Energieversorger pleite, Gaspreise: Proteste, Erneuerbare Energien, Energieeffizienz, Wechsel Energieversorger

Jetzt? Wo? Wie?

„Wann kaufe ich am besten den Jahresvorrat Heizöl ein?“ Alljährlich vor Beginn der Heizperiode suchen Besitzer von Ölheizungen bei uns Tipps für den günstigsten Zeitpunkt zum Auffüllen des Tanks. Denn genauso sicher, wie zur Ferienzeit die Benzinpreise steigen, klettern mit Beginn der Heizsaison die Ölpreise.

Die einfache Formel, dass sich der Preis hauptsächlich über Angebot und Nachfrage bildet, gilt im Falle des Heizöls nicht, vielmehr ist der Preis von der Konjunkturentwicklung, weltpolitischen Entscheidungen und nicht zuletzt von Spekulation abhängig. Eine konkrete Empfehlung für den richtigen Kaufzeitpunkt wäre daher eher eine Weissagung als eine Beratung.

Worauf Sie beim Kauf achten sollten

  • Preise vergleichen! Das können Sie individuell tun, indem Sie die Geleben Seiten aufschlagen und bei einigen Heizölhändlern Ihrer Stadt anrufen. Oder Sie schauen sich auf Preisvergleichsportalen wie www.esyoil.com um. Aber eine Garantie, dass alle Händler und Angbote auf diesen Portalen erfasst sind, haben Sie nicht. Sie geben aber eine Orientierung über die Marktpreise.
  • Günstiger kann es werden, wenn Sie sich mit mehreren zusammenschließen, um einen Mengenrabatt zu bekommen. Nachteil: Sie haben den Organsiationsaufwand. Und vor allem ist zu beachten, dass der Auftraggeber auch erster Ansprechpartner bei nicht gezahlter Rechnung der anderen ist also nur mit vertrauenswürdigen Nachbarn zusammentun!
  •  Statt die Sammelbestellung selbst zu organisieren, kann man sich auch über Internetplattformen mit anderen Bestellern zusammen schließen. Solche Plattformen sind z.B. www.heizoelpool.dewww.heizoelboerse.de und www.heizoel-sammelbestellung.de Dort kann man sich kostenfrei anmelden und die gewünschte Menge und den Lieferzeitpunkt angeben. Wenn genügend Käufer in einer Wohnregion beisammen sind, sucht der Poolanbieter nach einem günstigen Händler.
  • Beim Tankvorgang selbst sollten Sie genau hinsehen: Die Messvorrichtung sollte mit einem gültigen Siegel der Eichbehörde versehen sein. Vor der Messung sollten Sie prüfen, ob das Zählwerk auf Null gestellt ist.
  • Während der Messung ist darauf zu achten, dass im Schauglas des Gasmessverhüters immer Heizöl sichtbar ist. Der Gasmessverhüter soll das Messen von Luft verhindern, tritt doch Luft ein, schaltet er den Messvorgang ab.
  • Nicht zuletzt sollten Sie die Rechnung mit dem Zählerstand am Tankwagen vergleichen.
  • Nach dem Tankvorgang sollte der Lieferschein in Ihrer Anwesenheit ausgedruckt werden und das Volumen auf die Bezugstemperatur von 15°C umgerechnet werden, dies ist notwendig, da das Heizöl mit der Temperatur sein Volumen verändert. Sollte Ihr Lieferant eine Messanlage ohne automatische Mengenumwertung haben, können Sie die Menge anhand folgender Formel kontrollieren:

          V0 = V Betrieb * [1+0,00084 * (15°C - t Betrieb)]

          tBetrieb = Temperatur während der Abgabe

          VBetrieb = am Zähler abgelesenes Volumen.

Relevant für die Heizkosten ist allerdings auch der Zustand Ihrer Heizungsanlage viele Öl-Heizungen sind modernisierungsbedürftig. Schon eine regelmäßige Wartung trägt zur effektiveren Nutzung bei. Noch mehr Energie lässt sich durch einen Kesseltausch einsparen.

Hinweise zu den verschiedenen Möglichkeiten der Heizungswartung und -modernisierung erhalten Sie bei der Energie- und Klimahotline* oder in einem Persönlichen Beratungsgespräch**.

*Mo bis Do 9.30 bis 18.00, Fr 9.30 bis 16 Uhr: (040) 248 32 250 (Ortstarif; Beratung ist unentgeltlich); E-Mail: klima@vzhh.de (gefördert von der Hamburger Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt).

**Persönliche Energieberatung nach Vereinbarung (Kostenbeteiligung: 5 €) gefördert vom Bundeswirtschaftsministerium.

Stand vom Mittwoch, 19. Oktober 2011

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