Mündlich abgesagte Arzttermine immer schriftlich oder per Fax bestätigen!

Stand: 02.11.2015

Herr W. hatte bei seinem Zahnarzt einen Termin für eine professionelle Zahnreinigung vereinbart, konnte diesen aber nicht wahrnehmen, da er umziehen musste. Er sagte den Termin telefonisch ab, aber die Absage ging offensichtlich unter und die Praxis schickte ihm eine Rechnung über 90 Euro. Er fragte uns, ob er das zahlen muss. Unsere Antwort: Wenn er die Absage beweisen könne, müsse er nicht zahlen. Doch genau darin liegt das Problem, denn es gab für die Absage keine Zeugen. Laut Rechtsprechung muss man zwar – wenn es sich um eine Bestellpraxis handelt – nur dann für ausgefallene Termine bezahlen, wenn der Arzt oder Therapeut sich die Zeit freigehalten hat und kurzfristig keinen Ersatz finden konnte. Aber auch das muss man beweisen, und das ist in aller Regel unmöglich.

Wir raten daher dazu, sich eine telefonische Absage immer schriftlich per E-Mail oder Fax bestätigen zu lassen.