Elektroheizung? Besser nicht!

Sparsam sollen sie angeblich sein – sowohl in Sachen CO2-Ausstoß als auch bei den Energiekosten. Doch Elektroheizungen halten nur selten, was sie in der Werbung versprechen. Ganz im Gegenteil: Heizen mit Strom kann Sie teuer zu stehen kommen – und für die Umwelt sind die Geräte kein Gewinn.

Hand steckt einen Stecker in Steckdose

Das Wichtigste in Kürze

  1. Elektroheizungen werden oft als komfortable, kostengünstige und umweltfreundliche Heizalternative beworben.
  2. Die Energiekosten für Elektroheizungen sind wesentlich höher als für Heizsysteme, die mit Gas, Öl oder Holzpellets arbeiten.
  3. Umweltfreundlich sind Elektroheizungen nur dann, wenn sie ausschließlich mit Ökostrom betrieben werden. Dieser ist aber zu wertvoll, um ihn zu verheizen.
Stand: 25.02.2020

Immer zur Beginn der Heizsaison ist sie wieder in den Werbeblöcken präsent: die Elektroheizung. Die Anbieter versprechen niedrige Heizkosten, hohen Komfort und ein gutes Gewissen dank CO2-Reduktion. Aber es ist Vorsicht geboten – oft drohen unangenehme Überraschungen.

Achtung, Kostenexplosion

Statt zu sparen treibt eine Stromheizung die Energiekosten meist in ungeahnte Höhen – besonders, wenn das Haus schlecht gedämmt ist. Immer wieder kommen Besitzer solcher Heizungen zu uns in die Energieberatung, weil sie sich ihre astronomische Stromrechnung nicht erklären können.

Besonders ineffizient und damit teuer sind Heizungen, die tagsüber Strom verbrauchen, beispielsweise die massiv beworbenen Infrarot-Flächenheizungen. Strom kostet tagsüber rund 30 Cent pro Kilowattstunde. Aber selbst der günstigere Nachtstrom für 20 Cent pro Kilowattstunde ist noch weitaus teurer als Gas, Öl oder Holzpellets.
Zum Vergleich: Für Gas oder Öl fallen pro Kilowattstunde circa fünf bis sieben Cent und für Holzpellets sogar nur fünf Cent an.

Die Energiekosten einer Elektroheizung sind also rund drei- bis fünffach so hoch wie bei anderen Energieträgern. Da sind die Einsparungen, die Anbieter aufgrund vergleichsweise niedriger Investitionskosten versprechen, in kürzester Zeit wieder verheizt.

Gewinn fürs Klima?

Für den Klimaschutz ist die Elektroheizung kein Gewinn. Nur, wenn die Heizung ausschließlich mit Ökostrom betrieben wird, sinken die CO2-Emissionen. Allerdings ist Ökostrom viel zu wertvoll. um ihn einfach zu verheizen. Mit ihm sollte sparsam umgegangen werden.

Förderung vom Staat

Denken Sie über die Umrüstung Ihrer Elektroheizung nach? Für die Erneuerung von Heizungsanlagen gibt es zahlreiche Förderprogramme, mit denen Ihnen der Staat finanziell unter die Arme greift. Das schont Ihren Geldbeutel. Und die Umwelt.

Unser Angebot

Sie haben noch Fragen zu Elektroheizungen oder dem Thema Heizen im Allgemeinen? Dann rufen Sie die Hamburger Energielosten unter Tel. (040) 24832-250 an oder schicken Sie eine E-Mail

Kosten:
Die Energie-Checks werden überwiegend vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert und sind im Rahmen des Kooperationsangebotes Hamburger Energielotsen dank einer Kofinanzierung durch die Hamburger Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft für Hamburger Haushalte kostenfrei.

Über die Energieberatung

Die Energie-Checks sowie die persönlichen Beratungen der Verbraucherzentrale Hamburg werden überwiegend vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert. Im Rahmen des Kooperationsangebotes „Hamburger Energielotsen“ sind die Energie-Checks für Hamburger Haushalte kostenfrei.

Die Telefonberatung der Hamburger Energielotsen wird von der Verbraucherzentrale Hamburg durchgeführt. Die Hamburger Energielotsen sind eine Kooperation von Zebau gGmbH, Verbraucherzentrale Hamburg, der Bundesförderung für Energieberatung der Verbraucherzentrale und der Handwerkskammer Hamburg und arbeiten im Auftrag der Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft der Freien und Hansestadt Hamburg.

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