Mediaspar: Die Homeshopping-Abzocke

Die Verbraucherzentralen haben über das Frühwarnnetzwerk des Marktwächters Digitale Welt festgestellt, dass sich Verbraucher zunehmend über die Geschäftspraktiken der mediaspar GmbH beschweren. Viele Kunden zahlen im Endeffekt oft wesentlich mehr für die gekaufte Ware als anfangs angenommen, da der versprochene Cash-Back verweigert wird.

Teure Überraschung für Verbraucher

In seinen Werbesendungen lockt der Homeshopping-Anbieter mit Tiefstpreisen für Smartphones, Tablets oder Handyverträge. Das hört sich erst mal toll an, doch am Ende wartet eine böse Überraschung: Die versprochenen Boni werden vom Unternehmen einbehalten oder nur teilweise ausbezahlt.

Viele Verbraucher haben Probleme, die teils undurchsichtigen Vertragsbedingungen richtig zu verstehen. Mediaspar blendet in seinen Werbesendungen entscheidende rechtliche Informationen erst Minuten später ein, sodass sie schwer erkennbar sind. Das Verfahren, um in den Genuss des beworbenen Preisvorteils zu kommen, ist genauso intransparent. Kunden müssen für die Aktivierung der Gutschrift zu drei verschiedenen Zeitpunkten mit dem Unternehmen in Kontakt treten – das entspricht nicht dem gängigen Marktverhalten. 

Doch Verbraucher müssen sich auf zentrale Werbeaussagen wie den Preis verlassen können. Außerdem müssen vertragliche Regelungen für den Kunden nachvollziehbar und eindeutig sein. Die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein hat Mediaspar daher zur Abgabe einer Unterlassungserklärung aufgefordert.

Noch Fragen?

Wenn auch Sie Probleme mit Mediaspar oder Homeshopping-Anbietern haben sollten, helfen Ihnen unsere Juristen weiter. Hier finden Sie eine Übersicht unserer Beratungsangebote und -zeiten.

Stand vom Donnerstag, 23. Juni 2016

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