Policendarlehen

Bei fehlenden Pflichtangaben Zinsreduzierung verlangen!

 

Wer bei seiner Versicherung ein sog. "Policendarlehen" aufgenommen hat und feststellt, dass bestimmte Angaben im Vertrag fehlen (Gesamtbetrag aller Zahlungen für Kosten bis zum voraussichtlichen Tilgungszeitpunkt (=Versicherungsablauf), Zinssatz und alle sonstigen Kosten, effektiver Jahreszins), kann eine Reduzierung auf den gesetzlichen Zinssatz (4 % p.a.) fordern. Das ergibt sich aus einem Gutachten des Hamburger Instituts für Finanzdienstleistungen.

Wer einen Kredit benötigt, aber schon jahrelang in eine Lebensversicherungs-Police eingezahlt hat, kann seine Police "beleihen". Das ist zwar ein schlechtes Geschäft (hätte der Sparer sich nicht so langfristig gebunden, sondern in "Etappen" gespart, bräuchte er jetzt keinen Kredit zu teuren Zinsen, sondern könnte auf sein Erspartes zurück greifen) - aber manchmal günstiger als ein regulärer Dispositions- oder Ratenkredit bei der Bank oder Sparkasse.

Doch nach unseren Beobachtungen nehmen es die Versicherer oft nicht so genau mit den nach dem BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) nötigen Formvorschriften. Angaben z. B. über den Gesamtbetrag aller Zahlungen fehlen fast immer! Dann hat der Kunde einen Anspruch auf Herabsetzung der Zinsen auf den gesetzlichen Zinssatz - so das Gutachten der Hamburger Kreditforscher.

Schauen Sie in Ihren Unterlagen nach, wenn Sie ein Policendarlehen aufgenommen haben. Wir überprüfen den Vertrag und sagen Ihnen, ob Sie eine Zinsreduzierung verlangen können. Die Prüfung kostet Euro 30 (am besten per formloser Einzugsermächtigung).

Stand vom Dienstag, 30. August 2011

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