Coronavirus: Das sollten Sie wissen

Die schwere Lungenkrankheit Covid-19 greift weiter um sich. Das öffentliche Leben wurde heruntergefahren. Schulen und Kitas sind geschlossen, Versammlungen und Veranstaltungen aller Art verboten. Läden dürfen nicht mehr öffnen. Restaurants, Freizeiteinrichtungen, Frisöre und viele andere kleine Betriebe können keine Kunden mehr empfangen. Aktuelle Infos zum Coronavirus.

Coronavirus: Frau mit Schutzmaske auf der Straße
Stand: 28.03.2020

Immer mehr Menschen haben sich weltweit mit dem Coronavirus infiziert. In Hamburg gibt es aktuell 1.935 gemeldete Fälle. 137 Personen befinden sich aufgrund der Erkrankung mit COVID-19 in stationärer Behandlung, 36 davon auf einer Intensivstation. Betroffene werden in der Regel zügig in Quarantäne geschickt. Ein 52 und ein 71 Jahre alter Hamburger sind an den Folgen einer COVID-19-Infektion verstorben.

Das öffentliche Leben in Deutschland wurde in den letzten Tagen schrittweise heruntergefahren, um Menschen vor der Krankheit zu schützen – auch in Hamburg. „Social distancing“ ist das Gebot der Stunde. Jeder sollte so wenig Kontakt wie möglich zu anderen Menschen haben.

Wie hoch ist das Ansteckungsrisiko in Deutschland?

Das Robert Koch-Institut (RKI) schätzt die Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland als „hoch“ ein. Die Zahl der schweren Erkrankungen steigt von Tag zu Tag. Aufgrund des hohen Ansteckungsrisikos hat die Weltgesundheitsorganisation eine „Notlage von internationaler Tragweite“ ausgerufen und die Corona-Pandemie als „größte Gesundheitskrise unserer Zeit“ eingestuft. 

Welche Hygienemaßnahmen können helfen?

Am wichtigsten ist eine gute Hände-Hygiene, die richtige Husten- und Nies-Etikette sowie Abstand zu Erkrankten. Diese Maßnahmen werden von Medizinern in Anbetracht der allgemeinen Grippewelle ohnehin überall und jederzeit empfohlen.

  • Waschen Sie sich regelmäßig und gründlich Ihre Hände (mindestens 30 Sekunden). Das ist vor allem wichtig, wenn Sie mit Oberflächen in Kontakt gekommen sind, die auch ständig von anderen Personen berührt werden, zum Beispiel Treppengeländer, Fahrstuhlknöpfe, Haltestangen in öffentlichen Verkehrsmitteln. Das dauerhafte Tragen von Einmalhandschuhen hat keine Vorteile gegenüber häufigem Händewaschen.
  • Niesen und husten Sie in ein Taschentuch, das Sie anschließend sofort entsorgen, oder in die Armbeuge.
  • Meiden Sie größere Menschenansammlungen und halten Sie Abstand zu anderen Personen (ca. 1 bis 2 Meter).
  • Fassen Sie sich möglichst nicht ins Gesicht und vermeiden Sie vor allem das Berühren Ihrer Schleimhäute im Bereich von Augen, Mund und Nase.
  • Gehen Sie nicht in den Stoßzeiten zum Einkaufen in die Supermärkte.
  • Stärken Sie Ihr Immunsystem – durch regelmäßige Bewegung an der frischen Luft und durch gesunde Ernährung mit frischem Obst.

In den sozialen Netzwerken und über Messengerdienste kursieren viele Falschmeldungen rund um das Coronavirus. Informieren Sie sich bei vertrauenswürdigen Institutionen, wie beispielsweise diesen:

Zum Weiterlesen

Das Coronavirus breitet sich in rasanter Geschwindigkeit in Deutschland und vielen anderen Ländern der Erde aus. Die Pandemie wirbelt unseren Alltag mächtig durcheinander. Ob Reisestorno, Veranstaltungsabsagen, Wucherpreise oder Übertragungswege – wir haben wichtige Informationen für Sie zusammengestellt, die Ihnen hoffentlich helfen, gut durch die nächsten Wochen zu kommen. 
⇒ Weiterlesen: www.vzhh.de/coronavirus

Verdacht auf Coronavirus – was tun?

Bei auftretenden grippeähnlichen Symptomen in Verbindung mit Kontakt zu erkrankten Personen oder einer Rückkehr aus Risikogebieten rät die Hamburger Behörde, nicht direkt eine Praxis oder Klinik aufzusuchen, sondern telefonisch den Hausarzt oder den Arztruf 116117 zu kontaktieren.

Personen, die (unabhängig von einer Reise) einen persönlichen Kontakt zu einer Person hatten, bei der das Coronavirus im Labor nachgewiesen wurde, sollten sich unverzüglich und unabhängig von Symptomen an ihr zuständiges Gesundheitsamt wenden.

Sie haben noch Fragen? Dann kontaktieren Sie diese öffentlichen Stellen:

Experten raten vor allem eines: Ruhe bewahren! Die allermeisten Fälle in Deutschland seien eine sehr milde Erkältungserkrankung.

Hamburg hält zusammen

Abstand halten ist das Gebot der Stunde. Zumindest räumlich. Denn auf anderen Ebenen rücken Hamburgerinnen und Hamburger enger zusammen. Viele wollen sich engagieren und in der gegenwärtigen Situation helfen. Die Hamburger Sozialbehörde und Freiwilligenagenturen vermitteln Unterstützung und Information.

Um die personellen Kapazitäten an Fachkräften in den Krankenhäusern, in den Gesundheitsämtern, in der ambulanten Versorgung und in Pflegeeinrichtungen zu verstärken, hat die Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz ein Register für freiwillige Fachkräfte eingerichtet, um eine systematisierte Vermittlung an Einrichtungen mit Personalbedarf zu gewährleisten. Hier können sich Interessierte registrieren lassen.

Welche Regionen bzw. Länder sind Risikogebiete?

Risikogebiete sind Gebiete, in denen eine fortgesetzte Übertragung des Coronavirus von Mensch zu Mensch vermutet werden kann. Zurzeit hat das Robert Koch-Institut (RKI) die folgenden Regionen als Corona-Risikogebiete ausgewiesen:

  • Ägypten (ganzes Land)
  • Deutschland (Landkreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen)
  • Frankreich (Region Grand Est mit Elsass, Lothringen und Champagne-Ardenne)
  • Iran (ganzes Land)
  • Italien (ganzes Land)
  • Österreich (Bundesland Tirol)
  • Spanien (Regionen Navarra, La Rioja und Pais Vasco. Außerdem die Hauptstadt Madrid)
  • Südkorea (Provinz Gyeongsangbuk-do (Nord-Gyeongsang)
  • USA (Bundesstaaten Kalifornien, Washington und New York)
  • Schweiz (Kantone Tessin, Waadt und Genf)

Das Auswärtige Amt hat mittlerweile eine weltweite Reisewarnung ausgesprochen, die bis Ende April gilt. Es rät von jeglichen, nicht notwendigen Reisen ins Ausland ab.

Gas-, Wasser- und Stromversorgung ist sichergestellt

Die Leitungs- und Versorgungsunternehmen in Hamburg haben angekündigt, auf die Sperrung von Hausanschlüssen säumiger Kunden aktuell zu verzichten und laufende Mahnverfahren zum Teil auszusetzen. Unzumutbare soziale Härten sollen so vermieden und die Belieferung der Haushalte mit Trinkwasser, Strom, Gas und Wärme gewährleistet werden.

Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, hat die Hamburger Justizbehörde angekündigt, Zwangsvollstreckungen in weiten Teilen aufzuschieben. Termine zur Durchführung einer Zwangsräumung oder einer Zählerwegnahme sollen vorerst abgesagt und zu einem noch nicht festgelegten Zeitpunkt nachgeholt werden.

Unser Rat: Wenden Sie sich so früh wie möglich an eine Schuldnerberatung, wenn Sie in Zahlungsschwierigkeiten geraten oder Schulden haben. Unsere unabhängigen Experten zeigen Wege und Lösungsansätze auf.

Danke für Ihren Hinweis!

Sollten Sie weitere Fragen haben, die Ihnen hinsichtlich des Coronavirus auf dem Herzen liegen, so melden Sie sich bei uns. Wir versuchen, diese zu beantworten oder Sie an die entsprechenden Fachexperten zu verweisen.

Falschmeldungen? Abzocke? Betrüger nutzen die Unsicherheiten vieler Menschen rund um das Virus aus und sorgen so für noch mehr Verunsicherung. Wenn Ihnen etwas dubios vorkommt, informieren Sie uns. Nutzen Sie hierfür einfach unser Kontaktformular mit dem Stichwort »Corona«. Vielen Dank!

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