Magnesium in der Überdosis

Der Großteil der Bevölkerung Deutschlands ist heute mit Nährstoffen ausreichend versorgt. Dennoch wird in Deutschland jährlich mehr als eine Milliarde Euro für Nahrungsergänzungsmittel wie zum Beispiel Magnesiumprodukte, Vitaminpräparate oder Fischölkapseln ausgegeben. Viele Anbieter von Nahrungsergänzungsmitteln vermitteln Verbrauchern, sie würden ihrer Gesundheit etwas Gutes damit tun. Häufig aber sind solche Produkte Geldverschwendung, manchmal sogar gesundheitsgefährdend.

Magnesiumprodukte oft überdosiert und falsch beworben

Ein aktueller Marktcheck der Verbraucherzentralen offenbarte, dass etwa bei magnesiumhaltigen Nahrungsergänzungsmitteln einiges im Argen liegt:

  • 64 Prozent der untersuchten Produkte wiesen eine zu hohe Dosierung des Mineralstoffes auf. Je nach Magnesiumkonzentration kann es dadurch zu Nebenwirkungen wie Durchfall und Erbrechen kommen.

  • Viele der Produkte enthalten außerdem Vitamine und Mineralien in zu hohen Dosierungen oder ungünstigen Kombinationen.

  • Bei 40 Prozent der im Internet vertriebenen Magnesiumprodukte warben die Anbieter zudem mit nicht zugelassenen Gesundheitsaussagen.

Wenn Sie wissen möchten, welches Produkt wie abgeschnitten, werfen Sie einen Blick in den Ergebnisbericht des Marktchecks.

Nahrungsergänzungsmittel in (fast) aller Munde

Jeder dritte Deutsche nimmt laut einer Umfrage der Verbraucherzentralen Nahrungsergänzungsmittel ein. Rund die Hälfte der Befragten meinte, Nahrungsergänzungsmittel seien gesundheitsfördernd und die Produkte seien geprüft. Das ist leider ein Irrglaube. Verbraucher wissen zu wenig über diese Produkte und unterschätzen daher die Risiken.

Behördliche Zulassung von Nahrungsergänzungsmitteln fehlt

Knapp die Hälfte der Verbraucher (47 Prozent) vertraut laut der Umfrage darauf, dass Nahrungsergänzungsmittel, die in Deutschland verkauft wer-den, vorher amtlich auf Wirksamkeit und Sicherheit geprüft wurden. Das ist jedoch nicht der Fall: Hersteller müssen neue Produkte lediglich anmelden.