Abofallenbetreibern geht es an den Kragen
Trotz massiver Aufklärung werden Verbraucher im Internet noch immer reihenweise über den Tisch gezogen. Abofallen sind scheinbar ein lohnendes Geschäftsfeld. Doch nun fordert erstmals eine Staatsanwaltschaft eine mehrjährige Haftstrafe für eine Gruppe besonders dreister Betrüger.
Prozess vorm Landgericht Hamburg
Die Betreiber der Onlineportale www.99downloads.de und www.online-downloaden.de mussten sich für ihre kriminellen Machenschaften vor dem Landgericht Hamburg verantworten. Die Angeklagten sollen rund 65.000 Nutzer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz geprellt und mehr als 4,5 Millionen Euro ergaunert haben. Ihre Opfer mussten für den Download eigentlich kostenloser Programme zahlen. Wer die Zahlungsaufforderung ignorierte, erhielt wenig später Mahnbriefe.
Den Hauptangeklagten verurteilte das Landgericht Hamburg am 21. März 2012 wegen banden- und gewerbsmäßigen Betrugs zu drei Jahren und neun Monaten Haft. Seine Mitangeklagten erhielten Bewährungsstrafen zwischen 12 und 22 Monaten oder Geldstrafen von bis zu 2800 Euro.
Signalwirkung für andere Kriminelle
Wir begrüßen es, dass sich endlich auch die Strafgerichte mit Abofallen im Internet und deren Betreibern beschäftigen. Das Urteil ist hoffentlich eine starke Warnung an alle, die mit solchen Abofallen auf die Schnelle das große Geld machen wollen!
Unsere Tipps bei Rechnungen von Abofallenbetreibern
Zahlen Sie nicht!
Bleiben Sie stur!
Lassen Sie sich nicht von Inkasso- oder Anwaltsbriefen unter Druck setzen!
Haben Sie selbst auch die Vermutung, dass Sie einer Abofalle aufgesessen sind? In unserem Artikel zu Abofallen haben wir umfangreiche Informationen für Sie zusammengestellt und eine Liste erstellt, in der die auffälligsten Seiten und deren Betreiber genannt werden!
Wir helfen weiter
Sind Sie in eine Abofalle getappt? Dann lassen Sie sich unter Telefon (040) 24832-107 einen Termin für eine Rechtsberatung im Bereich Telekommunikation geben (22 €/Beratung, ALG II-Empfänger zahlen gegen Nachweis die Hälfte).
Sie können sich auch telefonisch unter der Nummer 0900-1775441 (1,50 € aus dem deutschen Festnetz, mobil mehr), Montag bis Donnerstag von 10-18 Uhr, beraten lassen.
Stand vom Montag, 26. März 2012
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