Versuchskaninchen für die Pharmaindustrie?

Wer mit Bahn oder Bus fährt, wird täglich aufgefordert, an irgendeiner Studie teilzunehmen. Mal geht es um neue Medikamente gegen Hautkrankheiten (Schuppenflechte zum Beispiel), mal um Inkontinenz, mal um neue medizinische Verfahren (Beispiel: elektrische Muskelstimulation bei Diabetikern, die unter Nervenschmerzen an den Beinen leiden). Mal werden Gesunde gesucht, mal Kranke. Manchmal wird auch in der Anzeige schon eine Aufwandsentschädigung versprochen.

Haben Sie sich, als Sie so eine Anzeige sahen, schon einmal gefragt: Ist das Angebot seriös? Soll ich da mitmachen? Was könnte mir eventuell passieren?

Dann gehören Sie zur Zielgruppe dieser Werbung - und des Merkblattes, das im Forum Patientenvertretung in Hamburg entwickelt wurde. Es hat den Titel "Soll ich an einer Studie teilnehmen, bei der Medikamente oder medizinische Verfahren getestet werden?" Darin geht es vor allem um Fragen vor der Teilnahme an einer Studie, um die Entscheidung dafür oder dagegen. Für Menschen, die bereits an medizinischer Forschung beteiligt sind, enthält das Merkblatt Hinweise auf weitere interessante Merkblätter, Broschüren und Bücher.

Die kostenlose Download-Version des Merkblatts der Patientenvertreter (siehe unten) hat vier Seiten. Die 8-seitige gedruckte Ausgabe in der Merkblatt-Reihe der Verbraucherzentrale Hamburg kann für 1,30 € im Infozentrum der Verbraucherzentrale erworben oder im Postversand für 3,30 € bestellt werden.

Was ist das Forum Patientenvertretung in Hamburg?

Seit 2004 sind Patientenorganisationen beratend an Gremien des Gesundheitswesens beteiligt. Auf der Bundesebene vor allem im Gemeinsamen Bundesausschuss, dem höchsten Organ der Gemeinsamen Selbstverwaltung von Ärzten, Krankenhäusern und Krankenkassen, das alle wichtigen Entscheidungen zur Gesundheitsversorgung der gesetzlich krankenversicherten Bevölkerung unterhalb des Gesundheitsministeriums zu treffen hat. In den Ländern sind Patientenvertreter vor allem an Entscheidungen beteiligt, die die Bedarfsplanung sowie die Zulassung von Ärzten, Psychotherapeuten und Zahnärzten betreffen, sowie an der Qualitätssicherung der Krankenhäuser. Die Patientenbeteiligung ist in den Paragraphen 140 f und g des fünften Sozialgesetzbuchs sowie in der Patientenbeteiligungsverordnung der Bundesregierung geregelt. Die nach diesen Bestimmungen zur Vertretung von Patienteninteressen befugten Organisationen sind für unser Bundesland im Forum Patientenvertretung in Hamburg zusammengeschlossen.

Stand vom Dienstag, 10. Mai 2011

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Seriöse Studienfirmen - Forum Patientenvertretung - Mai 2011 .pdf 76,30 kb 0,00 €