Massive Kürzungen bei privaten Rentenversicherern
Wer eine monatliche Rente aus einer privaten Rentenversicherung bezieht, muss mit massiven Kürzungen rechnen – schlimmstenfalls kann die gesamte sog. "Überschussrente" auf Null heruntergesetzt werden und es bleibt nur die "garantierte Rente".
Unsere Beispiele der Allianz Unterstützungskasse, der HUK-Coburg, der Provinzial, des Gerling-Konzerns und der Winterthur dokumentieren eine Kürzung der Gesamtrente um bis zu 25 % in nur zwei Jahren!
Schlimm: Man kann nichts dagegen unternehmen. Man kann noch nicht einmal den Vertrag kündigen, denn eine einmal abgeschlossene private Rentenversicherung ist ab Rentenbezug eine Entscheidung fürs Leben! Gäbe es solche Rentenkürzungen bei der gesetzlichen Rente – ein Volksaufstand wäre wohl die Folge. Doch bei der "privaten" Versicherung wird die Rentenkürzung ungerührt im Kleingedruckten festgeschrieben.
Noch schlimmer: Diese Vorsorgeform wird gerade zum Nachfolgemodell der schwächelnden Kapital-Lebensversicherung hochgepuscht!
Unser Rat: Schließen Sie keine private Rentenversicherung ab – nicht zum Sparen bis zum Rentenalter, und erst recht nicht danach, ab Eintritt ins Rentenalter. Es gibt bessere Alternativen:
Bis zum Rentenalter Sparbriefe, Bundesschatzbriefe, ein gut ausgewählter "Riester"-Vertrag, eine Immobilie oder evtl. Fonds.
Ab Eintritt ins Rentenalter zum Beispiel die viel transparenteren und flexibleren Entnahmepläne bei Banken und Sparkassen oder aus einem Fondsguthaben.
Stand vom Sonntag, 23. August 2009
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