Alles Lug und Trug!

Bekannte Begriffe wie „backen“, „frisch“ oder „Apfelsaft“ werden von der Lebensmittelindustrie oft verfälscht eingesetzt. Die Wirklichkeit sieht häufig anders aus als die Erwartungen der Verbraucher. Wir haben die häufigsten Tricks der Branche in einer Liste zusammengefasst und fordern klare Bezeichnungen, mit denen Sie nicht mehr hinters Licht geführt werden.

Sprache, die täuscht

So mancher Kunde fällt auf sprachliche Formulierungen herein, bei denen Erwartung und tatsächliche Beschaffenheit nicht übereinstimmen. So verkaufen beispielsweise Supermärkte Brötchen als „gebacken“, obwohl nur halbfertige, tiefgefrorene Teiglinge in Aufwärmautomaten erhitzt werden. Als „frisch“ kann auch eine drei Wochen alte Milch ausgelobt sein, die hoch erhitzt wurde, und ein Apfelsaft muss längst nicht mehr nur durch das Auspressen von Äpfeln entstehen.

Unser Fazit: Die Sprache entspricht oft nicht der industriellen Verarbeitung von Lebensmitteln, sie verändert und täuscht dann die Verbraucher. Das ist Sprachpolitik im Profitinteresse. Denn die Unternehmen versuchen mit beschönigenden Worten ihren Absatz und Gewinn anzukurbeln.

Sie wollen genau wissen, mit welchen Bezeichnungen die Industrie Kasse machen möchte? In unserer Liste zur profitablen Sprachpolitik der Lebensmittelbranche mit Abbildungen und Erläuterungen werden Sie fündig.

 

Mehr Transparenz für Verbraucher

Im Sinne des Verbrauchers wäre es, die Bezeichnungen der Produkte konsequent zu ändern. Wenn Lebensmittel nicht das enthalten, was sie versprechen, oder nicht wie beschrieben hergestellt werden, dann muss das auf den ersten Blick klar sein. Wir fordern eine ehrliche und transparente Kommunikation:

  • Wo Brötchen nur aufgewärmt und nicht gebacken werden, muss das auch so benannt werden.

  • Wenn „ohne Zuckerzusatz“ oder „alkoholfrei“ auf der Verpackung steht, dann darf auch nichts drin sein.

  • Weidemilch kann nicht von Kühen stammen, die nur sporadisch oder niemals Weidegang hatten.

Stand vom Mittwoch, 5. März 2014

zurück