Mogelpackungen, Gentechnik, Lebensmittelverpackungen, Radioaktivität

Pferdefleischskandal reloaded

Aktuelle Meldung vom 16.4.2013

Die EU-Kommission veröffentlichte heute die Ergebnisse der EU-Testkampagne auf Pferde-DNA und Phenylbutazon. Im Durchschnitt wurde in knapp 5 % der getesteten Lebensmitteln europaweit Pferde DNA nachgewiesen. In Deutschland waren von 878 Proben 29 positiv (3,3 %). Insgesamt wurden aber in Deutschland nach Angaben des Bundesverbraucherministeriums 2469 Proben untersucht, dabei wurden 184 mal Pferde-DNA nachgewiesen. Besondes viel Pferdefleisch wurde offensichtlich in Frankreich untergemogelt: 47 von 353 Fleischprodukte enthielten Pferde DNA (13,3 %).

Das verbotene Arzneimittel Phenylbutazon wurde bei 0,5 % der Pferdefleisch Proben gefunden. In Deutschland in keiner der 116 untersuchten Lebensmitteln.

Meldung vom 11. April 2013

Ein neuer Verdachtsfall von umdeklariertem Pferdefleisch ist bekannt geworden. Die Niederländische Kontrollbehörde für Lebensmittel in Utrecht ruft rund 50.000 Tonnen Fleisch zurück, das möglicherweise nicht deklariertes Pferdefleisch beinhaltet. Der Herkunft des Pferdefleisches ist unbekannt, deshalb kann auch die Lebensmittelsicherheit nicht garantiert werden, so die Behörde.

Der niederländischer Großhändler Willy Selten soll Rindfleisch mit Pferdefleisch vermengt und als Rindfleisch verkauft haben. Da dieser Betrieb offensichtlich nicht in der Lage war gegnüber den Behörden die betroffenen Lieferungen einzugrenzen wurde die komplette Prodkution zwischen Januar 2011 und Februar 2013.  Wahrscheinlich sind Tiefkühlprodukte und andere Lebensmittel, die Rindfleisch enthalten, wie Burger oder Frikadellen betroffen.

 Über 130 niederländische Zwischenhändler sollen das Fleisch in mehrere EU-Länder geliefert haben. Insgesamt sollen zusätzlich noch 370 Unternehmen außerhalb der Niederlande betroffen sein. Nach Angaben des Bundesverbraucherschutzministeriums sollen allein in Deutschland seit 2011 124 Betriebe verdächtige Fleisch gekauft und weiterverarbeitet haben. Betroffen sind Händler, weiterverarbeitende Betriebe eebenso wie Metzgereien in allen Bundesländern bis auf Bremen und das Saarland.Wahrscheinlich haben Verbraucher ein Großteil des falsch deklarierten Fleisches schon verzehrt. Hinweise auf eine Belastung des Fleisches z. B. mit Arzneimitteln gibt es laut Ministerium noch nicht. 

Jetzt müssen schnell die Lieferwege rückverfolgt, falsch deklarierte Ware aus dem Handel genommen und Ross und Reiter genannt werden. Offensichtlich reichen Kontrollen der Behörden und Hersteller bzw. Händler nicht aus, den Betrügern das Handwerk zu legen.

Was sollten Behörden und Gesetzgeber tun?

Bei einem global vernetzen Lebensmittelmarkt sind Eigenkontrollen der Hersteller zu wenig wirksam, es bedarf einer verstärkten unabhängigen  und koordinierten Kontrolle durch die Lebensmittelüberwachung in den europäischen Länder. Die Kontrollen dürfen aus Kostengründen nicht weiter reduziert werden.

In dem weltweit vernetzten Lebensmittelmarkt ist auch eine einfachere und schnellere Rückverfolgbarkeit notwendig. Bisher müssen Händler und Hersteller nach der EU-Basis Verordnung die Rückverfolgbarkeit immer nur "eine Stufe vor" und "eine Stufe zurück"  dokumentieren. Das ist zu wenig. Es muss für Lebensmittel eine Art Laufzettel geben, auf dem der ganze Weg des Fleisches dokumentiert wird, eine stufenübergreifende Rückverfolgbarkeit. Das würde Tricksereien auf den oft verworrenen Wegen der Lebensmittel deutlich erschweren.

Verbraucher wollen wissen, woher die Lebensmittel stammen. Die Herkunft des Fleisches muss auch bei verarbeiteten Produkten auf der Verpackung stehen.  

 

Meldung vom 8. März 2013

Welche Lebensmittel sind vom Pferdefleischskandal betroffen? Liste der verdächtigen Produkte (Stand: 8. März 2013)

Antworten zu Verbraucherfragen (Stand 8. März 2013)

Das saarländische Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz teilt mit, dass zwei Konserven mit Pferdefleischanteilen ohne Kennzeichnung ermittelt wurden. Dabei handelt es sich um den „Hausmacher Gulasch halb und halb in feiner Soße“ der Firma Dreistern-Konserven in Neuruppin und „Rindfleisch geschmort in würzigem Aufguss“ eines Herstellers in Tukuma, Lettland. Die Supermärkte, in denen die Produkte verkauft wurden, sind nicht veröffentlicht worden. Im Saarland wurde die Ware bereits aus den Regalen genommen. Darüber hinaus wurden die beiden Proben auf Medikamenten-Rückstände (Phenylbutazon) untersucht. Die Ergebnisse waren negativ.

Die gesamte Tabelle mit allen Produkten, in denen nicht deklariertes Pferdefleisch gefunden wurde, finden Sie hier.

Meldung vom 7. März 2013

Das hessische Verbraucherschutzministerium findet weitere Proben mit nicht deklariertem Pferdefleisch. Laut einer aktuellen Pressemitteilung soll es sich um Hackspieße eines hessischen Herstellers handeln. Die Hackspieße sollen nicht in Hessen verkauft worden sein. Darüber hinaus wurde in einer Konserve mit Rinderrouladen, einer Brühwurst sowie einer Packung Hamburger DNA (also Erbsubstanz)  von Pferden nachgewiesen. Die Namen der betroffenen Hersteller wurden noch nicht veröffentlicht. Hatten sich die Verbraucherschutzminister nicht gerade dafür entschieden, zukünftig auch die verantwortlichen Anbieter bei diesem klaren Betrugsfall zu nennen? Schon wieder ein Schritt zurück, weil Pferdefleisch nicht mehr so in der Öffentlichen Diskussion steht? Die Verbraucherzentrale fordert: Nennt die Namen!

Meldung vom 4. März 2013

Das Bundesverbraucherministerium (BMELV) gibt bekannt, dass bisher 1660 Lebensmittel auf Pferdefleisch untersucht wurden. Davon wurden in 108 Proben Pferdefleisch nachgewiesen. Rückstände des Medikaments Phenylbutazon wurden bisher in keinem der 72 untersuchten Produkten gefunden.

Meldung vom 26. Februar 2013

Ikea stoppt auch in Deutschland den Verkauf der tiefgefrorenen Hackbällchen "Köttbullar"-Klopse, betont aber gleichzeitig, dass es sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme handeln soll. Bisher sollen nach Angaben des Unternehmens alle Analysen in Deutschland bestätigen, dass in den Köttbullar kein Pferdefleisch enthalten sei.

Meldungen vom 25. Februar 2013

Neue Produkte mit Pferdefleisch statt Rindfleisch finden Sie in unserer Tabelle

In Tschechien haben Kontrolleure der Veterinärbehörden in den tiefgefrorenen Hackbällchen "Köttbullar"-Klopse, die zum Verkauf in den tschechischen Ikea Filialen lagerten, Pferdefleisch gefunden. Insgesamt 760 kg wurden zurückgerufen. Die Produkte wurden in Schweden hergestellt und tragen das Mindesthaltbarkeitsdatum 22.01.2014. Vier weitere EU-Länder wie Großbritannien, Portugal, die Niederlande und Belgien sollen ebenfalls betroffen sein.

Nach Spiegel-Online soll Pferdefleisch in Rindfleischprodukten nicht nur aus Rumänien stammen, sondern auch aus Polen geliefert worden sein. So soll der deutsche Konservenhersteller Dreistern seine Ware von einem polnischen Rohwarenlieferanten namens Mipol erhalten haben.

Meldungen vom 22. Februar 2013

Auch der Discounter Norma ruft 3 Produkte wegen des Pferdefleischskandals zurück. Die "Rostocker Kalbfleischleberwurst" sowie die Produkte "Zigeuner Hacksteak 480 g" und "Hackbällchen 480 g" von Wingert Foods enthalten Spuren von Pferdefleisch. Näheres auf der Liste der verdächtigen Produkte.

Nach neuesten Meldungen sind jetzt 17 der 27 EU-Länder von Lieferungen mit falsch deklariertem Pferdefleisch betroffen: Deutschland, Irland, Österreich, Dänemark, Finnland, Frankreich, Ungarn, Italien, die Niederlande, Spanien, Großbritannien, Zypern, Bulgarien, Tschechien, Griechenland, Portugal und Schweden. Auch in die Nicht-EU-Länder Schweiz, Norwegen und Hongkong gingen Lieferungen. Die Ware kam nach Angaben der meldenden Behörden aus Frankreich, Deutschland, den Niederlanden, Belgien, Polen, Irland, Luxemburg, Rumänien und Zypern, berichtet das Hamburger Abendblatt.

Meldungen vom 19. Februar 2013

Nun ist auch der Lebensmittelriese Nestlé betroffen: Der Konzern nahm nach eigenen Angaben die Kühlwaren Buitoni Beef Ravioli und Beef Tortellini in Italien und Spanien vom Markt, weil darin Pferde-DNA gefunden wurde. Auch eine für die Gastronomie in Frankreich produzierte Lasagne nahm Nestlé vom Markt. Das Fleisch soll von dem deutschen Unternehmen H.J. Schypke geliefert worden sein. In Deutschland vermarktete Produkte sind nach Angaben von Nestlé nicht betroffen.

Meldungen vom 18. Februar 2013

Neue Fälle von Pferdefleisch in Rindfleischprodukten: Aldi Nord teilte mit, dass in den Fertiggerichten "Tiefkühl Penne Bolognese 750 g" und Gulasch 540 g Dose, Sorte Rind" Anteile von Pferdefleisch nachgewiesen wurde.

Es geht um Tonnen! In der Zeit von November 2012 bis Januar 2013 wurden 359.722 Packungen Fertiggerichte mit einem Gewicht von zusammen 144 Tonnen von dem verdächtigen Betrieb in Luxemburg nach Deutschland geliefert (Quelle: Spiegel Online). Nach weiteren Presseberichten soll die französische Firma Comigel soll 4,5 Millionen Fertiggerichte mit falsch deklariertem Fleisch der Französischen Firma Spanghero hergestellt haben, die an mindestens 28 Unternehmen in 13 Ländern verkauft wurden.

Nicht nur Lasagne: Außer in Tiefkühllasagne ist nun auch in anderen Fertiggerichten Pferdefleisch entdeckt worden: Ravioli, Rindergulasch aus der Dose, Tortelloni, Cannelloni. Auch in einer Dönerprobe aus Leipzig wurde Pferdefleisch entdeckt. Außerdem stellte das Institut für Produktqualität, das im Auftrag des Fernsehsenders RTL 20 Fleischproben von Imbissen aus Berlin und Leipzig untersucht hatte, in drei Dönerproben aus Leipzig Schweinefleisch fest. Der Vorsitzende des Islamrats Ali Kizilkaya verurteilte die Verwendung von Pferde- und Schweinefleisch in Dönern und bezeichnete das Vorgehen als einen Betrug am Verbraucher. Insbesondere für die in Deutschland lebenden Muslime sei dies ein „doppelter Betrug“, da der Verzehr von Schweinefleisch auch die religiösen Gebote der Muslime verletzt.

Meldungen vom 15. Februar 2013

Jetzt auch Hamburg direkt betroffen: Von der Hamburger Gesund­heits­behörde wurde mitgeteilt, dass 8 Proben von Lasagne, Burger und Moussaka genommen wurden. In einer Lasagne wurde Pferdefleisch gefunden. Der Name des Produktes wurde nicht genannt. 

Erste Festnahmen: Im Pferdefleischskandal gibt es in Großbritannien erste Festnahmen  Drei Männer stehen im Verdacht, "Betrug im Zusammenhang mit Lebensmitteln begangen zu haben", so ein britischer Polizeisprecher. Die beiden Betriebe, in denen die Männer arbeiten, sind vorübergehend durch die Behörden geschlossen worden.

In Frankreich erheben die Behörden schwere Vorwürfe gegen den Anbieter Spanghero. Das Unternehmen sei für die falsche Etikettierung  verantwortlich und habe wissentlich Pferdefleisch als Rindfleisch etikettiert, und verkauft, so der französische Verbraucherschutzminister Benoit Hamon. Nach der ersten Auswertungen  sollen 13 Länder und 28 Firmen  mit rund 750 Tonnen Pferdefleisch vom Skandal betroffen sein.

Die Behörden haben Kühlhäuser im Kreis Verden und in Brandenburg geschlossen, weil diese möglicherweise Lasagne mit nicht deklariertem Pferdefleisch gelagert hatten. Die Ware wurde vorsorglich sichergestellt.

Graphik der Nachrichtenagentur afp zum verworrenen Weg des Fleisches

Meldungen vom 14. Februar 2013

Zweiter Fall: Jetzt auch in der Edeka Lasagne der Eigenmarke gut & günstig geringe Mengen von Pferdefleisch, teilt die Edeka mit. 

Phenylbutazon in Pferdefleisch: Der englische Landwirtschaftsminister David Heath bestätigte Medienberichte, wonach britisches Pferdefleisch, das mit dem Medikament Phenylbutazon belastet war, nach Frankreich exportiert wurde. In insgesamt acht in Großbritannien geschlachteten Pferden sei der Wirkstoff gefunden worden, drei davon sind nach Frankreich geliefert worden und gelangten dort in die Nahrungsmittelkette. Phenylbutazon wird häufig bei Pferden als Schmerzmittel eingesetzt. Bei Tieren, die für die Lebensmittelproduktion vorgesehen sind, darf der Wirkstoff allerdings nicht verwendet werden.

Eine gesundheitliche Bewertung dieser Befunde ist schwierig, da wenig über den Übergang des Arzneimittels vom Blutplasma des Tieres ins Muskelfleisch bekannt ist. Eine abschließende gesundheitliche Einschätzung der Belastung ist noch nicht möglich. Auch das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat noch keine aktuelle Stellungnahme zur Gefährlichkeit veröffentlicht.

Erster Fall: Pferdefleisch in Fertiglebensmittel bei REAL. Jetzt ist es bestätigt: Auch in Deutschland ist undeklariertes Pferdefleisch in Fertiggerichten gelandet. Es wurden Spuren von Pferdefleisch in der Tiefkühl-Lasagne Bolognese 400 g der Eigenmarke "Tip" des Handelskette REAL gefunden. Das teilte das Unternehmen mit. Verbraucher können zu Hause in der Tiefkühltruhe gelagerte Produkte im Handel gegen Erstattung des Einkaufspreises zurückgeben.

Meldungen vom 13. Februar 2013

Nach einer Mitteilung des Verbraucherschutzministeriums in Nordrhein-Westfalen (NRW) sollen Produkte mit Pferdefleisch in größerem Umfang nach Deutschland geliefert worden sein. Das ergibt sich aus der Auswertung des EU-Schnellwarnsystems, so das Ministerium. Auch das baden württembergische Verbraucherministerium geht davon aus, dass falsch etikettierte Lasagne auch nach Baden-Württemberg geliefert wurde. Nach einer Lieferliste sollen verdächtigen Tiefkühlprodukte, unter anderem Lasagne, über einen Zwischenhändler in Luxemburg zwischen November 2012 und Januar 2013 in Supermärkten gelandet sein. Die Lieferungen sollen nicht nur Discounter und Lebensmittelketten, sondern auch andere Lebensmittelunternehmen betreffen.

Im Mittelpunkt des Skandals stehen die französischen Lebens­mittel­unternehmen Spanghero und der Lieferant Comigel bzw. sein Luxemburger Tochterunternehmen Tavola. Comigel ist übrigens Mitglied des Deutschen Tiefkühlinstituts (dti). Im Zusammenhang mit dem Skandal klingen die Aussagen auf der Internetseite des dti wie Hohn: "...Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser - Die lückenlose Qualitätssicherung startet bereits bei der Auswahl der Rohstoffe..."

Jetzt muss alles auf den Tisch. Die betroffenen Unternehmen müssen die Öffentlichkeit unterrichten und das Versteckspiel beenden. So kritisierte der NRW Verbraucherschutzminister laut Spiegel, dass bei den betroffenen Unternehmen schon seit mehreren Wochen der Verdacht der Falschdeklaration bestehe. Es darf auf keinen Fall sogenannte "stille Rückrufe" geben, bei denen Produkte aus dem Supermarktregal geräumt werden und die Öffentlichkeit nicht informiert ist. Alle falsch deklarierten Lebensmittel mit Pferdefleisch müssen umgehend auch von den Behörden, z.B. über das Portal "Lebensmittelwarnung.de" veröffentlicht werden.

Liste der verdächtigen und identifizierten Produkte
(Stand: 7. März 2013)

Produktkategorie Anbieter
Datum
Bemerkungen
Lasagne    
Tiefkühl Lasagne "Mamma Gina" Netto Marken-Discount (23.2.2013)
Nachweis von Pferde-DNA
Tiefkühl Cucina Lasagne Bolognese, 400g  Aldi Süd
(22.2.2013)
Nachweis von Pferdefleisch im Produkt;
Lieferant ICW Icewind Prod.- und Vertriebsges.mbH & Co.
Tiefkühl Lasagne Bolognese von Gut & günstig, 400 g

Edeka
(21.2.2013)

Edeka: Bei Analysen in einzelnen Stichproben geringe Mengen Pferdefleisch gefunden
Lasagne Bolognese Capri 400 g Metro (Großhändler)
(19.2.2013)
Nachweis von Pferdefleisch im Produkt
Tiefkühl A&P Lasagne
Kaiser's Tengelmann
(19.2.2013)
Lieferant Comigel hat Kaiser's Tengelmann unterrichtet, dass Lasagne Pferdeflesich enthält 
Tiefkühl Lasagne Bolognese von Gut & günstig Konsum Leipzig
(19.2.2013)
wurde von Edeka beliefert; Filialien in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen
Lasagne Bolognese tiefgekühlt, 1000 g
verschiedene Einzelhändler (19.2.2013)
Der Hersteller Tulip kann nicht ausschließen, dass die Produkte Pferdefleisch enthalten können.
"Jeden Tag" Lasagne Bolognese, 400 g (tiefgekühlt)
famila Verbrauchermarkt
Combi Verbrauchermarkt
Bünting Unternehmensgruppe (19.02.2013)
Nachweis von Pferdeflesich
Tiefkühl Lasagne Bolognese, Art.-Nr. 7576 Eismann (Lieferservice) (18.2.2013) Lasagne Produkte der Firma eismann wurden jetzt durch die von Eismann in Auftrag gegebenen Analysen positiv auf Pferde-DNA getestet
Lasagne Produkt, Art.-Nr. 7285 (Vorteilspaket) Eismann (Lieferservice) (18.2.2013) Lasagne Produkte der Firma Eismann wurden jetzt durch die von Eismann in Auftrag gegebenen Analysen positiv auf Pferde-DNA getestet
Lasagne Bolognese mit Rindfleisch, Schweinefleisch, Käse tiefgefroren 400g unter den Marken "Omega" und "Jeden Tag"
Zentrale Handelsgesellschaft - ZHG - mbh für Markant AG (18.02.2013)
Nachweis von Pferdefleisch
Tavola Lasagne Bolognese Rewe Dortmund
(15.02.2013)
Nachweis von Pferdefleisch
Tiefkühl Lasagne Bolognese von Tip (400 g) Real
(14.2.2013)
Nachweis von Pferdefleisch im Produkt
Burger    
Mini Cheeseburger von Agro on (tiefgekühlt) Real
(18.02.2013)
Nachweis von Pferdefleisch durch die Reaktion "RTL extra", Real hat darauf hin das Produkt aus dem Markt genommen
Tortellini, Cannelloni, Ravioli & Co    
Penne Bolgnese "Dinner Gold" Netto Marken-Discount (23.02.2013)
Nachweis von Pferde-DNA
Cucina Ravioli Sorte Bolognese (800 g Dose) Aldi Süd
(22.02.2013)
Aldi Süd: Anteile von Pferdefleisch nachgewiesen, Lieferant BLM
TK Pastaspezialität 750 g, Sorte Penne Bolognese, tiefgekühlt Aldi Süd
(22.02.2013)
Aldi Süd: Anteile von Pferdefleisch nachgewiesen. In den Filialen der Regionalgesellschaften Bingen, Kirchheim, Geisenfeld, Regenstauf und Helmstadt verkauft worden. Lieferant: Copack
K-Classic Penne Bolognese (Tiefkühlgericht)
Kaufland
(22.02.2013)
Kaufland: Geringe Mengen Pferdefleisch gefunden
Gut & günstig Penne Bolognese, 750 g tiefgekühlt Edeka
(22.02.2013)
Edeka: Anteile von Pferdefleisch nachgewiesen
Cannelloni Bolognese (tiefgekühlt), 900 g Edeka und andere Einzelhändler (21.02.2013) Der Hersteller Tulip kann nicht ausschließen, dass die Produkte Pferdefleisch enthalten können.
Buitoni Beef Ravioli und Beef Tortellini -produziert für Italien und Spanien; Lasagnes à la Bolognaise Gourmands für die Gastronomie in Frankreich
Nestlé
(19.02.2013)
Nestlé: Nachweis von Pferde-DNA; Produkte, die für den deutschen Markt produziert wurden, sollen nicht betroffen sein.
Mama Mancini Tiefkühl Penne Bolognese 750 g Aldi Nord
(18.02.2013)
Aldi Nord: Anteile von Pferdefleisch nachgewiesen
Rewe Spaghetti Bolognese 400 g (gekühlt) Rewe
(17.02.2013)
Rewe Group: Der Hersteller SGS Geniesser Service (18299 Laage-Kronskamp) kann nicht ausschließen, dass Anteile von Pferdefleisch in den Produkten enthalten sind.
Combino Tortelloni Rindfleisch 400 g Lidl
(15.02.2013)
Lidl: Anteile von Pferdefleisch festgestellt, Hersteller: Hilcona
Hilcona:Die Analysen haben ergeben, dass der Lieferant Vossko aus Deutschland die falsch deklarierte Ware geliefert hat.
"Combino" Penne Bolognese, 750 g Lidl
(15.02.2013)
Lidl: Anteile von Pferdefleisch festgestellt, Hersteller Schröder KG
"Combino" Penne Bolognese, 750 g Lidl
(15.02.2013)
 Lidl: Anteile von Pferdefleisch festgestellt, Hersteller Copack
"Combino" Ravioli in pikanter Sauce, 800 g Dose Lidl
(15.02.2013)
Lidl: Anteile von Pferdefleisch festgestellt, Hersteller William Saurin
Döner



Döner

Imbissbude in Leipzig (18.02.2013) Nachweis durch Institut für Produktqualität im Auftrag des RTL-Magazins "Extra"
Fleischgerichte    
Hausmacher Gulasch halb und halb in feiner Soße nicht veröffentlicht*
(08.03.2013)
Anteile von Pferdefleisch nachgewiesen
Hersteller: Dreistern-Konserven (Neuruppin)
*Saarländisches Verbraucherschutzministerium
Rindfleisch geschmort in würzigem Aufguss nicht veröffentlicht*
(08.03.2013)
Anteile von Pferdefleisch nachgewiesen
Hersteller: Sitz in Tukuma, Lettland
*Saarländisches Verbraucherschutzministerium
TK Wraps Classic Beef - Salsa und Classic Beef - Pfeffer, 200 g
Aldi Nord
(04.03.2013)
Anteile von Pferdefleisch nachgewiesen, Lieferant Klaus GmbH & Co. KG
Köttbullar (Hackbällchen) Ikea Möbelhaus
(27.02.2013)
Behörden in Tschechien haben DNA-Spuren von Pferdefleisch in einer Probe entdeckt (25.02.2013)
Verkauf von Köttbullar durch Ikea in 24 Ländern gestoppt - auch in Deutschland (26.02.2013)
Behörden in Schweden finden Pferdefleisch (zwischen 1-10 %) in Ikea Köttbullar (Liferant: Dafgård, Schweden). Deutsche Ikea Filialen werden auch von diesem Hersteller beliefert, trotzdem versichert Ikea Deutschland immer noch, dass Köttbullar in Deutschland "nach aktuellen Analysen frei von Pferdefleisch seien" (Quelle: Zeit online, 27.02.2013)
"Die Landküche" Zigeuner-Hacksteak mit Langkornreis und zartem Gemüse, 480 g Aldi Nord
(27.02.2013)
Anteile von Pferdefleisch wurden nachgewiesen
"Primana" Zigeuner-Hacksteak mit Langkornreis und zartem Gemüse, 480 g Aldi Süd
(27.02.2013)
Anteile von Pferdefleisch wurden nachgewiesen

"MCennedy" Classic Wraps (Beef), 190 g 

Lidl
(25.02.2013)
Bei Eigenuntersuchungen wurden Anteile von Pferdefleisch festgestellt. Hersteller SK Meat Vertriebs GmbH
Hackbällchen, 480 g Norma
(25.02.2013)
Norma: Spuren von Pferdefleisch wurden nachgewiesen.
Hersteller: Wingert Foods
Zigeuner Hacksteck, 480 g
Norma
(25.02.2013)
Norma: Spuren von Pferdefleisch wurden nachgewiesen.
Hersteller: Wingert Foods
Omnimax Premium Rindergulasch in pikanter Bratensauce, 540 g Dose
Aldi Nord
(22.02.2013)
Aldi Nord: Anteile von Pferdefleisch nachgewiesen
Lieferant Dreistern Konserven (Brandenburg)
 
Omnimax Gulasch 540 g Dose, Sorte Rind Aldi Süd
(22.02.2013)
Aldi Süd: Anteile von Pferdefleisch nachgewiesen, Lieferant Dreistern Konserven (Brandenburg) 
"Coquette" Rinder-Gulasch, 500 g Dose Lidl
(22.02.2013)
Lidl: Anteile von Pferdefleisch gefunden, Hersteller Dreistern (Neuruppin Brandenburg)
Rewe Chili con Carne 350 g (gekühlt)
Rewe
(17.02.2013)
Rewe Group: Der Hersteller SGS Geniesser Serviece (18299 Laage-Kronskamp) kann nicht ausschließen, dass Anteile von Pferdefleisch in den Produkten enthalten sind. Das Fernsehmagazin "Markt" des NDR hat ebenfalls Pferde-DNA in dem Produkt gefunden.
Wurstwaren    
Die Rostocker Kalbfleischleberwurst, 125 g Stück
Norma
(25.02.2013)
Norma: Spuren von Pferdefleisch wurden nachgewiesen.
Pastasauce    
Pastasauce Bolognese 420 ml Glas tegut
(22.02.2013)
Nachweis von Pferde-DNA

 

Auslöser Großbritannien

In Großbritannien, Irland, Schweden und Frankreich wurde Pferdefleisch in Fertigprodukten gefunden. Deklariert war Rindfleisch. Das Pferdefleisch hatte einen Anteil zwischen 30 und 100 Prozent. Der französische Hersteller Findus rief inzwischen 20.000 Packungen Lasagne in Groß­britannien und Schweden zurück. Auch sechs französische Einzel­handels­ketten haben entsprechend reagiert.

Zuvor war von der britischen Lebensmittelaufsicht FSA (Food Standard Agency) bereits in Tiefkühl-Hamburgern und in Spaghetti bolognese Pferdefleisch entdeckt worden. Nach Auskunft der britischen Behörden gibt es bisher keine Hinweise auf ein Gesundheitsrisiko durch den Verzehr der Produkte. Es könnten aber Pferde geschlachtet worden sein, die nicht zur Lebensmittelherstellung geeignet sind, z.B. alte Rennpferde. Bei diesen Pferden könnte das Medikament Phenylbutazon eingesetzt worden sein, das aber europaweit für Tiere, die zu Lebensmitteln verarbeitet werden, verboten ist.

Verbraucher in Deutschland stellen sich jetzt Fragen, die wir hier beantworten: 

Ist der Verkauf von Pferdefleisch in Deutschland erlaubt?

Ja. Es gibt aber nur sehr wenige Rossfleischereien in Deutschland. In der normalen Fleischerei und im Supermarkt findet man praktisch keine Pferdefleischprodukte, da viele Verbraucher Pferdefleisch ablehnen. Pferdeinnereien sind dagegen nicht zum Verkauf zugelassen. Ca. 3.000 - 4.000 Tonnen Pferdefleisch werden in Deutschland pro Jahr angeboten, das sind weniger als 0,05 % der Gesamtfleischmenge, die in Deutschland verzehrt werden. Umgerechnet sind das rund 0,05 kg (50 g) pro Jahr und Person. Deutlich mehr Pferdefleisch wird beispielsweise in Italien, Belgien und Frankreich gegessen.

Ist Pferdefleisch für Menschen gefährlich?

Genusstaugliches und für die Lebensmittelerzeugung zugelassenes Pferdefleisch stellt kein Problem dar. Aber Pferdefleisch ist jedes Jahr Gegenstand zahlreicher Warnungen des EU-Schnellwarnsystems RASFF, indem Warnmeldungen zu Lebensmitteln aus ganz Europa veröffentlicht werden. Allein im Jahr 2012 wurden ungefähr 30 mal vor Pferdefleisch gewarnt. So wurden zu hohe Cadmiumwerte in Pferdefleisch nachgewiesen – Pferde speichern Cadmium in der Muskulatur, aber auch einige Betrugsfälle mit Pferdefleisch sind dokumentiert. Das größte Problem stellt aber der verbotene Einsatz von Medikamenten dar. So muss jedes Pferde einen sogenannten „Equidenpass“ tragen. Dieser soll anzeigen, ob das Pferd als ein „Lebensmittelpferd“ oder ein „Nichtlebensmittelpferde“ eingestuft ist. Dass diese Trennung in der Praxis häufig nicht funktioniert, zeigen die vielen Warnmeldungen. In Pferdefleisch werden regelmäßig Medikamente wie Clenbuterol oder Phenybutazon gefunden, die in Lebensmitteln nicht erlaubt sind.

Die letzte Warnmeldung der EU stammt von Anfang Februar 2013. Gekühltes Pferdefleisch aus Großbritannien enthielt das Medikament Phenylbutazon. Es wurde nach Behördenangaben in Großbritannien und den Niederlanden vertrieben.

Phenylbutazon wird häufig bei Pferden therapeutisch angewendet und zum Teil als Dopingmittel im Pferdesport missbraucht. Lebensmittel liefernde Pferde dürfen aber EU-weit damit nicht behandelt werden. In anderen Ländern ist der Einsatz möglich, zum Beispiel in den USA oder Mexiko, die Pferdefleisch nach Europa exportieren.

In der Humanmedizin wird Phenylbutazon vereinzelt als Antirheumatikum eingesetzt. Nebenwirkungen des Arzneimittels sind auch bei kurzzeitiger Anwendung Blutungen im Magendarmtrakt oder Magen­schleimhaut­geschwüre. Welche Gefahren von mit Phenylbutazon belasteten Lebensmitteln ausgehen, ist noch zu wenig untersucht worden.

Wurde in Deutschland von den Behörden vor dem Skandal auf Pferdefleisch gesucht?

Vor dem Bekanntwerden des Deklarationsbetrugs wurde in Deutschland und auch in anderen EU-Ländern nicht routinemäßig bei Rindfleischprodukten auf Pferdefleisch untersucht, da es nicht verboten ist, Pferdefleisch – bei entsprechender Kennzeichnung – einzusetzen. Wonach man nicht sucht, das kann man auch nicht finden. Darauf setzten offensichtlich auch die Betrüger, denen klar war, dass die Pferdefleischuntermischung nicht sofort auffällt. Alle bekanntgewordenen Fälle in unserer ständig aktualisierten Tabelle

Ist Gläschenkost für Kleinkinder wie z. B. "Spaghetti Bolognese" vom Pferdefleischskandal betroffen?

Bisher ist noch kein Fall bekannt. Wir haben bei den Firmen Hipp, Alete und Bebivita nachgehackt: Alle drei bestätigen der Verbrauchrzentrale Hamburg, dass kein Pferdefleisch in Ihren Produkten vorhanden sein soll. Alete (Nestlé) hat einige Untersuchungen durchgeführt, Hipp und Bebivita schließen diese Fälle aufgrund Ihrer Qualitätsvorgaben und Eigenkontrollen aus.

Woher stammte das beanstandete Pferdefleisch?

Das Pferdefleisch stammt offenbar aus rumänischen Schlachtbetrieben. Über Zwischenhändler gelangte es dann nach Zypern und in die Nierderlande zu einem französiches Unternehmen, das dann die Lasagne hergestellt und an die Firma Findus verkauft hat. Diese belieferte die Supermärkte. Hier scheint eine international agierende Fälscherbande aktiv gewesen zu sein. Dieser Fall zeigt deutlich: Europa macht es Betrügern immer noch zu leicht, die Verbraucher zu täuschen. Überwachungsbehörden müssen schnell darauf reagieren und verstärkt Tierartenuntersuchungen bei Fleisch durchführen. Insgesamt sollen mindestens 13 Länder in den Skandal involviert sein.

Warum ist eine korrekte Kennzeichnung so wichtig? 

Es gibt viele Kulturkreise oder religiöse Gruppen, die bewußt kein Pferdefleisch essen wollen. Beispielsweise schreiben jüdische Speisegesetze den Verzicht auf Pferdefleisch vor. Im Islam gelten Pferde nicht als reguläre Lebenmsittel. Auch in den USA und in Großbritannien wird der Verzehr von vielen Personen sehr entschieden abgelehnt, z.B. weil Pferde als Haustiere gelten und den Menschen zu nahe stehen, um als Nahrungsmittel auf den Teller zu gelangen.  

Dieser Wunsch nach Transparenz hinsichtlich der verwendeten Tierart muss von der Lebensmittelindustrie unbedingt respektiert werden. Den Konsumenten darf nicht unwissentlich Pferdefleisch untergeschoben werden!

Kann man die Herkunft des Fleisches in Lebensmitteln erkennen?

Prinzipiell nein. Nur unverarbeitertes Rindfleisch und Rinderhackfleisch muss mit einer Herkunftsangabe gekennzeichnet sein. Sobald das Fleisch verarbeitet wird und in Fertiglebensmitteln, z.B. Lasagne landet, ist kein Hinweis mehr notwendig. Das wollen die Verbraucherzentralen schon lange verändern, da diese Angabe für viele Verbraucher eine wichtige Information im globalisierten Lebensmittelmarkt darstellt. Die Industrielobby macht sich weiter für die Verschleierung stark, so dass auch mit der neuen EU-Lebensmittelinformationsverordnung ab 2014 kaum eine Besserung in Sicht ist.

Gerade tiefgefrorenes Fleisch wird kreuz und quer durch Europa und die Welt geschickt. So kommt ein Großteil des Hähnchenfleisches für Convenience Produkte wie etwa "Chicken Nuggets" aus Brasilien oder Thailand, ohne dass Verbraucher das erkennen könnten. Im Gegenteil: Häufig steht auf den Produkten ein deutscher Hersteller und ein Genusstauglichkeitszeichen für einen deutschen Betrieb. Diese Angaben suggerieren vielen Verbrauchern, dass das verwendete Fleisch aus Deutschland stammen könnte.

Darf im Restaurant beim Burger Pferdefleisch verwendet werden?

Nein, bei der Bezeichnung Hamburger oder Beefburger kann man davon ausgehen, dass normalerweise nur Rindfleisch enthalten ist. Dafür gibt es in Deutschland konkrete Vorgaben. Verstöße dagegen sind bisher nicht bekannt geworden.

Wie erkenne ich Pferdefleisch?

Pferdefleisch ist rot bis dunkelrot und schmeckt leicht süßlich. Die Farbe ist vom Alter der Pferde abhängig. Beim Verkauf von Fleisch muss immer die Tierart angegeben werden. Fleisch von Pferden muss also als „Pferdefleisch“ oder verarbeitet z. B. als „Rossbratwurst“ gekennzeichnet werden. In Fertiggerichten wie Lasagne müsste in der Zutatenliste ebenfalls „Pferdefleisch“ aufgeführt werden. Der Verbraucherzentrale Hamburg sind keine Produkte mit Pferdefleisch in deutschen Supermärkten bekannt.

Was sollten Behörden und Gesetzgeber tun?

Bei einem global vernetzen Lebensmittelmarkt sind Eigenkontrollen der Hersteller zu wenig wirksam, es bedarf einer verstärkten unabhängigen  und koordinierten Kontrolle durch die Lebensmittelüberwachung in den europäischen Länder. Die Kontrollen dürfen aus Kostengründen nicht weiter reduziert werden.

In dem weltweit vernetzten Lebensmittelmarkt ist auch eine einfachere und schnellere Rückverfolgbarkeit notwendig. Bisher müssen Händler und Hersteller nach der EU-Basis Verordnung die Rückverfolgbarkeit immer nur "eine Stufe vor" und "eine Stufe zurück"  dokumentieren. Das ist zu wenig. Es muss für Lebensmittel eine Art Laufzettel geben, auf dem der ganze Weg des Fleisches dokumentiert wird, eine stufenübergreifende Rückverfolgbarkeit. Das würde Tricksereien auf den oft verworrenen Wegen der Lebensmittel deutlich erschweren.

Verbraucher wollen wissen, woher die Lebensmittel stammen. Die Herkunft des Fleisches muss auch bei verarbeiteten Produkten auf der Verpackung stehen.  

Stand vom Montag, 3. Juni 2013

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