Geld bei der Greensill Bank: Was nun?

Die Bremer Greensill Bank AG steckt in Schwierigkeiten. Das Amtsgericht Bremen hat ein Insolvenzverfahren eröffnet und einen Insolvenzverwalter bestellt. Über die gesetzliche Entschädigungseinrichtung sind Einlagen privater Anleger bis 100.000 Euro abgesichert.

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Das Wichtigste in Kürze

  1. Das britische Kreditinstitut Greensill Capital ist in Existenznot geraten und mit ihm der deutsche Ableger.
  2. Das Amtsgericht Bremen hat ein Insolvenzverfahren gegen die Greensill Bank AG eröffnet.
  3. Einlagen privater Sparer sind europaweit gesetzlich bis zu 100.000 Euro geschützt.
Stand: 17.03.2021

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat am 16. März 2021 den Entschädigungsfall für die Greensill Bank AG festgestellt, da das Institut nicht mehr in der Lage war, sämtliche Einlagen seiner Kunden zurückzuzahlen. Zuvor hatte die BaFin beim Amtsgericht Bremen einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens über die Greensill Bank AG gestellt. Das Amtsgericht Bremen hat daraufhin ein Insolvenzverfahren eröffnet und einen Insolvenzverwalter bestellt.

Einlagensicherung bis 100.00 Euro

Im Entschädigungsfall erhalten Kunden von der gesetzlichen Entschädigungseinrichtung innerhalb von sieben Werktagen ihre Einlagen bis 100.000 Euro zurück. Sparer werden angeschrieben und müssen nicht selbst aktiv werden. Sollte die Bank nicht Ihre aktuelle Adresse haben, teilen Sie ihr diese spätestens jetzt mit.

Bankenfonds sichert Millionenbeträge

Die Greensill Bank AG ist Mitglied im deutschen Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken, der pro Kunde sogar hohe zweistellige Millionenbeträge absichert. Doch ein Einspringen des Fonds könnte in der Zukunft Auswirkungen auf Sparer aller privaten Banken in Deutschland haben. Die Mitglieder des Verbandes – deutsche Privatbanken – würden sich das Geld entweder aus der Insolvenzmasse von Greensill zurückholen, sollte die Bank pleitegehen, oder sie müssten den Topf aus eigener Kraft wieder auffüllen. Das wiederum könnte zulasten aller Bankkunden gehen.

Verbindlichkeiten in Milliardenhöhe

Die Verbindlichkeiten der Greensill Bank, die neben Finanzierungen für Unternehmen auch Tages- und Festgeldanlagen angeboten hat, sollen sich laut Medienberichten auf 3,3 Milliarden Euro belaufen. Davon sollen etwa eine Milliarde Euro Einlagen von Sparern sein.

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