Geld zurück für Millionen

Achtung, wichtige Frist!

Wenn Sie Ihren Vertrag in 2009 gekündigt haben, drohte per Ende 2012 die Verjährung Ihrer Ansprüche. Durch einen Brief, mit dem Sie Ansprüche angemeldet haben, wird zwar die Frist gehemmt (§ 15 VVG). Dennoch: Wenden Sie sich sofort an den www.versicherungs­­ombuds­mann.de. Das Verfahren dort ist kostenlos, die Verjährung wird gehemmt.

_______________________________________

Bundesgerichtshof verdonnert Versicherer zu höherem Rückkaufswert und Erstattung von Stornoabzug – Versicherer mauern – Wir helfen mit Grundsatzklagen nach. Holen Sie sich Nachschlag!

Wer eine Kapital-Lebensversicherung oder eine private Rentenversicherung ab Januar 1995 abgeschlossen und seither gekündigt hat, kann von seinem Versicherungsunternehmen Nachschlag fordern. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) in mehreren Urteilen vom 12. Oktober 2005 (Az. IV ZR 162/03, 177/03 und 245/03), vom 25. Juli 2012 (Urteil, Az. IV ZR 201/10), vom 17. Oktober 2012 (Az. IV ZR 202/10), vom 14. November 2012 (Az. IV ZR 198/10) und vom 19. Dezember 2012 (Az. IV ZR 200/10) entschieden. Gleiches gilt für fondsgebundene Lebens- oder Rentenversicherungen (Urteil vom 26. September 2007, Az. IV ZR 321/05).

Auch die Klauseln des Marktführeres Allianz (Verträge, die bis Ende 2007 abgeschlossen wurden) sind unwirksam. Das Urteil des OLG Stuttgart vom 18. August 2011 ist rechtskräftig geworden, nachdem der Versicherer seine zunächst beim BGH eingelegte Beschwerde im Dezember 2012 zurückgenommen hat.

1.Wen betrifft das?

Verbraucher mit Verträgen, die ab 1995 abgeschlossen und seither wieder gekündigt (bzw. beitragsfrei gestellt) wurden. Denn laut Bundesgerichtshof

  • durften diese Verträge nicht mit einem Stornoabzug belastet werden und

  • haben die Verbraucher einen Anspruch auf einen Mindestrückkaufswert. Der beträgt knapp die Hälfte der eingezahlten Beiträge.

Beispiel: Pro Monat wurden 100 Euro Prämie gezahlt. Der Vertrag wurde nach 18 Monaten gekündigt. Der Rückkaufswert betrug 0 Euro. Nach der Formel des Bundesgerichtshofs ist das zu wenig. Der Kunde kann knapp die Hälfte der eingezahlten Beiträge verlangen, also rund 850 Euro. 

2.  Was tun?

  • Berufen Sie sich auf die Entscheidungen und fordern Sie von Ihrem Versicherer Geld zurück. Sie finden hier einen  Musterbrief Rückkaufswert (Download 90 Cent). Vervollständigen Sie diesen und senden Sie das Schreiben an Ihren Versicherer. Eine Kopie schicken Sie bitte an uns (Verbraucherzentrale Hamburg, Kirchenallee 22, 20099 Hamburg oder versicherungen@vzhh.de). Sie sind dann registriert und werden über das weitere Vorgehen informiert.

  • Wenn Sie keine oder nur eine unbefriedigende Antwort von Ihrem Versicherungsunternehmen bekommen haben, können Sie Ihren Vertrag und die Antwort Ihres Versicherers von uns prüfen lassen. Wir geben Tipps für weitere Schritte.

  • Informieren Sie auch Ihre Verwandten, Bekannten und Freunde über die Gerichtsurteile und ermuntern Sie sie, sich mit unserem Musterbrief an ihren Versicherer zu wenden! Viel zu wenig Betroffene machen ihren Anspruch geltend. Die Versicherer freut's: Sie sparen Geld.

 

Unser Ziel: Wir wollen, dass das Geld, das Sie als Verbraucher für später auf die Seite legen, Ihnen auch ungeschmälert im Alter zur Verfügung steht und nicht in die Taschen der Versicherer und ihrer Vertriebsorganisationen fließt.

3. Mehr zu den Themen

  • Altverträge (Verträge, die vor 1995 unterschrieben wurden)

4. Mit unseren Klagen …

… bahnen wir Verbrauchern den Weg, damit nicht jeder einzeln vor Gericht ziehen muss. Doch mit Anwalts- und Gerichtskosten müssen wir in Vorleistung treten.

Mit einer Spende (Stichwort: „Lebens- und Rentenversicherung”) helfen Sie uns, möglichst schnell viele Versicherer zu verklagen und Ihre Interessen durchzusetzen.

  • Nutzen Sie unser Online-Spendenformular für Ihre finanzielle Unterstützung: Ihre Daten werden im SSL-Format verschlüsselt an uns übertragen.

  • Oder überweisen Sie direkt auf unser
    Konto 84 35 100
    Bank für Sozialwirtschaft
    BLZ 251 205 10
    IBAN DE47251205100008435100
    BIC BFSWDE33HAN
    Gläubiger-Identifikationsnummer: DE60VZH00000343627

Die Verbraucherzentrale Hamburg e.V. ist gemeinnützig. Ihre Spende ist steuerlich absetzbar. Sie erhalten eine Zuwendungs­bestätigung.

5. Wie alles begann...

Wir kämpfen seit 2005 für Ihre Rechte und Ihr Geld in Sachen Lebens- und Rentenversicherungen. Lesen Sie mehr darüber in den Nachrichten zur Durchsetzung der BGH-Entscheidungen.

 

 

 

 

 

 

Stand vom Dienstag, 14. Mai 2013

zurück