Per Klick in den Urlaub

Viele Menschen tüten ihren Urlaub gern noch auf den letzten Drücker mit ein paar Klicks übers Internet ein. Doch bei Reisebuchungen im Netz sollten Sie besser genau hinschauen, denn hier steht ihnen kein Widerrufsrecht zu.

In Ruhe auswählen

Die Stornierung einer gebuchten Reise ist immer mit Kosten verbunden. Wir empfehlen, erst das passende Angebot in Ruhe auszuwählen und genau zu prüfen, ob Preis, Leistung und Zeitraum stimmen. Genannt werden sollten die „wesentlichen Merkmale“ der Reise. Dazu gehören das Reiseziel, die Unterbringung und Verpflegung, der Preis, das Transportmittel sowie mögliche Pass- und Visumspflichten oder Impfbestimmungen. Mit einem Ausdruck der Informationen hat man alle Fakten schwarz auf weiß bei Bedarf zur Hand.

Aufpassen beim Reisepreis

Beim Reisepreis tricksen einige Anbieter besonders gern. Zusatzkosten für Transfer oder Serviceentgelte beispielsweise tauchen oft erst am Ende des Buchungsvorgangs auf. Sie sollten stets kritisch hinterfragen, ob es sich beim beworbenen Lockangebot wirklich um den Endpreis inklusive Mehrwertsteuer handelt. Ist der Urlaub gebucht, so gilt bei Pauschalreisen: Niemals den vollen Reisepreis oder Teilzahlungen vor der Aushändigung eines sogenannten Sicherungsscheins leisten, denn nur mit dem Schein sind Reisende vor dem Konkurs eines Veranstalters geschützt. Übrigens: Der Reisevermittler bzw. veranstalter darf Zahlungen nur fordern, wenn Ihnen der Sicherungsschein übergeben wurde. Lassen Sie sich also nicht zur Zahlung drängen, solange Sie keinen Sicherungsschein haben.

Auch ein Blick in die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Touristikunternehmens lohnt sich. Hier erfahren Sie beispielsweise, welche Kosten auf Sie zukommen, wenn Sie die Reise absagen oder ob eine Umbuchung unter bestimmten Voraussetzungen möglich ist.

Auf die Daten kommt es an

Um spätere Reisemängel geltend machen zu können, müssen alle Daten des Veranstalters auf dem Buchungsportal ersichtlich sein. Dazu gehören der Name, die Rechtsform des Unternehmens, der Name eines Vertretungsberechtigten, die vollständige Adresse, Telefon- und Faxnummer, E-Mail-Adresse und die Handelsregisternummer. Nicht immer hält eine Reise, was der Veranstalter verspricht. Von Reiseunternehmen im Ausland lassen sich Minderungs- oder Schadensersatzansprüche weitaus schwieriger einfordern. Für viele wäre dies Grund genug, sich für einen anderen Anbieter zu entscheiden.

Nur verschlüsselt übertragen

Eine verschlüsselte Übertragung der Buchungsdaten mit allen persönlichen Angaben wiederum sollte die Grundlage einer jeden Reservierung im Internet sein – gut zu erkennen am Symbol auf dem Rahmen des Browsers. Ist das Schloss geschlossen, wird die Seite geschützt übertragen, ist es offen, kann theoretisch jeder mitlesen.

Haben Sie noch Fragen?

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Stand vom Dienstag, 19. August 2014

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