Zahnpasta: Der verflixte Rest

Morgens – halb acht – im Badezimmer: Die Zahnpasta ist so gut wie alle und den letzten Rest herauszuquetschen gelingt mal mehr oder weniger gut. Kennen Sie das auch?

Es gibt mittlerweile verschiedene Verpackungsarten und auch zahlreiche Techniken, um Zahncremetuben oder -behältern den versteckten Inhalt zu entlocken, allerdings ist gut gequetscht nicht immer halb gewonnen. Wir waren neugierig und haben uns gefragt, ob es Produkte gibt, bei denen man generell schlechter oder besser an die Reste kommt.

Wie viel bleibt kleben?

Wir haben überprüft, wie viel Zahnpasta Verbraucher aus vermeintlich leeren Packungen durchschnittlich noch herausbekommen und wie viel Restmenge zurückbleibt. Dabei haben wir nicht nur auf die inneren, sondern auch auf die äußeren Werte geachtet und geschaut, welchen Anteil die Verpackung am Gesamtgewicht hat. Es ist ein Versuch mit kleiner Fallzahl, der keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit, Repräsentativität bzw. Verallgemeinerung erhebt. Das Ergebnis unserer Untersuchung von elf Zahncremes:

Bei Zahnpasta bleiben bis zu 14 Prozent in der Verpackung hängen und landen ungenutzt im Müll. Die Zahnpasta „Aronal“ von Colgate-Palmolive in einer Kunststofftube schnitt bei unserer Stichprobe am schlechtesten ab. Immerhin 13 Gramm des Produkts klebten am Rand der Tube fest. Das macht 50 Cent für Zahnpasta, die später weggeworfen wird. Auch der Standbehälter „Thera Med 2in1 Original“ von Schwarzkopf & Henkel, der seiner Form wegen zunächst vorteilhafter zu sein scheint, konnte mit einer Restmenge von zehn Gramm nicht überzeugen.

 
Zwar hängt der in der Tube verbleibende Rest auch von der Konsistenz der Zahnpasta ab, aber schon durch die Wahl der richtigen Verpackung lässt sich Geld sparen. So zeigt die Zahnpasta „Theramed naturweiß“ im Vakuumspender, dass es auch anders geht. Sie erzielte mit einer Restmenge von rund zwei Gramm das beste Ergebnis in puncto Restenleerung.

Wie schwer wiegt die Verpackung?

Allerdings kommt die „Theramed naturweiß“ aus einem Spender mit Pumpsystem und den können wir nicht uneingeschränkt empfehlen, denn er ist groß, schwer und produziert jede Menge Plastikabfall – nämlich 43 Gramm, was einem Verpackungsanteil von 27 Prozent entspricht. Die klassische Kunststofftube der „Parodontax“ von GlaxoSmithKline hob sich dagegen mit nur etwas über sieben Gramm und einem sehr geringen Verpackungsanteil von fünf Prozent sehr positiv ab.

Häufig sind Verpackungen sowohl aufwändig als auch unnötig zugleich und stellen das eigentliche Produkt teilweise sogar in den Schatten. Diesen Verdacht sahen wir bei den „klassischen“ Zahnpastatuben nicht bestätigt.

Mehr zum Thema?

Auch bei Bodylotions haben wir bereits untersucht, welche Restmengen in welchen Verpackungsformen zurückbleiben. Hier finden Sie die Ergebnisse aus dem Jahr 2014.

Stand vom Donnerstag, 24. März 2016

zurück