Post von Dr. Halsabschneider

Seit Monaten erkundigen sich immer wieder Verbraucher nach der Seriosität von Schreiben angeblicher Rechtsanwalts- und Notarkanzleien, in denen ihnen zu einem Gewinn in Höhe von sagenhaften 65.000 Euro gratuliert wird.

Die seriös erscheinenden Schreiben der Hamburger oder Berliner Kanzleien geben vor, man habe im Rahmen einer Verlosung der Versand- und Verlagshäuser den Hauptpreis gewonnen. Der versiegelte Geldkoffer müsse aus der Schweiz überführt werden. Zur Deckung von Zollgebühren und der Feststellung der Identität des Gewinners solle man vorab 799 Euro überweisen. Ein Überweisungsformular liegt den Briefen schon bei.

Seriöse Fassade

Doch Achtung, die angegebenen Anwälte sind natürlich frei erfunden, und der Gewinn soll in Wahrheit gar nicht ausbezahlt werden. Füllen Sie das Überweisungsformular aus, ist nur eins sicher: Ihr Geld ist weg!

Die falschen Kanzleien geben sich wohlklingende Namen und um seriös zu wirken, verzieren sie ihre Schreiben zusätzlich mit dem Wappen der Bundesländer Nordrhein-Westfalen oder Hamburg. Letzlich unterscheiden sich die Schreiben nur durch die Namen der Absender versehen. Sehen Sie selbst die Schreiben von Helsing & Weida, Reuter & KochPanagiotis & Becker oder Kleiser & Probst.

In den Schreiben ist auch eine Telefonnummer für Rückfragen angegeben. Wer dort anruft, erreicht gut geschultes Personal, das die Anrufer mit fadenscheinigen Erklärungen im Glauben lässt, die Angelegenheit sei rundum rechtmäßig.

Unser Rat

Egal wie seriös, egal wie nachvollziehbar und verlockend die Versprechungen erscheinen mögen, begegnen Sie solchen Mitteilungen stets mit Misstrauen.

  • Gehen Sie auf keinen Fall auf solche Gewinnbenachrichtigungen ein. Überweisen Sie auf keinen Fall Geld.

  • Melden Sie den Fall an die Bundesnetzagentur (www.bundesnetzagentur.de). Diese kann die verwendeten Telefonanschlüsse abschalten.

Stand vom Freitag, 28. Februar 2014

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