Tschüss Halogenlampe – hallo LED!

Zum 1. September trat die letzte Stufe der sogenannten Ökodesign-Verordnung für Beleuchtung in Kraft: Bis auf wenige Ausnahmen kommen keine Leuchtmittel mehr neu auf den Markt, die schlechter als Energieeffizienzklasse B sind. Damit haben nach einer zweijährigen Schonfrist auch die Halogenlampen ausgedient. Ausgenommen sind Halogenstäbe (R7-Sockel) und die kleinen G9-Sockel-Lampen mit Drahtschlaufen. Doch auch hierfür finden Sie bereits effizientere LED-Lösungen.

Mann wechselt Halogenlampe

Das Wichtigste in Kürze

  1. Halogenlampen dürfen seit dem 1. September 2018 nicht mehr produziert werden; vom Verbot ausgenommen sind Halogenstäbe und die kleinen G9-Sockel-Lampen mit Drahtschlaufen.
  2. Auch wenn Halogenlampen weiterhin erhältlich sind, sollten Verbraucher aus Gründen der Energieeffizienz beim Neukauf von Leuchtmitteln lieber direkt auf LEDs umsteigen.
  3. LED-Lampen bieten viele Vorteile: Sie verbrauchen wenig Strom, bilden kaum Wärme, haben eine hohe Lebensdauer und geben mittlerweile auch ein warmweißes Licht.
Stand: 02.09.2018

Seit mehreren Jahren verschwinden in Europa schrittweise stromfressende, ineffiziente Leuchtmittel aus den Läden. Halogenlampen waren zunächst die erste Wahl für alle, die sich mit Energiesparlampen nicht anfreunden wollten, da die LED-Technik noch nicht ausgereift war. Das hat sich allerdings in den letzten Jahren geändert.

LEDs besser als Halogenlampen

Gegenüber einer Halogenlampe verbraucht eine LED-Lampe bis zu 80 Prozent weniger Strom. In den meisten Fällen haben Sie das Geld für den Kauf einer LED-Leuchte innerhalb eines Jahres wieder durch die eingesparten Stromkosten drin. Doch beim Kauf der Leuchtmittel sollten Sie genau hinschauen. Es gilt: Je effizienter, desto besser. Weil LEDs so sparsam sind, fängt die schlechteste Einstufung bei A an. Die sparsamste Klasse ist A++.

Alternativen zu Glühbirne und Halogenlampe

In Sachen Form, Farbe, Dimmbarkeit und Einsatzmöglichkeit stehen LEDs ihren Vorgängern kaum noch in etwas nach. Für alle, die der vermeintlich guten alten Glühbirne weiterhin nachtrauern, empfiehlt sich die sogenannte Filamenttechnik: Bei diesen LEDs sind die Leuchtfäden wie bei einer Glühlampe angeordnet und das Licht hat eine sehr ähnliche Abstrahl-Charakteristik.

Für die Wohnung eignen sich meist LEDs mit 3.000 oder weniger Kelvin (warmweiß). Neben den früher relevanten Faktoren Form, Sockel und Wattzahl sollten Sie heute bei der Lampenauswahl mehrere Faktoren berücksichtigen: Statt der Wattzahl ist für die Helligkeit die Lumen-Angabe relevant. Zudem können Sie die Farbtemperatur und weitere Kriterien auswählen. Unsere Tipps helfen Ihnen beim Einkauf.

Halogenlampen besser austauschen

Natürlich müssen Sie Ihre funktionierenden Halogenlampen nicht von jetzt auf gleich entsorgen. Finanziell und ökologisch kann es jedoch sinnvoll sein, diese zügig durch LEDs zu ersetzen. Dies hängt nicht zuletzt vom Zeitpunkt der Anschaffung und dem Stromverbrauch ab. Auf jeden Fall haben LEDs einen wesentlich besseren Wirkungsgrad als Halogenlampen.

Sie werden Halogenlampen noch längere Zeit kaufen können, da zum 1. September 2018 lediglich ein Produktionsverbot in Kraft getreten ist. Alle Lampen, die bereits produziert sind, dürfen also weiterhin verkauft werden. Wir raten Ihnen jedoch, beim Neukauf von Leuchtmitteln lieber direkt auf LEDs umzusteigen – vor allem aufgrund der überzeugenden Energieeffizienz. Das Klima und die Umwelt werden es Ihnen danken.

Über die Energieberatung

Bei allen weiteren Fragen rund ums Thema Beleuchtung sowie zum effizienten Einsatz von Energie helfen unsere Experten an der Energie- und Klimahotline weiter: telefonisch unter (040) 24832-250 (zum Ortstarif) oder nach Terminvereinbarung im persönlichen Beratungsgespräch.

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