Mit Pillen schneller durchs Ziel?

Viele Menschen greifen zu Nahrungsergänzungsmitteln, weil sie glauben, dass die Produkte die Gesundheit fördern. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage im Auftrag der Verbraucherzentralen hervor. Vor allem Sportler denken häufig, dass sie ein Extra an Mineralstoffen, Aminosäuren, Vitaminen und Proteinen brauchen, um gute Leistungen zu bringen. Das gilt aber nur in Ausnahmefällen wie etwa bei Leistungssportlern im intensiven Training vor Wettkämpfen. Den Bedarf an Eiweiß, Vitaminen und Mineralstoffen können Freizeitsportler mit einer ausgewogenen Ernährung gut abdecken.

Nahrungsergänzungsmittel werden nicht auf Wirksamkeit geprüft

Rechtlich gehören Nahrungsergänzungsmittel zu Lebensmitteln, für deren Sicherheit der Hersteller oder Inverkehrbringer Sorge tragen muss. Anders als Medikamente werden sie nicht auf Wirksamkeit und Nebenwirkungen geprüft. Bei längerer hoch dosierter Einnahme sind gesundheitliche Risiken nicht auszuschließen. Bereits im Januar hatten die Verbraucherzentralen Ergebnisse einer Marktuntersuchung veröffentlicht, wonach beispielsweise Magnesiumpräparate häufig überdosiert werden.

Darauf sollten Sportler bei Nahrungsergänzungsmitteln achten

  • Die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln kann mit einem Risiko verbunden sein, insbesondere wenn sie hoch dosiert erfolgt: Es kann zu einer gesundheitlich bedenklichen Überversorgung mit bestimmten Stoffen kommen.

  • Auch Wechselwirkungen mit Medikamenten sind möglich. Davon sind vorrangig Seniorensportler betroffen.

  • Besonders kritisch sind auch Produkte aus unsicheren Quellen im Internethandel zu bewerten. Viele Produkte für Sportler sind verunreinigt, z. B. mit gesundheitsschädigenden Substanzen und solchen, die als Dopingmittel gelten.

Wenn Sie dennoch Nahrungsergänzungsmittel in Betracht ziehen, sollten es Produkte sein, die auf Dopingsubstanzen geprüft wurden. Bei einem Bedarf an Nahrungsergänzungsmitteln – im optimalen Fall zusammen mit einem Ernährungsberater oder Arzt ermittelt – hilft ein Blick auf die Kölner Liste, die jedoch keine allgemeine Empfehlung für Nahrungsergänzungsmittel ist.

Zum Weiterlesen

Mit ihrem neuen Internetportal „Klartext Nahrungsergänzung“ bringen die Verbraucherzentralen mehr Transparenz in den unübersichtlichen Markt von Nahrungsergänzungsmitteln. Dort erhalten Sie nicht nur Informationen, sondern können auch Fragen stellen und Beschwerden loswerden. Schauen Sie doch mal vorbei: www.klartext-nahrungsergaenzung.de.

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Stand vom Donnerstag, 15. Juni 2017

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