Immer noch nicht zahlen!

Es war lange ruhig rund um die klassischen Abofallen, nun schlagen sie wieder zu:

Per E-Mail erhalten Verbraucher zurzeit die Nachricht, sie hätten sich über die Seite www.maps-routenplaner.net zur Zahlung verpflichtet. Eine Firma aus Frankfurt verschickt munter Rechnungen per E-Mail über 500 Euro, die per Amazon-Gutschein gezahlt werden sollen. Der Schreck ist angesichts der Summe natürlich groß, insbesondere, da im Fall des Widerrufs auch sofort eine Drohkulisse mit negativem Schufa-Eintrag, Kosten im oberen dreistelligen Bereich, Lohn- und Kontenpfändung, Zwangsvollstreckung und so weiter aufgebaut wird. Alles Quatsch, daher:

Zahlen Sie nicht!

Lassen Sie sich keine Angst einjagen, Ihr Blutdruck kann sich direkt wieder senken, denn:

Diese Forderung hat weder Hand noch Fuß, weder wurde durch die Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse ein Vertrag geschlossen, noch erfüllt die Seite in irgendeiner Weise die gesetzlichen Anforderungen der Buttonlösung, die seit 2012 strenge Regeln bei der Aufklärungspflicht zu kostenpflichtigen Bestellungen im Internet vorsieht.

In so einem krassen Fall der Missachtung aller Gesetze müssen Sie dem Anbieter gegenüber gar nicht reagieren, denn ein Vertrag zwischen Ihnen und dem Anbieter ist schlichtweg nicht zustande gekommen. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen, auch wenn die Drohungen wieder einmal schlimm klingen.

Nützlich könnte eine Strafanzeige gegen den Anbieter sein.

Noch Fragen?

Mehr über Abofallen lesen Sie in unserem Beitrag „Abofalle: Nicht zahlen“. Sie haben weitere Fragen oder wollen sich beraten lassen. Hier finden Sie unsere Beratungsangebote und -zeiten.

Stand vom Freitag, 17. Juni 2016

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