Sponga Forderungsservice will Geld

Haben Sie einen Inkassobrief der Sponga Forderungsservice AG erhalten und sollen Sie mehrere Hundert Euro zahlen? Alles Humbug. Zahlen Sie nicht! Wie Sie gefälschte Inkassoschreiben entlarven.

Mann mit Geldschein in der Hand

Das Wichtigste in Kürze

  1. Die Sponga Forderungsservice AG schreibt Verbraucher an und fordert unberechtigterweise mehrere Hundert Euro.
  2. Bei dem als Inkassobrief aufgemachten Schreiben samt „Zahlungsbefehl“ handelt es sich offensichtlich um Schwindel.
  3. Betroffene sollten nicht zahlen und Strafanzeige bei der Polizei erstatten.
Stand: 09.02.2018

Bei uns haben sich mehrere Hamburger Verbraucher mit einem Schreiben der Sponga Forderungsservice AG gemeldet, die Geld eintreiben will und eine Kontopfändung androht. Achtung, die Forderung ist Schwindel. Zahlen Sie nicht!

Der Sponga Forderungsservice schreibt am 29. Januar 2018: „Sie haben trotz zahlreicher Mahnungen Ihre Zahlungsbereitschaft nicht unter Beweis gestellt. (...) Aufgrund der anhaltenden Zahlungsverweigerung sehen wir keine andere Möglichkeit, als bei Ihrer Bank/Sparkasse eine Vorpfändung anzubringen. (...) Ihr Konto wird in Kürze gesperrt, dann haben Sie keine Zugriffsmöglichkeit mehr. Sie können diese Maßnahmen nur vermeiden, indem Sie sofort den Betrag in Höhe von 406,83 Euro überweisen.“

So entlarven Sie gefälschte Inkassoschreiben!

Regelmäßig wenden sich Verbraucher mit gefälschten Inkassobriefen an uns. Betrüger behaupten darin einfach, sie hätten Anspruch auf Zahlung eines Geldbetrags. Das sind die Indizien für gefälschte Inkassobriefe:

  • Es werden falsche Begrifflichkeiten verwendet, z.B. von der Sponga AG die Wörter „Zahlungsbefehl“ oder „Gerichtsvollzieherverteilungsstelle“.
  • Es gibt viele Rechtschreib- und Grammatikfehler im Dokument.
  • Als Kontaktmöglichkeit wird eine ausländische Telefonnummer angegeben.
  • Die Überweisung des Geldbetrags soll auf ein ausländisches Konto erfolgen.
  • Es fehlt ein Hinweis auf den Auftraggeber des Inkassoinstituts.

Dem Anschreiben der Sponga Forderungsservice AG ist ein vermeintlicher Vollstreckungsbescheid bzw. „Zahlungsbefehl“ einer „Gerichtsvollzieherverteilungsstelle“ als Anlage beigefügt. Aus diesem geht hervor, dass dem Angeschriebenen Nebenkosten und Zinsen erlassen werden. Der Forderungsbetrag reduziere sich dadurch angeblich auf 249,46 Euro. Ein Überweisungsträger liegt dem Schreiben bei. Die Summe soll auf ein belgisches Konto eingezahlt werden.

Die Sponga Forderungsservice AG sitzt laut Briefkopf in der Gontardstraße 11 am Alexanderplatz in Berlin. Die Telefonnummer trägt jedoch die Ländervorwahl Großbritanniens. Auf der Bekanntmachungsplattform für außergerichtliche Rechtsdienstleistungen ist die Firma natürlich nicht zu finden.

Unser Rat

  • Prüfen Sie Inkassoschreiben besonders sorgfältig. Es kommt immer öfter vor, dass betrügerische Firmen behaupten, Verbraucher würden ihnen Geld schulden.
  • Bleiben Sie stur und zahlen Sie nicht, wenn Sie meinen, dass eine Forderung aus der Luft gegriffen ist.
  • Gehen Sie zur nächstgelegenen Polizeidienststelle und erstatten Sie Strafanzeige.

Wenn Sie unsicher sind, ob es sich bei einem Schreiben um Betrug handelt oder wenn Sie Hilfe benötigen, weil Sie Schulden haben, beraten wir Sie gerne.

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