Schüler auf Banktour - Ein Rucksack voller Fragen

Girokonten für Schüler, Auszubildende oder Studenten sind in der Regel kostenlos. Aber auch „Gratiskonten“ können Kosten mit sich bringen. Wenn zum Beispiel ein Mindestgeldeingang oder ein Mindestguthaben unterschritten werden, verlangen Banken oft Gebühren. Oder es ändert sich ab einem gewissen Alter oder mit dem Eintritt in‘s Berufsleben  einfach das Kontomodell oder die Gebührenstruktur. 

Natürlich kann man jederzeit seine Bank wechseln, wenn einem die Konditionen nicht mehr gefallen. Seit der neuen EU Regelung ist ein derartiger Bankwechsel auch einfacher geworden, da die laufenden Kosten (zum Beispiel für Miete, Stadtwerke, Krankenkassen, Versicherungen, Vereine, Telefon, Handy und Steuern) fast automatisch auf das neue Konto umgestellt werden. Trotzdem  scheuen viele Menschen den Bankwechsel. In Deutschalnd ist laut statstischem Bundesamt somit eine Scheidung wahrscheinlicher als ein Bankwechsel.

Deshalb macht eine frühzeitige und bewusste Entscheidung Sinn. Es lohnt sich, die unterschiedlichen Bedingungen zu vergleichen und so das beste Konto für sich zu finden.

Doch worauf muss ich nun wirklich achten und welche Fragen sollte ich stellen? Das lernen die Schülerinnen und Schüler mit der Banktour.

Die Banktour ist eine Projektidee, die an den Bedarf und die Gegebenheiten der Schule angepasst werden kann.

Plakat Banktour

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Der zeitliche Aufwand kann in etwa wie folgt kalkuliert werden:

  • 3 Unterrichtsstunden für Einführung sowie Vorbereitung der Erkundung einer Bank
  • 2 Unterrichtsstunden für den Bankbesuch oder die Onlinerecherche
  • 2 Unterrichtsstunden für die Nachbereitung in der Klasse oder in der Verbraucherzentrale

Zusätzlich sollte Zeit für die frühzeitige Terminvereinbarung mit den Banken eingeplant werden.

Ziel der Tour ist, dass junge Menschen die unterschiedlichen Möglichkeiten der Konditionsgestaltung der Dienstleistung „Girokonto“ kennenlernen. Welche Kosten können entstehen und wo liegen die Unterschiede und Besonderheiten zwischen den einzelnen Banken am Markt?

Die Jugendlichen sollen sich als umworbene Zielgruppe begreifen und der Bank dementsprechend aufgeklärt und selbstbewusst entgegentreten. Sie sollen lernen wo und wie sie sich eigenständig informieren und diese Informationen auch auswerten und vergleichen können.

Ablauf: Anknüpfend an die Thematik Haushaltsführung/ Einnahmen und Ausgaben erarbeiten wir mit den Schülerinnen und Schülern zunächst, warum ein Girokonto überhaupt notwendig ist. Danach bereiten sie sich unter Anleitung auf eine Expertenbefragung oder auch eine Onlinerecherche vor, die sie gruppenweise durchführen werden. Idealerweise besuchen die Gruppen verschiedene Kreditinstitute und/oder recherchieren unterschiedliche Online-Angebote, damit in der sich anschließenden Auswertung ein Vergleich der unterschiedlichen Institute mit ihren jeweiligen Angeboten möglich wird. 

Die Auswertung findet in der Verbraucherzentrale oder im Klassenraum statt. Die Ergebnisse werden zusammengetragen und präsentiert. Ergänzt wird die Präsentation der Schülerinnen und Schüler um rechtliche Aspekte, Verbraucherprobleme im Zusammenhang mit Bank und Girokonto sowie Besonderheiten bei Minderjährigen. 

Wenn Sie Interesse daran haben, dass wir die Banktour mit Ihrer Klasse durchführen, wenden Sie sich bitte an bildung@vzhh.de.

Das Konzept und die Materialien der „Banktour“ wurden im Projekt „Wirtschaftlicher Verbraucherschutz“ erarbeitet.

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Stand vom Dienstag, 25. Juli 2017

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