rund 75 € pro Jahr reduzieren. Auch in anderen Bereichen kann mit wenig Aufwand viel gespart werden: bei der Beleuchtung, beim Kochen und Waschen, der Anschaffung von neuen Kühl- und Gefriergeräten und nicht zuletzt beim Heizen. Die Energieberater der Verbraucherzentrale Hamburg haben zahlreiche Tipps parat, damit die laufenden Kosten nicht davongaloppieren.

Zum Aufspüren und Abstellen der Stromräuber etwa, können in den Beratungsstellen kostenlos Messgeräte ausgeliehen werden. Mit dem leicht bedienbaren Gerät lässt sich der Verbrauch gezielt ermitteln. Der Energieberater kann die Messergebnisse dann beurteilen und konkrete Empfehlungen geben.

Die Energieberatung der Verbraucherzentrale ist erreichbar:
Telefonisch*
Mo bis Mi 10-18 Uhr
Do 10-20 Uhr
Fr 10-16 Uhr
unter (040) 248 32-250

Persönlich**:
nach Vereinbarung unter (040) 248 32-0 /-107 /-250
(Terminvereinbarungen auch für Harburg und Fuhlsbüttel möglich)

* gefördert von der Hamburger Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt
** gefördert vom Bundeswirtschaftsministerium

In unserem Infozentrum (Kirchenallee 22, Nähe Hauptbahnhof, geöffnet Mo bis Fr 10-18 Uhr) finden Sie kostenlose Kurzbroschüren. Oder hier als pdf-Datei im Download zu den Themen:

Richtiges Heizen und Lüften

Stromsparen im Haushalt

Photovoltaik

Solare Wärme

Feuchtigkeit und Schimmelpilz

Die wichtigsten Tipps in Kürze:

  •  Heizen und Lüften
  •  Energiesparlampen
  •  Stand-by-Verluste
  •  Elektrogeräte
  •  Herde
  •  Waschmaschine
  •  Warmwasser

Heizen und Lüften

Das Heizen schlägt beim häuslichen Energieverbrauch am stärksten zu Buche. Nicht selten treiben veraltete Heizkessel die Kosten zusätzlich in die Höhe. Eine Modernisierung ermöglicht auch den Wechsel der Heizenergie, der nicht nur unter finanziellen, sondern auch unter umweltrelevanten Aspekten sinnvoll sein kann. Ein Termin beim Energieberater hilft, die richtige Entscheidung zu treffen. Doch auch ohne Austausch oder Erneuerung kann ein bewusstes Heizen zu merklichen Einsparungen führen:

  •  Runterdrehen: jedes Grad Raumtemperatur weniger spart bis zu 7 % Heizkosten. Im Schlafzimmer reicht eine Temperatur von 17 Grad, im Wohnzimmer sind 22 Grad angemessen. Bei automatischen Einstellungen der Heizung lohnt sich eine Überprüfung, ob die Temperatur über Nacht gesenkt werden kann.
  •  Geschlossene Vorhänge, Roll- oder Fensterläden verhindern das Eindringen kalter Außenluft, Fugen an Fenstern und Türen abdichten. Die Heizung sollte außerdem möglichst frei stehen: Lange Vorhänge oder zu dicht platzierte Möbel können bis zu 20 % Wärme „schlucken“.
  •  Lüften: bei Dauerlüftung per Kippfenster wird zum selbigen hinausgeheizt. Stattdessen kurz (längstens 10 Minuten) auf Durchzug stellen und alle Fenster weit öffnen, danach wieder schließen. Dieses Stoßlüften mehrmals täglich wiederholen.


Energiesparlampen

  • Energiesparlampen leuchten heller und länger. Die Sparlampen sind zwar teurer in der Anschaffung, verbrauchen aber bis zu 80 % weniger Strom und halten wesentlich länger.
  • Die herkömmliche Glühlampe verbraucht 95 % ihrer Energie für Wärme und nur 5 % für Licht, sie verschwendet also unnötig Energie.
  • Energiesparlampen kosten zwar häufig noch 7 €, aber der Preis hängt auch vom Absatz ab. Je mehr verkauft werden, desto geringer wird der Preis. Und selbst bei einem Preis von 7 € lohnt es sich schon für den Verbraucher. Denn: Eine 60- Watt-Glühlampe, die drei Stunden am Tag leuchtet, kostet ungefähr 12 € Strom im Jahr. Energiesparlampen nur 2 €. Zudem hält sie sieben Jahre. Man kann also mit jeder Energiesparlampe schon innerhalb eines halben Jahres einen Spareffekt im Portemonnaie verzeichnen.
  • Viele Verbraucher denken, Energiesparlampen seien hässlich. Das war früher so. Heute gibt es Energiesparlampen, die den herkömmlichen Glühlampen ebenbürtig sind.


Stand-by-Verluste

  •  Abschalten! Auch „schlummernde“ Geräte verbrauchen Energie. Falls der Netzschalter fehlt, hilft Stecker rausziehen. Empfehlenswert sind schaltbare Steckerleisten mit denen auf einen Streich, bzw. Druck verschiedene Geräte aus- und natürlich auch wieder angeschaltet werden können.
  •  Wer auf eine allzeit bereiten Fernbedienung partout nicht verzichten möchte, kann ein Vorschaltgerät installieren. Nach dem Ausschalten per Fernbedienung trennt dieses Gerät zum Beispiel den Fernseher nach kurzer Zeit vom Stromnetz, er kann aber mit Fernbedienung wieder eingeschaltet werden. Vorschaltgeräte verbrauchen zwar auch Strom, meistens aber deutlich weniger als das Hauptgerät im Leerlauf.


Elektrogeräte

  •  Beim Neukauf elektrischer Geräte sollte nicht nur auf den Leerlaufverbrauch geachtet werden. Für die meisten Haushaltsgroßgeräte wie Kühl- und Gefrierschränke, Waschmaschinen oder Trockner sowie für Elektroherde, Lampen und Klimageräte gibt es eine Kennzeichnungspflicht. Diese soll den Energieverbrauch erkennbar machen. Allerdings hat der Stand der Technik diese Kennzeichnung mittlerweile überholt. Bei Kühl- und Gefriergeräten sollten die Energieeffizienzklassen A+ oder A++ bevorzugt werden.
  •  Für den laufenden Betrieb gilt: Kühlgeräte sollten nicht neben Herden oder Heizungen stehen. Heiße Speisen oder Getränke erst im abgekühlten Zustand einfrieren oder kalt stellen. Zudem sollte die Tür des Gerätes nicht zu lange offen stehen.

 

Herde

  •  Jeder Topf hat seine Platte: das Kochgeschirr sollte zum Durchmesser der Kochplatte passen. Außerdem sollte natürlich auch der geeignete Deckel nie fehlen.
  •  Bereits vor Ende des Kochvorganges können die Herdplatten ausgeschaltet und die Restwärme genutzt werden.
  •  Mit Schnellkochtöpfen lassen sich bis zu 50 % Energie und Zeit sparen.
  •  Gasherde kochen wesentlich umweltfreundlicher und sparsamer als Elektroherde.

 

Waschmaschine

  •  Bei Spül- und Waschmaschinen wie auch bei Trocknern gilt: möglichst nur voll beladen benutzen.
  •  Ein 60-Grad-Waschgang verbraucht rund halb so viel Energie wie eine Partie Kochwäsche.

Warmwasser

  •  Hände und Zähne werden auch mit kaltem Wasser sauber!
  •  Duschen statt baden: Die Energiekosten für ein Vollbad sind rund viermal so hoch wie für eine Dusche.

Wollen Sie Hamburger Meister im Klimaschutz werden? Ja? Dann nehmen Sie am Hamburger Klimawettbewerb teil. Er richtet sich an Privathaushalte und ist hier zu erreichen: www.klimawettbewerb.net

Stand vom Mittwoch, 16. April 2008

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