Vorsicht beim Wechsel in Unisex-Tarife der PKV

Stand: 02.11.2015

Zu jedem Jahreswechsel erhöhen viele Unternehmen der privaten Krankenversicherung ihre Beiträge bzw. Prämien. Dann lassen etliche Versicherte prüfen, ob der Wechsel in einen günstigeren Tarif – möglichst ohne schlechtere Leistungen – den Geldbeutel entlasten könnte. Dabei gilt es einige Fallstricke zu bedenken, zum Beispiel: Wer seinen Versicherungsvertrag vor 2009 abgeschlossen hat, kann ab dem 65. Lebensjahr (unter bestimmten Voraussetzungen auch schon früher) in den recht günstigen Standard-Tarif wechseln, dessen Leistungen ungefähr denen der gesetzlichen Krankenversicherung entsprechen. Doch Vorsicht: Wer von einem sogenannten Bisex-Tarif, der für Männer und Frauen unterschiedliche Prämien hat, in einen „Unisex-Tarif“ wechselt – das sind die neuen Tarife, bei denen Männer und Frauen das Gleiche bezahlen –, kann später eben nicht in den Standard-Tarif wechseln. Der neue Unisex-Tarif wird dann wie ein Neuabschluss nach 2009 geführt, was bedeutet, dass nur in den Basis-Tarif gewechselt werden kann, der relativ teuer ist und weitere Nachteile mit sich bringt.