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Easy Bike-and-Rider?

Note 4 für Fahrradabstellanlagen an Hamburger Bahnhöfen

Die Verbraucherzentrale Hamburg hat im August 2010 an 22 Hamburger Bahnhöfen die Abstellanlagen für Fahrräder geprüft und über 100 Passanten hierzu befragt. Das ernüchternde Ergebnis: Die Hamburger vergaben nur die Note 4. Schuld ist vor allem, dass die meisten der untersuchten Abstellplätze völlig überfüllt sind. Dabei würde mehr als die Hälfte der Befragten häufiger das Fahrrad benutzen, wenn es ausreichend gute Abstellmöglichkeiten gäbe.

Unser Check vor Ort

Die Verbraucherzentrale untersuchte insgesamt 2928 Abstellplätze an 22 Bahnhöfen vor allem entlang der S-Bahn-Trassen S1/S11, S3 und S21. Zwei Drittel der Fahrradabstellanlagen waren „überfüllt“ oder „sehr überfüllt“. Nur 64 % waren einsehbar, lediglich 32 % überdacht und gerade mal 9 % beleuchtet. Schlusslichter waren die Bahnhöfe Sternschanze, Barmbek und Bergedorf. Erfreulich war allein, dass fast 80 % der Stellplätze über so genannte Anlehnbügel verfügen.

Befragung von Passanten

Dabei ergab eine gleichzeitig durchgeführte Befragung von Passanten vor Ort, dass mehr als 50 % derjenigen, die nur gelegentlich oder überhaupt nicht Bike-and-Ride machen, häufiger mit dem Fahrrad zum Bahnhof fahren würden. Voraussetzung wäre für 66 % allerdings, dass es ausreichend Abstellmöglichkeiten gibt. Sicherheit gegen Diebstahl ist bei 20 % der Befragten, Überdachung bei 15 % für den Umstieg aufs Fahrrad ausschlaggebend.

Fazit

Im Ausbau der Fahrradabstellanlagen an Bahnhöfen steckt ein großes Potential, dem Ziel der Stadt näher zu kommen, den Radverkehrsanteil auf 18 % zu erhöhen. Die Leute wollen ja aufs Fahrrad umsteigen – woran es mangelt, ist eine fahrradfreundliche Infrastruktur.

Stand vom Freitag, 1. Oktober 2010

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