Wenn sie zu sehen sind, wird's gefährlich: wuchernde Pilzgeflechte. Sie hinterlassen an Wänden große, oft farbenfrohe Flecken. Es riecht muffig und die Tapeten kommen einem allmählich entgegen. Doch das sind nur die offensichtlichen, unangenehmen Folgen. Schimmelpilze bilden Sporen, die in die Raumluft gelangen und über die Atemwege oder die Haut vom Menschen aufgenommen werden. Einige Arten können das Immunsystem schwächen sowie Infektionen, Lungenerkrankungen und Allergien hervorrufen.
Lebensbedingungen finden Schimmelpilze in organischen Stoffen, die fast überall vorkommen: in der Erde, im Holz, in Staubkörnern, sogar in Kunststoffen. Eines haben alle befallenen Bauteile bzw. Oberflächen gemeinsam: Sie sind feucht. Temperaturen und Licht haben kaum Einfluss auf das Wachstum des Schimmelpilzes. Bad, dauerfeuchte Ecken, Duschvorhänge, Wände und Fenster bieten häufig einen idealen Tummelplatz für die Pilzgeflechte. Natürlicher, aber nicht unbedingt weniger gefährlich kommen sie in schimmliger Blumenerde zum Vorschein.
Knapp zwei Drittel aller Anfragen zum Thema Raumklima, die an die Energiesparberatung der Verbraucherzentrale Hamburg gerichtet sind, beziehen sich auf Feuchteschäden. Eine dauerhafte Bekämpfung ist nur über eine Trockenlegung der feuchten Untergründe möglich.
Die Ursachen für Feuchtigkeitsbildung sind oft vielfältig
Sowohl bauliche Mängel als auch fehlerhaftes Verhalten der Bewohner/-innen können maßgeblich für die Entstehung von Schimmelschäden sein.
- Bei Baumängeln wie Rissen oder sonstigen undichten Stellen in der Gebäudehülle sorgt einlaufendes Oberflächenwasser für die Lebensgrundlage der Schimmelpilzkolonien.
- Auch falsches Heizen und Lüften kann für Feuchtigkeitsprobleme verantwortlich sein. Eine hohe relative Luftfeuchtigkeit (z. B. verursacht durch Kochen, Duschen, Wäsche trocknen) schlägt sich an kalten Innenwänden nieder. Hier kann die Luft weniger Wasser speichern und die Sättigungsgrenze, der so genannte Taupunkt, an dem gasförmige Feuchtigkeit zu kondensieren beginnt, wird erreicht. Wenn der Untergrund über einen längeren Zeitraum (durch angemessenes Heizen und Lüften) nicht in der Lage ist, die Feuchtigkeit wieder an die Raumluft abzugeben, bildet das so entstandene Kondensat die Basis für das Pilzwachstum.
Oft bedingen sich auch Baumängel und fehlerhaftes Nutzerverhalten gegenseitig – nicht zuletzt, weil feuchte Bauteile eine erhöhte Wärmeableitung ermöglichen, was wiederum zu einer schnelleren Auskühlung der betroffenen Wände führt.
Bei durch fehlerhaftes Heizen und Lüften bedingten Feuchtigkeitsproblemen gilt: Messen der relativen Luftfeuchtigkeit und Temperatur mit einem elektronischen Hygrometer (Fachhandel ca. 20 €)
- Bei mehr als 60 % bzw. an kalten Wintertagen deutlich unter 40 %: Stoßlüften allerdings ohne die Innenwandoberflächen auszukühlen: Bei kühlen Außentemperaturen bildet sich bei geöffnetem Fenster an der Glasscheibe ein Kondenswasserfilm. Wenn dieser vollständig verschwunden ist, Fenster schließen, um ein Auskühlen der Wände zu verhindern.
- Bei erneut 60 % (bzw. 40 %) Lüften wiederholen.
- Keine Verbesserung: Beratung in der Verbraucherzentrale
Die häufigsten Fragen zu Feuchtigkeit und Schimmel, die bei der Energieberatung der Verbraucherzentrale Hamburg eingehen, finden Sie hier beantwortet. Neben unserer Telefonischen und Persönlichen Beratung bieten wir Ihnen eine Ursachenanalyse vor Ort.
| 1. Ortsbesichtigung mit ausführlicher Beratung: |
90 €*
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2. wie 1. mit Messung von Temperatur und Feuchte (ohne Eingriff in die Bausubstanz), pauschal je angefangene 3 Räume: |
135 €*
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| 3. wie 2. mit schriftlicher Auswertung: |
200 €*
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4. wie 3. mit Tiefenbohrung in die Bausubstanz (in der Regel 8-mm-Bohrlöcher) und schriftlicher Auswertung: |
250 €*
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Alle Preise zzgl. An-/Abfahrt:
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innerhalb Hamburgs:
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26 €
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außerhalb Hamburgs:
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38,35 €/h + 0,38 €/km
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(*Kalkulationsgrundlage: ca. eine Std. Zeitaufwand, max. drei Räume; sonstiges nach Absprache)
Dieses Angebot beinhaltet keine Sporenmessung
Wenn Sie geklärt haben, ob eine Sporenmessung nötig/sinnvoll ist, können Sie diese durch folgende Anbieter durchführen lassen:
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Wartig Chemieberatung: 881 80 30
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Sachverständigenbüro Alexander Berg: 853 58 90
Da das Angebot aufwandsabhängig ist, klären Sie die Kosten bitte im persönlichen Gespräch.
Ansonsten werden Sie etwa auch in den Gelben Seiten unter den Stichworten Schimmelpilz, Schimmelpilzuntersuchungen, Umweltmesstechnik fündig.
Hier finden Sie das Anmeldeformular zur Terminvereinbarung zum Runterladen!
Stand vom Donnerstag, 16. Februar 2012
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