Sofortrente für 85-Jährige
Eine Verbraucherin schreibt uns im Februar 2011:
"In FinanzTest 9/2007 hatte ich einen Artikel gelesen über Finanzberatung für Senioren. Darin war auch ein Beitrag über eine Sofortrente fuer eine 83-Jährige. Unglaublich!
Nun ist Ähnliches auch meinen Eltern, 85 und 93 Jahre alt, widerfahren. Sie wollten lediglich Ihre Ersparnisse (50.000 Euro) anlegen. Allerdings sollte es keine langfristige Anlage sein. Sie wollten nur etwas mehr als die üblichen 1 % Zinsen auf einem Sparkonto erzielen. Sie sind langjährige Kunden der HypoVereinsbank und sie vertrauten ihrem Berater. Als sie aus der Filiale in Hamburg-XXX gingen, hatte meine Mutter (85) einen Vertrag über eine Sofortrente unterschrieben. Begünstigter im Falle ihres Todes war mein Vater (93). Die 50.000 Euro wurden schon bald abgebucht plus ein Einmalbeitrag in Höhe von 4.109 Euro.
Meine Mutter ist extrem schwerhörig (fast taub) und mein Vater kann einer solchen Verhandlung/Beratung aufgrund seines hohen Alters nicht mehr folgen.
Der Berater wusste das und hat die Situation gnadenlos ausgenutzt. Meine Mutter hat gar nicht gewusst, was sie unterschrieben hat! Ein Beratungsprotokoll hat sie zwar bekommen, ist aber nicht von ihr unterschrieben.
Nur durch einen Zufall habe ich rechtzeitig davon erfahren und konnte einen Widerruf erwirken. Das Geld wurde zurück ueberwiesen. Ich wollte die HypoVereinsbank wegen Falschberatung verklagen, aber meine Eltern sind einer solchen Auseinandersetzung nicht mehr gewachsen.
Deshalb möchte ich wenigstens unsere Geschichte weiter erzählen, damit noch mehr getan wird, um ältere Menschen vor der „Abzocke“ zu schützen".
Stand vom Montag, 18. April 2011
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