Krankengeld statt Lohnfortzahlung

Stand: 02.11.2015

Frau S. hatte einen neuen Job gefunden, wurde aber leider schon in den ersten vier Wochen krank. Eigentlich hatte sie damit gerechnet, von ihrem Arbeitgeber für maximal sechs Wochen eine Lohnfortzahlung zu bekommen. Doch sie erhielt sofort Krankengeld von ihrer Krankenkasse, und das war weniger als ihr Lohn. Wir konnten ihr bestätigen, dass das korrekt war: Lohn wird dann weitergezahlt, wenn ein Arbeitnehmer vier Wochen ununterbrochen gearbeitet hat (§ 3 Abs. 3 Entgeltfortzahlungsgesetz). Diese Wartezeit kann durch einen Tarifvertrag oder bestimmte Betriebsvereinbarungen kürzer ausfallen. Auch die Höhe des Krankengeldes war korrekt berechnet, es muss mindestens 70 Prozent vom vorherigen Bruttogehalt, darf aber höchstens 90 Prozent vom ausgezahlten Nettogehalt betragen.