Mein Geld fürs Klima

Mit Sparanlagen das Klima schützen – geht das? Sie sind selten, aber es gibt sie: Banken und Sparkassen, bei denen das Gesparte etwa in Form von Sparbriefen oder Ratensparverträgen klimafreundlich angelegt werden kann. Bei uns gibt es eine kostenlose Marktübersicht.

Euro Geld

Das Wichtigste in Kürze

  1. Nachhaltig wirtschaftende Banken und Sparkassen bieten sichere Sparanlagen an und fördern damit teilweise Klimaschutz- und Sozialprojekte.
  2. Die Verbraucherzentrale unterstützt bei der Suche mit einer Marktübersicht, deren aufgeführte Produkte durch die gesetzliche Einlagensicherung bis zu einem Betrag von 100.000 Euro geschützt sind.
  3. Große Geschäftsbanken haben keine grünen Sparprodukte im Angebot.
Stand: 10.04.2018

Sein Geld klimafreundlich anzulegen, bedeutet nicht nur Investitionen in erneuerbare Energien, den Netzausbau oder Energieeffizienzmaßnahmen zu unterstützen, sondern auch dafür zu sorgen, dass kein Geld mehr in klimaschädigende Branchen wie die Öl- und Kohleindustrie fließt.

Kleines Angebot wird größer

Klimafreundliche Geldanlagen sind selten, aber es gibt sie: Banken und Sparkassen, bei denen das Gesparte in Form von beispielsweise Sparbriefen oder Ratensparverträgen klimafreundlich angelegt werden kann.

Neben vielen regionalen Banken haben auch alternative Banken klimafreundlichen Anlageformen im Programm. Ausgerechnet Großbanken wie die Commerzbank, die Deutsche Bank, die ING-DiBa oder die Postbank bieten ihren Kunden hingegen noch immer keine Möglichkeit, ihr Geld anzulegen und gleichzeitig das Klima zu schützen.

Wenn Sie erfahren möchten, welches Kreditinstitut klima­freundliche Geldanlagen im Portfolio hat, werfen Sie einen Blick in die kostenlose Marktübersicht der Verbraucherzentrale Bremen.

Die Liste liefert Ihnen nicht nur Anbieter und Produktnamen, sondern in jeder Produktkategorie (Tagesgeld, Sparkonto, Sparbrief, Wachstumssparen und Sparplan) auch die Konditionen wie Laufzeit und Verzinsung sowie nähere Informationen zu Projekten oder Bereichen, in die das Geld fließt.

Bei allen aufgeführten Produkten handelt es sich um Sparanlagen, die durch die gesetzliche Einlagensicherung bis zu einem Betrag in Höhe von 100.000 Euro geschützt sind.

Neben den sicheren klimafreundlichen Sparanlagen bei Kreditinstituten gibt es weitere klima­freundliche Finanzprodukte, die allerdings auch risikoreicher sind. Dies sind zum Beispiel Investmentfonds oder direkte Unternehmens­beteiligungen.

Darüber hinaus gibt es alternative und kirchliche Banken, die ihre Geschäfte nach ethischen und ökologischen Kriterien ausrichten. Wenn Sie mehr über die Anbieter erfahren möchten, so finden Sie auf dem Verbraucherzentralen-Portal geld-bewegt.de eine Auflistung verschiedener alternativer und kirchlicher Banken sowie nähere Informationen zu ihrem Produktangebot.

Über das Projekt „Gut fürs Geld, gut fürs Klima“

Im Rahmen des Projekts „Gut fürs Geld, gut fürs Klima“ untersuchen die Verbraucherzentralen Hamburg und Bremen regelmäßig Anbieter von nachhaltigen Geldanlage- und Altersvorsorgeprodukten und gehen gegen unseriöse und irreführende Werbung vor. Das bundesweite Projekt wird in Kooperation mit den Verbraucherzentralen Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Schleswig-Holstein umgesetzt. Gefördert wird „Gut fürs Geld, gut fürs Klima“ vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative.

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