Einspeisevergütung für Photovoltaik-Anlagen bleibt

Gute Nachrichten für Eigentümer einer Photovoltaik-Anlage: Die umstrittene Einspeisevergütung bleibt erhalten. Verbraucherinnen und Verbraucher erhalten also auch weiterhin Geld für selbst erzeugten Strom, den sie ins öffentliche Netz einspeisen.

Solarplatte mit Blume

Das Wichtigste in Kürze

  1. Das befürchtete Ende der Einspeisevergütung kommt nun doch nicht. Der Bundestag hat die Abschaffung des 52-Gigawatt-Deckels beschlossen.
  2. Verbraucherinnen und Verbraucher erhalten weiterhin Geld für den Strom, den sie in das Netz einspeisen.
  3. Die Anschaffung einer Photovoltaik-Anlage verlangt eine detaillierte Planung. Wir beraten Sie kompetent und unabhängig.
Stand: 02.07.2020

Die Einspeisevergütung beträgt zurzeit je nach Größe der Anlage 7 bis 9,17 Cent pro Kilowattstunde. Besitzer von Photovoltaik-Anlagen profitieren neben der Vergütung auch vom günstigen Strom für den eigenen Haushalt. Bis zu 30 Prozent des eigenen Strombedarfs deckt eine private Photovoltaik-Anlage ab. Diesen Strom müssen Verbraucher nicht teuer vom Energieversorger beziehen und sparen damit Geld. Zudem bietet eine Photovoltaik-Anlage die Möglichkeit, einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

Ein Haushalt mit vier Personen und einem jährlichen Verbrauch von 3.000 Kilowattstunden kann bis zu 900 Kilowattstunden Strom selbst erzeugen und den jährlichen CO2-Ausstoß um etwa 500 Kilogramm senken. Zudem sind die Preise für Photovoltaik-Anlagen in den vergangenen Jahren gesunken. So lässt sich eine neue Anlage kostendeckend oder mit Gewinn betreiben, obwohl die Einspeisevergütung schrittweise verringert wird. Eine Anlage mit zehn Kilowatt Peak Spitzenleistung für ein Einfamilienhaus kostet 14.000 bis 18.500 Euro. Ein passender Speicher für den selbst erzeugten Sonnenstrom kostet 4.000 bis 7.000 Euro.

Nach dem Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) werden Photovoltaik-/Solarstrom-Anlagen bundesweit gefördert.

Bei Batteriespeichern zählen Anschaffungskosten und Lebensdauer

Ein Batteriespeicher erhöht den Anteil des selbst verbrauchten Solarstroms erheblich. Dennoch verschlechtert sich die Wirtschaftlichkeit einer Photovoltaik-Anlage mit Batteriespeicher häufig. Gründe sind die Anschaffungskosten für Batteriespeicher sowie die begrenzte Lebensdauer der Batterien. Wer sich dennoch einen Batteriespeicher anschaffen will, sollte darauf achten, dass dieser die richtige Größe hat und auf den Strombedarf des Haushaltes abgestimmt ist.

Photovoltaik-Anlagen zum Aufladen von Elektroautos

Wer ein Elektroauto mit eigenem Solarstrom betankt, kann den Eigenverbrauch ebenfalls erhöhen. Am besten laden Sie Ihr Elektroauto mithilfe einer intelligenten Ladestation tagsüber direkt aus dem Überschuss der Photovoltaik-Anlage und nicht aus einem Batteriespeicher. Haus-Batteriespeicher sind für das Laden von Elektroautos ungeeignet, da die Fahrzeugbatterien deutlich mehr Strom speichern können.
Unser Angebot

 

Unser Beratungsangebot

Bei der Anschaffung einer Photovoltaik-Anlage ist eine detaillierte Planung wichtig. Im Rahmen eines „Eignungs-Checks Solar“ geben wir Ihnen einen einen ersten Überblick über die „Solartauglichkeit“ Ihrer Immobilie. Dabei prüfen unsere Beraterinnen und Berater zunächst, ob Ihr Haus die Voraussetzungen für den Betrieb einer Photovoltaikanlage erfüllt. Außerdem geben sie Empfehlungen zur Größe der geplanten Photovoltaik-Anlage und des Speichers.

Weitere Informationen und Auskunft zu Vortrag und Beratungsangebot erhalten Sie unter: Tel. (040) 24832-250 oder klima@vzhh.de.

Über die Energieberatung

Die Bundesförderung für Energieberatung der Verbraucherzentrale bietet das größte interessenneutrale Beratungsangebot zum Thema Energie in Deutschland. Seit 1978 begleitet sie private Verbraucher mit derzeit rund 600 Energieberatern und an mehr als 800 Standorten in eine energiebewusste Zukunft. Jedes Jahr werden mehr als 100.000 Haushalte zu allen Energiethemen unabhängig und neutral beraten, beispielsweise Energiesparen, Wärmedämmung, moderne Heiztechnik und erneuerbare Energien. Die Bundesförderung für Energieberatung der Verbraucherzentrale, einschließlich ihrer Energie-Checks, wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Dank einer Kofinanzierung durch die Hamburger Behörde für Umwelt und Energie sind die Energie-Checks für Haushalte in der Freien und Hansestadt Hamburg komplett kostenfrei.

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