Girokonten im Schüler-Check

Mit kostenlosen Girokonten werben Banken und Sparkassen um Schüler, Auszubildende und Studenten als neue Kunden. Aber: Einmal kostenlos heißt nicht immer kostenlos. Das haben rund 50 Schülerinnen und Schüler des 10. Jahrgangs der Hamburger Erich Kästner Schule bei einem Marktcheck herausgefunden. Wir haben die Jugendlichen in einem dreitägigen Projekt auf ihrer „Banktour“ begleitet und gemeinsam mit ihnen erarbeitet, worauf sie bei der Wahl des passenden Kontos achten sollten.

Plakat mit Schülerfragen
Gesammelte Fragen für die Beratungsgespräche bei den Kreditinstituten
 
Mit einem Rucksack voller Fragen ließen sich die Schülerinnen und Schüler in Filialen der Hamburger Sparkasse, Hamburger Volksbank, Deutschen Bank, Commerzbank, Sparda Bank und Postbank beraten. Dabei erfuhren sie unter anderem, welche Kontokosten nicht auf den ersten Blick zu erkennen sind, welchen Zinssatz die Bankinstitute für den Dispokredit verlangen und wie man im Ausland Geld abheben kann.


Schülerinnen beim Beratungsgespräch in einer Filiale der Hamburger Volksbank

Das Fazit: Vergleichen lohnt sich!

Bevor man einen Vertrag abschließt, sollte man genau überlegen, was einem wichtig ist. Nur so lässt sich das individuell passende Angebot finden. Ob ein dichtes Netz an Geldautomaten vor Ort, die Möglichkeit, im Ausland schnell und einfach an Geld zu kommen oder doch eher Aspekte wie Sympathie einer bestimmten Bank gegenüber, jeder legt Wert auf andere Dinge. Wie sehr sich ein und dieselbe Dienstleistung bei den einzelnen Kreditinstituten unterscheidet, war eine wichtige Erkenntnis für die Schülerinnen und Schüler.

Erleben konnten die Jugendlichen auch, dass sie eine von Banken stark umworbene Zielgruppe sind. Es ist wichtig, den Unterschied zwischen einem Verkaufsgespräch und einer unabhängigen Beratung zu kennen. Ein Ziel der Banktour ist deshalb auch, dafür zu sensibilisieren, dass ein Bankmitarbeiter natürlich vorrangig im Interesse der Bank agiert.


Präsentation der „Banktour“-Ergebnisse im Podium

Durchgeführt wurde die „Banktour“ im Rahmen des Projekts „Hamburger Verbraucherschulen“, das von der Deutschen Stiftung Verbraucherschutz gefördert wird. Das Konzept und die Materialien der „Banktour“ wurden im Projekt „Wirtschaftlicher Verbraucherschutz“ erarbeitet.

Förderlogo BMJV

Mehr dazu lesen Sie in unserem Beitrag Schüler auf Banktour – Ein Rucksack voller Fragen.

Im Hamburg Journal wurde am 6. Juli 2016 über das Projekt berichtet. Hier geht's zur NDR-Mediathek.

Stand vom Dienstag, 9. August 2016

zurück