Abofallen, Rundfunkgebühren, Telefonanbieter, Urherberrechtsverletzungen

Telefonwerbung T-online

T-Online wegen "cold call" verklagt

Dass Telefonwerbung illegal ist, müssten die Telekommunikationsfirmen eigentlich am besten wissen. Nicht aber die Telekom-Tochter t-online. Systematisch rief sie ihre Kunden an, um sie zu einer Umstellung oder Erweiterung ihrer Telefondienstleistungen zu überreden.

Das ist nicht erlaubt. Telefonwerbung ist nicht nur gegenüber "Neukunden" unzulässig, sondern auch dann, wenn die eigenen Kunden angerufen werden, um ihnen andere Verträge anzubieten.

Was die Kunden besonders ärgerte: Obgleich sie keine Zustimmung zu Sonderleistungen oder Vertragsänderungen gegeben hatten, wurde ihnen genau das unterstellt. Mühsame Korrespondenz mit t-online zur Wiederherstellung des ursprünglichen Vertragszustandes war die Folge.

Die Verbraucherzentrale hat t-online am 15. März 2005 abgemahnt und sie aufgefordert,

zu unterlassen, Verbraucher anzurufen oder (von sog. Call-Centern) anrufen zu lassen, um für Telekommunikationsdienstleistungen zu werben, wenn nicht die Verbraucher zuvor einer solchen telefonischen Kontaktaufnahme zugestimmt haben.

Auf die Abmahnung reagierte t-online nicht. Am 4. Mai 2005 haben wir daher Klage beim Landgericht Darmstadt gegen t-online International AG erhoben.

Am 20. Oktober 2005 haben wir die Klage erweitert. T-online soll den Kunden nicht einen Vertragsschluss unterschieben, wenn tatsächlich die Kunden gar nicht zugestimmt haben, sondern bloß schriftliche Informationen wollten.

Haben Sie auch ähnliches erlebt? Wurden Sie von t-online angerufen und erhielten anschließend eine "Auftragsbestätigung", obwohl Sie gar nichts bestellt hatten?

Berichten Sie uns davon! Schon jetzt können wir t-online die illegale Telefonwerbung beweisen. Doch je mehr Fälle wir dem Gericht vortragen können, um so besser!

Stand vom Freitag, 4. November 2005

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