Verbraucherumfrage: Wo drückt der Schuh?

Versteckte Preiserhöhungen durch sogenannte „Mogelpackungen“ und Unmengen von Plastik bei Verpackungen – darüber ärgern sich viele Verbraucher in Hamburg besonders. Das ist eines der Ergebnisse der Online-Umfrage zum „Verbraucherschutz-Pegel“, deren Auswertung wir gemeinsam mit der Hamburger Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz (BGV) anlässlich des Weltverbrauchertags am 15. März veröffentlicht haben. Insgesamt 1.035 Verbraucher haben zum Jahreswechsel 2016/2017 an der Erhebung teilgenommen.

Lebensmittelthemen besonders wichtig

Der wichtigste Themenbereich für Hamburger Verbraucherinnen und Verbraucher sind und bleiben Lebensmittel: 98,2 Prozent der Befragten (Vorjahr: 94,6 Prozent) gaben zumindest ein Thema aus diesem Bereich als problematisch an. Kritisch gesehen werden hier vor allem die sogenannten Mogelpackungen (96 Prozent), versteckte Preiserhöhungen (79,5 Prozent), aufgeblähte Verpackungen (57,4 Prozent) und irreführende Inhaltsangaben (50 Prozent). Verärgert sind viele Menschen auch über unökologische Plastikverpackungen (79,4 Prozent).

89,6 Prozent bzw. 88,2 Prozent der Personen nannten darüber hinaus Themen aus den Bereichen Telekommunikation und Internet sowie Finanzdienstleistungen. Schwerpunkte dort bildeten unter anderem das aktuelle Niedrigzinsniveau (58,2 Prozent) und die damit verbundenen Auswirkungen sowie unerwünschte Werbemails (61,6 Prozent) und Werbeanrufe (55,7 Prozent).

Im Themenbereich Gesundheit und Patientenschutz waren für die Befragten vor allem zu lange Wartezeiten auf einen Termin und beim Arzt ein Problem (54 Prozent), darüber hinaus aber auch aufgedrängte IGeL-Leistungen (33,2 Prozent) und Falschbehandlungen beim Arzt oder im Krankenhaus (30,8 Prozent).


Drängendste Problembereiche des Konsumalltags
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Konkrete Probleme des Konsumalltags im Vergleich
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Wir haben die anonyme Online-Umfrage zum zweiten Mal im Auftrag der BGV durchgeführt. Vom 1. November 2016 bis 31. Januar 2017  wurde gefragt, wo Verbraucherinnen und Verbraucher Schwierigkeiten sehen – etwa bei Themen wie Lebensmitteln, dem Gesundheitswesen, bei Finanzdienstleistungen oder der Energieversorgung. Die Ergebnisse der Umfrage liefern als Sensor – ohne Anspruch auf Repräsentativität und Vollständigkeit – einige Erkenntnisse über wichtige Themen und Trends sowie die Zufriedenheit der Befragten.

Lob für die Verbraucherzentrale

Besonders freuen wir uns über die Wertschätzung, die uns die Hamburgerinnen und Hamburger ausgesprochen haben. 88 Prozent der Befragten, die schon einmal unsere Unterstützung in Anspruch genommen haben, gaben an, zufrieden mit unserer Arbeit zu sein. Dieses Feedback ist ein großes Lob und zugleich Ansporn, auch zukünftig den Finger in die Wunde zu legen und das Beste für die Verbraucher herauszuholen.

Stand vom Donnerstag, 16. März 2017

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