Rettet die Frischmilch!
(01.07.2011) Hier gibt's noch Frischmilch!
Wo Sie als Verbraucher noch Frischmilch finden können, erfahren Sie hier.
(12.10.2010) ESL-Milch teilweise schwer zu erkennen
Auf einigen ESL-Milch-Verpackungen ist der Hinweis "länger haltbar" so klein oder so versteckt aufgedruckt, dass sich immer wieder Verbraucher über diese Kennzeichnung beschweren. Hier zwei aktuelle Beispiele: Der Hinweis "Frischmilch" wird ganz dick gedruckt, der Hinweis "länger haltbar" geht in der allgemeinen Beschriftung unter. Senden Sie uns Ihre Verpackung oder ein Foto zu, wenn Sie mit der Kennzeichnung unzufrieden sind.
(10.08.2010) Alnatura muss die Kennzeichnung verbessern
Wie aktuelle Recherchen ergeben haben, verkauft die Firma Alnatura „frische Milch“, die bis zu elf Tagen haltbar ist. Aus Sicht der Verbraucherzentrale handelt es sich um ESL-Milch. Das ist anhand der Verpackung nicht ersichtlich. Die Firma hat zugesichert, die täuschende Deklaration zu überdenken. Die Verbraucherzentrale fordert, dass sich Alnatura der freiwilligen Selbstverpflichtung der Milchindustrie anschließt und die Tüten zukünftig mit „länger haltbar“ kennzeichnet. Denn die Magermilch wird bei Alnatura nach eigenen Angaben mikrofiltriert und der Rahm wird getrennt erhitzt. Erst danach wird die Milch – nach Einstellung des Fettgehaltes – pasteurisiert.
Zurzeit werden die Kunden durch den Hinweis „frische Milch“ getäuscht!
Ein weiterer Hinweis: Bei der sogenannten frischen Vollmilch Milchbrise (Hansa Milch Upahl) handelt es sich ebenfalls um ESL-Milch, erkennbar an der mehr als dreiwöchigen Haltbarkeit. Auch hier fehlt noch immer jeglicher Hinweis auf die längere Haltbarkeit! Der Anbieter wird aufgefordert, diese Täuschung zu beenden und sich der freiwilligen Selbstverpflichtung anzuschließen.
(25.06.2010) EU-Parlament stellt Kennzeichnungsverbesserung in Aussicht
Das EU-Parlament hat vorgeschlagen, dass die Milch ab einer Haltbarkeit von mehr als sieben Tagen nicht mehr als frisch bezeichnet werden darf. Die Verbraucherzentrale begrüßt diese Initiative!
(19. Oktober 2009) Real führt wieder Frischmilch ein
Das SB-Warenhausunternehmen Real führt ab sofort unter seinen Eigenmarken Quality und Bio wieder ausschließlich klassische Frischmilch. Nach einer Verlautbarung des Unternehmens reagiert Real damit auf zahlreiche in den letzten Monaten geäußerte Kundenwünsche.
(4. Februar 2009) Frischmilch: Verbrauchertäuschung geht weiter!
Enttäuschendes Verhandlungsergebnis zwischen Bundesverbraucherschutzministerium, Milchwirtschaft und Handel: ESL-Milch darf weiter „Frischmilch“ heißen. Das ist das Ergebnis von Gesprächen am 3. Februar 2009. Wir meinen: Wenn Milch bis zu 24 Tage haltbar gemacht und zu diesem Zwecke entsprechend behandelt wird, dann kann sie nicht mehr frisch sein und darf nicht so bezeichnet werden. Doch dieser einfachen Logik wollten das Bundesministerium, die Milchindustrie und der Handel nicht folgen. Vereinbart wurde auf der Basis einer Selbstverpflichtung eine freiwillige Kennzeichnung der ESL-Milch mit dem Hinweis „länger haltbar“ und der pasteurisierten Frischmilch mit dem Zusatz „traditionell hergestellt“. Damit geht der schleichende Etikettenschwindel mit den verwirrenden Bezeichnungen weiter. ESL-Milch darf weiter frisch genannt werden, auch Fantasie-Namen wie „Maxifrisch“ sind laut Vereinbarung nicht untersagt. Bei der pasteurisierten Milch erweckt der Zusatz „traditionell“ den Eindruck, als hätte die Bäuerin noch selbst unter der Kuh gesessenen und eigenhändig die Milchkannen befüllt. Welch eine realitätsferne und völlig überflüssige Deklaration!
Die Interessen der Verbraucher, pasteurisierte frische Milch auf den ersten Blick erkennen zu können, werden nur unzureichend berücksichtigt. Es wird keine wirkliche Transparenz am Kühlregal geschaffen. Die Verbraucherzentrale bleibt bei ihren Forderungen:
- Es muss sichergestellt sein, dass Frischmilch weiter verfügbar ist.
- Der Begriff „Frischmilch“ soll der üblichen pasteurisierten Milch vorbehalten bleiben.
- Statt dieser laschen Selbstverpflichtung sollte die nationale Kennzeichnungsverordnung geändert und für die ESL-Milch eine eigene Verkehrsbezeichnung gebildet werden
(22. Januar 2009) Überwältigende Resonanz auf Frischmilch-Aktion
Mit bis jetzt rund 400 E-Mails und 100 Anrufen aus Deutschland, der Schweiz und sogar den USA haben uns die Verbraucherinnen und Verbraucher seit dem 8. Januar in unserem Kampf für Frischmilch im Handel und bessere Kennzeichnung unterstützt. Herzlichen Dank dafür! Gemeinsamer Tenor: Verbraucher möchten auch weiterhin pasteurisierte Frischmilch kaufen und sich nicht durch ein eingeschränktes Angebot in ihrer Wahl vom Handel bevormunden lassen. Auch die Medien hat das Thema interessiert: In 80 Presseartikeln und 13 Fernseh- und Radiointerviews konnten wir auf das Anliegen der Verbraucher nach größerer Wahlfreiheit und besserer Kennzeichnung aufmerksam machen.
Unterstützen auch Sie uns: Die Verbraucherzentrale Hamburg nimmt Beschwerden und Informationen zu Einkaufsquellen – Stichwort „Rettet die Frischmilch“ – an. Mit Ihrer Stimme (Anruf unter (040) 248 32-240) oder E-Mail an ernaehrung@vzhh.de) können Sie unsere Forderung nach Erhalt der Frischmilch und bessere Kennzeichnung unterstützen.
(8. Januar 2009) Marktcheck der Verbraucherzentrale
Immer mehr Supermärkte nehmen Frischmilch aus dem Angebot. Bei Aldi, Lidl und Penny gibt es gar keine frische Milch mehr. Bei Alnatura beträgt der Frischmilch-Anteil 40 %, bei REWE 23 %, bei Real nur noch 5,9 %. Das ist das alarmierende Ergebnis einer aktuellen Untersuchung der Verbraucherzentrale Hamburg.
Die jetzt in den Regalen ganz überwiegend zu findende Milch wird als „länger frisch“ oder „maxi frisch“ bezeichnet, ist aber keine Frischmilch. Es ist ESL-(Extended Shelf Life)Milch, die auf über 120 Grad Celsius erhitzt oder mikrofiltriert wurde. Viele Verbraucher erkennen nicht, dass es sich nicht um Frischmilch handelt. Werden Fisch oder Eier gekocht, würde sie niemand als frisch bezeichnen. Es ist daher irreführend, wenn Milch ‚maxi frisch’ heißt, obwohl sie gar nicht mehr frisch ist.
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Schlecht gekennzeichnete ESL-Milch
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Schlecht gekennzeichnete Bio-ESL-Milch
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Wir kritisieren vor allem die Kennzeichnung der Milch: Anders als bei der H-Milch und der pasteurisierten Frischmilch gibt es keine vorgeschriebene Kennzeichnung für ESL-Milch. Sie wird unter der Flagge „Frischmilch“ verkauft. Die Anbieter nutzen Lücken im Gesetz. Nur dadurch konnte es gelingen, das wertvolle Lebensmittel fast bis zum letzten Tropfen aus den Geschäften zu verbannen.
Die Vorteile liegen einseitig beim Handel, da die Tüten länger im Regal stehen können. Die Produktion der ESL-Milch ist ökologisch kaum vertretbar. Sie verbraucht sinnlos Energie, etwa für den Transport der Milch und die Erwärmung in den Molkereien. Der Handel profitiert, da er Milch auch aus den letzten Winkeln Deutschlands und über die Grenzen hinaus beziehen kann. Regionale Molkereien, die die Milch nur über kurze Wege transportieren und damit einen Beitrag zum Klimaschutz leisten, haben das Nachsehen.
Den Verbrauchern wird ein wertvolles Lebensmittel, insbesondere für Kinder, vorenthalten. Milch-Gourmets bemängeln überdies den Kochgeschmack der ESL-Milch. Die Verbraucherzentrale Hamburg fordert eine klare Kennzeichnung. Anhand der Verkehrsbezeichnung muss deutlich werden, dass es sich bei ESL-Milch nicht um Frischmilch handelt. Der Handel wird aufgefordert, weiter Frischmilch anzubieten.
Den Kunden ruft die Verbraucherzentrale zu: „Nehmen Sie diese Bevormundung nicht hin!“ Die Verbraucherzentrale nimmt Beschwerden und Informationen zu Einkaufsquellen – Stichwort „Rettet die Frischmilch“ – an. Mit Ihrer Stimme (Anruf unter (040) 248 32-240) oder E-Mail an ernaehrung@vzhh.de) können Sie unsere Forderung nach Erhalt der Frischmilch und bessere Kennzeichnung unterstützen.
Stand vom Freitag, 29. Juli 2011
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