Rückkaufswerte, Teilzahlungszuschlag, Lebens- und Rentenversicherung, Berufsunfähigkeitsversicherung, Klauseln

Versicherungen gegen Arbeitslosigkeit

Die können Sie sich sparen.

Arbeitsplatz weg, Kredite gefährdet, Lebensunterhalt kaum gedeckt?
Von dieser Not sind viele betroffen. Ein vermeintlicher Rettungsanker scheint eine (private) Versicherung gegen Arbeitslosigkeit zu sein. Doch eine Analyse der Angebote zeigt: Diese Versicherung kann man sich sparen. Mit ihr kann man nicht wirklich das finanzielle Risiko einer (langfristigen) Arbeitslosigkeit abdecken. Und bei vorübergehender Arbeitslosigkeit zahlen Sie leicht mehr ein, als Sie herausbekommen.

Die Knackpunkte:

  • Die Versicherer nehmen Ihren Antrag nur an, wenn Sie schon eine Weile beschäftigt sind und nicht mehr, wenn Sie ab Mitte Fünfzig sind – die riskanten Fälle sind damit schon ausgenommen.
  • Die Leistungen sind meist auf ein oder zwei Jahre begrenzt – aber gerade dann wird die finanzielle Lage für die Arbeitslosen besonders prekär.
  • "Ratenausfallversicherungen" gelten meist nur für ein Jahr. Läuft der Kredit länger, nützt das herzlich wenig.
  • Bei der privaten Arbeitslosenversicherung, mit der das gesetzlich gezahlte Arbeitslosengeld aufgestockt wird, gilt als Faustregel: Wer sieben Jahre einzahlt, bekommt mehr heraus, wenn er sein Geld auf einem Sparkonto angelegt hätte.
  • Wer seinen Arbeitsplatz selber kündigt, bekommt nichts – die Versicherung greift nur bei "unverschuldeter" Arbeitslosigkeit.
  • Schnell eine Versicherung abschließen, wenn der Arbeitsplatz gefährdet ist – das geht nicht. Denn die Wartezeit beträgt zwischen vier und 24 Monaten.

Unser Tipp:
Versuchen Sie lieber, sich durch normales Sparen eine Rücklage für solche Notzeiten zu schaffen. Wer das nicht kann, muss im Fall der Arbeitslosigkeit radikal die Ausgaben reduzieren. Und die richtigen Prioritäten setzen: Miete und Unterhalt für die Familie sind wichtiger als die Kreditraten! Sprechen Sie rechtzeitig mit Ihrem Geldinstitut. Zwar kann die Bank Ihren Kredit kündigen, wenn Ihre Einkünfte geringer werden – sogar dann, wenn Sie es weiter schaffen, die Raten pünktlich zu zahlen. Dennoch ist es besser, wenn Sie den Stier bei den Hörnern packen, als wenn Sie den Kopf in den Sand stecken.

 

Stand vom Mittwoch, 13. Oktober 2010

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