Dioxin im Frühstücksei?

Aktuelle Warnung

Stand: 29.10.2013

Dioxine und PCB (Polychlorierten Biphenylen) gelten schon in geringen Mengen als krebserregend und sind zum Teil hochtoxisch. Sie reichern sich im menschlichen Fettgewebe an und stellen daher eine langfristige Gefahr dar. Immer wieder melden Behörden den Fund dieser gefährlichen Stoffe in Eiern. In diesem Beitrag finden Sie:

Aktuelle Nachrichten

5. November 2012

Auf dem Portal der Bundesländer und dem BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) www.lebensmittelwarnung.de wird wieder vor Dioxin belasteten Bio-Eiern gewarnt. 
Sie tragen den Eier-Code mit der Nummer: 0-DE-0358591

Das niedersächsische Verbraucherschmutzministerium teilte über die amtliche Warnplattform im Internet mit, dass bei einer betrieblichen Eigenkontrolle vom 01.10.2012 (Untersuchungsergebnis vom 29.10.12) wurde in einem Betrieb in Niedesachsen der zulässige Höchstwert überschritten wurde. Der Warenvorrat im Betrieb wurde gesperrt. Es ist nicht auszuschließen, dass sich noch Eier beim Verbraucher befinden. Derzeit vorliegende Erkenntnisse lassen den Schluss zu, dass eine Gesundheitsgefährdung durch den Verzehr der Eier nicht besteht.

1. Oktober 2012

Das Verbraucherschutzministerium in Nordrhein-Westfalen warnt vor konventionellen Eiern aus Freilaufhaltung mit der Stempelnummer 1-DE-0518831, die möglicherweise mit Dioxin belastet sind. Bei einer Probe waren Werte über dem erlaubten Höchstgehalt (5,0 Pikogramm pro Gramm Eifett) aufgefallen. Sie stammen von einem Betrieb im Kreis Höxter. Die Eier sind aus dem Verkauf zurückgerufen, der Betrieb darf auch keine Eier aus diesem Stall mehr verkaufen. Anhand der Stempelnummer auf den Eiern können die Verbraucherinnen und Verbraucher nachvollziehen, ob sie möglicherweise belastete Eier gekauft haben und diese entsorgen. Nach Informationen der Behörden sind die Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Hessen betroffen. Eine akute Gesundheitsgefahr durch die belasteten Eier ist nach den vorliegenden Erkenntnissen nicht gegeben. 

21. August 2012

Das NRW-Verbraucherministerium warnt erneut vor zu hohen Dioxin-Gehalten in Bio-Eiern. Dabei handelt es sich um Eier mit dem Eiercode 0-DE-0509501, die von einem Betrieb im Kreis Soest stammen. Bei einer Probe waren Werte über dem erlaubten Höchstgehalt aufgefallen. Die Eier sind aus dem Verkauf zurückgerufen, der Betrieb darf auch keine Eier aus diesem Stall mehr verkaufen, teilt das Ministerium mit. Anhand der Stempelnummer auf den Eiern können die Verbraucherinnen und Verbraucher nachvollziehen, ob sie möglicherweise belastete Eier gekauft haben und diese entsorgen. Nach Informationen der Behörden sind die Bundesländer Nordrhein-Westfalen (NRW) und Hessen betroffen. Eine akute Gesundheitsgefahr durch die belasteten Eier ist nach den vorliegenden Erkenntnissen nicht gegeben.

9. August 2012

Nicht nur die Freilandeier des Betriebes im Landkreis Aurich – wie am 3. August gemeldet – sind mit Dioxinen belastet, sondern auch die Eier aus Bodenhaltung mit dem Eiercode 2-DE-0357411. Untersuchungen ergaben eine Grenzwertüberschreitung um das Achtfache: Statt der erlaubten 5,0 Pikogramm pro Gramm Eifett sind 40,86 Pikogramm ermittelt worden. Nach Angaben der Behörden erfolgte die Vermarktung ausschließlich an die lokale Gastronomie und einige Privathaushalte. 

3. August 2012

Nach Informationen des Niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums und des Verbraucherministeriums Nordrhein-Westfalen wurden bei einer Eigenkontrolle einer Packstelle für Eier in Nordrhein-Westfalen erhöhte Dioxinwerte (8,16 pg*/g Eifett; Grenzwert: 5,0 pg/g Eifett) in konventionellen Freilandeiern festgestellt. Die Eier stammen aus einem Betrieb im Landkreis Aurich mit dem Eiercode 1-DE-0357412. Die Vermarktung der Eier erfolgt nach Angaben der Behörden nur über die betroffene Packstelle. Es ist nicht auszuschließen, dass Eier in den Handel gelangt sind.Die Eier sind nicht zum Verzehr geeignet, eine akute Gesundheitsgefahr durch die belasteten Eier ist nach den vorliegenden Erkenntnissen nicht gegeben.

* pg bedeutet Pikogramm; 1 pg ist ein billionstel Gramm

11. Juli 2012

Ein weiterer Fund von Dioxin belasteten Eiern wird vom hessischen Verbraucherschutz­ministerium bekanntgegeben. Es handelt sich um Bio-Eier mit den Stempel-Codes 0-DE-0660-391, 0-DE-0660-392, 0-DE-0660-393, 0-DE-0660-394 und dem Mindesthaltbarkeitsdatum vom 25. Juli 2012 bzw. 31. Juli 2012. Bei betrieblichen Eigenkontrollen wurden die zulässigen Höchstwerte überschritten. Verbraucher sollten die Eier nicht verzehren und können sie gegen Erstattung des Kaufpreises im Einzelhandel zurückgeben. Eine unmittelbare Gesundheitsgefahr durch den Verzehr der belasteten Eier besteht nach Angaben der hessischen Behörden nicht. Die Eier sind lediglich regional in neun hessischen Rewe Märkten verkauft worden.

19. Juni 2012

Nach Informationen des Niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums wurden erneut mit Dioxin belastete Eier gefunden. Es handelt sich dabei um Bio-Eier mit der Kennziffer 0-DE-0356091 und einem Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) vom 14. Juni 2012 oder später. Der ermittelte Wert lag bei 19,5 Pikogramm (pg) pro Gramm Eifett und damit knapp viermal so hoch wie der erlaubte Grenzwert von 5 pg/g. Der Bio-Betrieb mit 12.000 Legehennen ist seit dem 18. Juni 2012 amtlich gesperrt. Nach Bekanntwerden des Befundes wurde die Vermarktung der Eier gestoppt und die noch im Handel befindlichen Eier wurden zurückgerufen. Die Eier gingen nach Angaben der Behörden in die Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Saarland und Sachsen. Wahrscheinlich lagern aber bei Verbrauchern noch Dioxin-Eier.  Diese Eier sind nicht zum Verzehr geeignet – sie können im Einzelhandelsgeschäft zurück gegeben werden.

2. Juni 2012

Nach Informationen des Niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums ist die Ursache für die Belastung von Eiern eines Biohofes im Landkreis Oldenburg (Eiercode 0-DE-0357911) geklärt: „Die Untersuchung von Bodenmaterialien aus dem Auslaufbereich dieses Betriebs hat deutlich auffällige Befunde erbracht. Insbesondere in einem Asphalt-Material konnten hohe Gehalte an ndl-PCB und Dioxinen nachgewiesen werden, die weit über der bekannten Hintergrundbelastung in landwirtschaftlich genutzten Böden in Deutschland liegen. Dieses Asphalt-Material dient der Bodenbefestigung im Bereich des Auslauf-Zauns; das Material konnte von den Legehennen aufgenommen werden.”

22. Mai 2012

Erneut sind mit Dioxinen und PCB (Polychlorierte Biphenyle) belastete Eier entdeckt worden. Dieses Mal sind konventionelle Freilandeier aus Nordrhein-Westfalen betroffen, nachdem bei den letzten Fällen in Niedersachsen (Anfang Mai) und in Nordrhein-Westfalen (Anfang April 2012) Bio-Eier belastet waren. Wahrscheinlich lagern auch bei Verbrauchern noch Eier mit den Stempelaufdrucken 1-DE-05 22462 und 1-DE-05 22461. Diese Eier sind nicht zum Verzehr geeignet – sie können im Einzelhandelsgeschäft zurück gegeben werden. Der betroffene Betrieb wurde heute auf Anordnung des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) durch den Kreis Borken gesperrt; die Eier werden zurzeit aus Vertrieb und Handel zurückgerufen.
 

8. Mai 2012

Das Niedersächsische Landwirtschaftsministerium teilte mit, dass über ein Bio-Freilandbetrieb mit 18.000 Legehennen im Landkreis Oldenburg mit PCB belastete Eier mit dem Eiercode 0-DE-0357911 in Umlauf gekommen sind. Eier in einer Packstelle in Sachsen-Anhalt und in die Niederlande verbrachte Eier wurden gesperrt. Es sollen 243.000 Eier in eine Packstelle nach Sachsen-Anhalt geliefert worden sein, die von dort aus in die Bundesländer Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Schleswig-Holstein verteilt wurden. Zusätzlich wurden 214.950 betroffene Eier in die Niederlande exportiert. Untersuchungen vor Ort sollen die Ursache für die Belastung klären.

Bei Eigenkontrollen hatte ein Discounter mit Sitz in Bayern Werte von 80 Nanogramm pro Gramm Eifett ermittelt, was eine deutliche Überschreitung des Höchstgehaltes für nicht dioxinähnliche PCB (ndl-PCB) bedeutet. Der Höchstgehalt für ndl-PCB liegt bei 40 Nanogramm pro Gramm Eifett. Dieser Wert ist erst seit 1. Januar 2012 auf europäischer Ebene festgelegt worden. Häufig sind bei hohen Konzentationen von ndl-PCB auch die gefährlicheren dioxinähnlichen PCB (dl-PCB) zu erwarten, deren Analyse aber deutlich aufwändiger ist.

Der geringfügige Konsum dieser belasteten Eier führt höchstwahrscheinlich weder zu einer akuten noch zu einer chronischen Vergiftung. Die Umweltgifte können sich aber im menschlichen Fettgewebe anreichern und stellen daher eine langfristige Gefahr dar. Langzeit­wirkungen wie etwa Störungen des Immunsystems, des Nervensystems und des Hormonhaushaltes wurden in Tierversuchen nachgewiesen. Auch schwer entzündliche Erkrankungen der Haut und Schädigungen der Leber sind möglich. Eine Minimierung der Grundbelastung wird seit Jahren angestrebt.

23. April 2012

In den Eiern eines ostwestfälischen Bio-Hofs (Nordrhein-Westfalen, NRW), zwei kleiner Direktvermarkter in Duisburg (NRW) und drei niedersächsischer Legehennenbetriebe sind Grenzwertüberschreitungen bei Dioxin bzw. dioxinähnlichen PCB (Polychlorierte Biphenyle) festgestellt worden. Die Ursache ist noch immer unklar. Alle Betriebe wurden gesperrt.

Neueste Untersuchungsergebnisse der Bodenproben von dem betroffenen Hof in Stemwede (Kreis Minden-Lübbecke in NRW) zeigen stark erhöhte PCB-Werte. Diese stammen allerdings von den Freilaufflächen des konventionell bewirtschafteten Teils des Betriebes. Das teilte das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz in NRW mit: „Einzelne Teilflächen im Bereich des konventionell bewirtschafteten Betriebsteils müssen somit als ‚PCB-belastet’ bezeichnet werden. Außerdem zeigen sich Ähnlichkeiten im Belastungsmuster von untersuchten Boden- und Eierproben. Ob es hier einen direkten und eindeutigen Zusammenhang gibt, müssen weitere Ermittlungen zeigen." Deshalb wurde jetzt auch der konventionelle Teil des Hofes gesperrt.

Die PCB-Belastungen wurden Anfang April bisher nur in den Bio-Eiern des Hofs festgestellt. Analysen von Bodenproben aus dem biologisch bewirtschafteten Bereich hatten auf zwei von zehn untersuchten Flächen erhöhte Gehalte an PCB ergeben. Acht Proben waren demnach unauffällig.

17. April 2012

Beim Dioxin-Fall in Ostwestfalen ist es nach Angaben von foodwatch zu schweren Versäumnissen bei der Informationsarbeit der Behörden gekommen. Die nordrhein-westfälischen Landkreise Euskirchen und Minden-Lübbecke hielten Informationen zu einer Überschreitung des Grenzwertes zurück und verzichteten auf einen Rückruf der belasteten Eier. Erst als die PCB-kontaminierten Eier ihr Mindesthaltbarkeitsdatum bereits überschritten hatten, kam es zu einer Veröffentlichung durch das nordrhein-westfälische Verbraucherministerium.

16. April 2012

Der Biohof in Ostwestfalen-Lippe bleibt weiterhin gesperrt, da in neuen Unterschungen auf Dioxine/PCB immer noch Überschreitungen in zwei Ställen festgestellt wurden.


Nach den Angaben der Behörden sind bisher folgende Bundesländer mit belasteten Eiern im Einzelhandel betroffen: Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Nach Angaben des niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums könnten maximal 58.500 mit Dioxin/PCB belastete Eier in den Handel gelangt sein. Die Eier sind an eine Handelskette geliefert und im Nordwesten Niedersachsens in Verkehr gelangt. Das Ministerium gibt unverständlicherweise den Namen der Handelskette nicht bekannt.

14. April 2012

Nach Informationen des Verbraucherministeriums in Nordrhein-Westfalen (NRW) wurden in einem dritten Betrieb aus Niedersachsen PCB-Belastungen in Öko-Eiern (0-DE-0357661) über dem Grenzwert festgestellt. Das teilten die Behörden aus Niedersachsen dem Nachbarbundesland mit. Nach bisherigem Stand sollen mindestens 90.000 Eier nach Nordrhein-Westfalen zu einem Zwischenhändler geliefert worden sein. Die weitere Vermarktung erfolgte in NRW über Discounter und Lebensmittelketten.

13. April 2012

Auch in Eiern von zwei niedersächsischen Betrieben wurde ein erhöhter Gehalt an dioxinähnlichen PCB festgestellt. Zwar hat man alle ausgelieferten Eier zurückgerufen, es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass sich noch belastete Eier im Umlauf befinden. Betroffen sind Eier mit den Stempelaufdrucken 1-DE-0354451, 1-DE-0354452, 1-DE-0354453 und 1-DE-0352691.

11. April 2012

Neueste Untersuchungen auf dem Biobetrieb in Stemwede aus dem Kreis Minden-Lübbecke ergaben nach Auskunft des Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen weiterhin „zu hohe Werte”, so dass der Hof gesperrt bleibt. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Quelle der Belastung noch nicht eliminiert werden konnte.

Die Ursache der PCB-Belastungen ist nachwievor unklar. Tränkwasserproben auf dem Hof waren negativ. Auch bei den eingesetzten Futtermitteln, die häufig PCB- oder Dioxinbelastungen in Lebensmitteln verursachen, gibt es noch keine Hinweise für eine Kontamination. Möglicherweise könnte der Boden durch Industriealtlasten verseucht und für die erhöhten PCB-Werte in den Eiern verantwortlich sein. Das Gift könnte über das Scharren und Picken der Hühner im Freiland aufgenommen worden sein. Der Betrieb produziert nicht nur Bio-Eier, sondern auch konventionelle Eier. Diese sind nach den bisherigen Ergebnissen nicht belastet, dürfen aber aus Vorsorgegründen nicht verkauft werden.

Der eigentliche Skandal in diesem Fall ist die späte Unterrichtung der Öffentlichkeit. Erst nach mehr als sechs Wochen wurde die Belastung bekannt. Die nach dem letzte Skandal Anfang 2011 beschlossenen Vorsorgemaßnahmen scheinen offensichtlich nicht zu greifen.

5. April 2012

In Eiern eines großen Eierproduzenten im Kreis Minden-Lübbecke (25.000 Legehennen) in Nordrhein-Westfalen sind laut Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz erhöhte Werte von dioxinähnlichen PCB (Polychlorierten Biphenylen) festgestellt worden. Die Eier sind an der Stempelnummer 0-DE-0521041 zu erkennen. Falls Verbraucher Eier mit diesem Stempelcode zu Hause gelagert haben, sollten Sie diese entsorgen bzw. in den Einzelhandel zurückbringen. Der Kaufpreis betroffener Ware wird Verbraucherinnen und Verbrauchern erstattet. Sie können sich hierfür direkt bei der Eierhof Hennes GmbH (Verpackungsbetrieb) melden. 

 Die ermittelten Werte liegen bis zu sechsmal höher als der erlaubte Höchstgehalt. Zunächst hieß es, dass belastete Eier nur bis zum 7. März (Mindesthaltbarkeitsdatum: 31. März 2012) an den Handel geliefert wurden. Inzwischen wurde bekannt, dass ein Verpackungsbetrieb (Eierhof Hennes GmbH) aus dem Kreis Euskirchen durch einen Etikettierungsfehler belastete Eier mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum bis zum 8. April 2012 in den Umlauf gebracht hat.

Die Eier des beschuldigten Erzeugers sind offensichtlich bundesweit an große Supermarktketten geliefert worden, so dass auch Eier nach Hamburg gelangt sein könnten. Schätzungen gehen von mehreren 100.000 Eiern aus.

Zusätzlich wurden bei zwei kleinen Direktvermarktern in Duisburg ebenfalls Überschreitungen der Dioxin-Grenzwerte festgestellt. Auch diese Eier sollten Verbraucher nicht verzehren. Laut Aussagen der Behörden haben diese Befunde nichts mit dem Fall in Ost-Westfalen-Lippe zu tun. Es ist von einer regionalen Verbreitung der Eier auszugehen, da beide Betriebe jeweils nur gut 100 Legehennen besitzen. Die Stempelnummer bzw. die Namen der Betriebe lauten: 0-DE-0521991 (Bio-Eier) oder  „AWO Ingenhammshof” (konventionelle Eier)

Laut einer Meldung von RP online wird auch geprüft, ob ein privates Labor in Kiel gegen die Meldepflicht verstoßen hat. Dem Labor hätten bereits am 15. März Erkenntnisse über eine PCB-Belastung vorgelegen.

Das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen informiert laufend über die aktuellen Entwicklungen.

Tabelle: Alle Stempelcodes der belasteten Eier auf einen Blick


Stempel­code: 0-DE-0358591

Haltung: Bio

Sitz des Betriebes: Niedersachsen

Betroffene Bundes­länder: Niedersachsen

Datum: 02.11.2012


Stempel­code: 1-DE-0518831

Haltung: Freiland

Sitz des Betriebes: NRW

Betroffene Bundes­länder: NRW, Niedersachsen, Hessen

Datum: 29.09.2012


Stempel­code: 0-DE-0509501

Haltung: Bio

Sitz des Betriebes: NRW

Betroffene Bundes­länder: NRW, Hessen

Datum: 20.08.2012


Stempel­code: 2-DE-0357411

Haltung: Boden­haltung

Sitz des Betriebes: Niedersachsen

Betroffene Bundes­länder: Niedersachsen

Datum: 09.08.2012


Stempel­code: 1-DE-0357412

Haltung: Freiland

Sitz des Betriebes: Niedersachsen

Betroffene Bundes­länder: Niedersachsen, NRW

Datum: 02.08.2012


Stempel­code: 0-DE-0660-391, 0-DE-0660-392, 0-DE-0660-393, 0-DE-0660-394

Haltung: Bio

Sitz des Betriebes: Hessen

Betroffene Bundes­länder: Hessen

Datum: 09.07.2012


Stempel­code: 0-DE-0356091

Haltung: Bio

Sitz des Betriebes: Niedersachsen

Betroffene Bundes­länder: Baden-Württemb., Bayern, Niedersachsen, NRW, Saarland, Sachsen

Datum: 19.06.2012


Stempel­code: 1-DE-05 22462

Haltung: Freiland

Sitz des Betriebes: NRW

Betroffene Bundes­länder: Niedersachsen, NRW

Datum: 22.05.2012


Stempel­code: 1-DE-05 22461

Haltung: Freiland

Sitz des Betriebes: NRW

Betroffene Bundes­länder: Niedersachsen, NRW

Datum: 22.05.2012


Stempel­code: 0-DE-0357911

Haltung: Öko

Sitz des Betriebes: Nieder­sachsen

Betroffene Bundes­länder: Bayern, Berlin, Branden­burg, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, NRW, Rheinl.-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schl.-Holstein

Datum: 08.05.2012


Stempel­code: 0-DE-0357661

Haltung: Öko

Sitz des Betriebes: Nieder­sachsen

Betroffene Bundes­länder: Baden-Württemb., Bayern, Brandenburg, Hessen, Niedersachsen, NRW, Rheinl.-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen

Datum: 14.04.2012


Stempel­code: 1-DE-0354451

Haltung: Freiland

Sitz des Betriebes: Nieder­sachsen

Betroffene Bundes­länder: Baden-Württemb., Hessen, Niedersachsen, Sachsen

Datum: 13.04.2012


Stempel­code: 1-DE-0354452

Haltung: Freiland

Sitz des Betriebes: Nieder­sachsen

Betroffene Bundes­länder: Baden-Württemb., Hessen, Niedersachsen, Sachsen

Datum: 13.04.2012


Stempel­code: 1-DE-0354453

Haltung: Freiland

Sitz des Betriebes: Nieder­sachsen

Betroffene Bundes­länder: Baden-Württemb., Hessen, Niedersachsen, Sachsen

Datum: 13.04.2012


Stempel­code: 1-DE-0352691

Haltung: Freiland

Sitz des Betriebes: Nieder­sachsen

Betroffene Bundes­länder: Baden-Württemb., Hessen, Niedersachsen, Sachsen

Datum: 13.04.2012


Stempel­code: 0-DE-0521041

Haltung: Bio

Sitz des Betriebes: NRW (Kreis Minden-Lübbecke, Stemwede)

Betroffene Bundes­länder: Baden-Württemb., Bayern, Berlin, Hessen, NRW, Rheinl.-Pfalz, Sachsen

Datum: 05.04.2012


Stempel­code: 0-DE-0521991

Haltung: Bio

Sitz des Betriebes: NRW (Duisburg)

Betroffene Bundes­länder: NRW

Datum: 05.04.2012


Stempel­code: AWO Ingen­hamms­hof

Haltung: /

Sitz des Betriebes: NRW (Duisburg)

Betroffene Bundes­länder: NRW

Datum: 05.04.2012


 

Häufige Verbraucherfragen                                             

1. Wie soll ich mich als Verbraucher verhalten?

Eier mit den 

 

Stempelaufdrucken in der obigen Tabelle nicht essen oder kaufen.

2. Woran erkennt man die Herkunft von Eiern, was bedeuten die aufgestempelten Codenummern? 

Die Herkunft der Eier erkennt man an dem Stempel auf dem Ei. Die erste Zahl stellt die Haltungsform dar:

  • 0 = Biohaltung
  • 1 = Freilandhaltung
  • 2 = Bodenhaltung 
  • 3 = Käfighaltung

Die Buchstabenkombination zeigt das Herkunftsland:

  • DE = Deutschland
  • AT = Österreich
  • BE = Belgien
  • IT  = Italien
  • NL = Niederlande
  • ES = Spanien

Dann folgen zwei Ziffern für das Bundesland

  • 01=Schleswig-Holstein
  • 02= Hamburg
  • 03=Niedersachsen
  • 04=Bremen
  • 05=Nordrhein-Westfalen
  • 06=Hessen
  • 07=Rheinland-Pfalz
  • 08=Baden-Württemberg
  • 09=Bayern
  • 10=Saarland
  • 11=Berlin
  • 12=Brandenburg
  • 13=Mecklenburg-Vorpommern
  • 14=Sachsen
  • 15=Sachsen-Anhalt
  • 16=Thüringen

Danach kommt die vierstellige Betriebsnummer des Legebetriebes. Am Schluss steht die Stallnummer als letzte Ziffer. Zurzeit geht man davon aus, dass belastete Eier aus Nordrhein- Westfalen kommen und den allgemeinen Eiercode „0-DE-05…“ tragen würden.

Auf dem Eierkarton ist zusätzlich verpflichtend ein Code für die Packstelle der Eier vorhanden. Dieser führt oft zu Irritationen bei Verbrauchern, die diesen mit dem Eiercode auf dem Ei vergleichen. Beide Codes müssen nicht übereinstimmen, wenn z.B. die Eier in Deutschland nur verpackt wurden (DE auf dem Karton), aber z.B. aus den Niederlanden (NL auf dem Ei) stammen. Die Verbraucherzentralen setzen sich für die Verbesserung dieser verwirrenden Kennzeichnung ein.

3. Wie gefährlich sind Dioxine bzw. PCB? 

Dioxine und PCB gelten schon in geringen Mengen als krebserregend und sind zum Teil hochtoxisch. Sie reichern sich im menschlichen Fettgewebe an und stellen daher eine langfristige Gefahr dar. Als Langzeit­wirkungen wurden etwa Störungen des Immunsystems, des Nervensystems und des Hormonhaushaltes in Tierversuchen nachgewiesen. Auch schwer entzündliche Erkrankungen der Haut und Schädigungen der Leber sind möglich. Der geringfügige Konsum belasteter Eier führt höchstwahrscheinlich weder zu einer akuten noch zu einer chronischen Vergiftung und erhöht auch nicht die direkte Gefahr, an Krebs zu erkranken. Eine Minimierung der Grundbelastung wird seit Jahren angestrebt.


4. Wie kann man Dioxin vermeiden?

Wer sich überwiegend vegetarisch ernährt, ist im Durchschnitt weniger mit Dioxin belastet als andere. Über 90 Prozent der Dioxin-Exposition des Menschen geht auf Lebensmittel zurück, tierische Lebensmittel sind daran mit rund 70 Prozent beteiligt. Am stärksten belastet sind die Leber von Landtieren und Fischen (z.B. Dorschleber in Öl) sowie Fischöle, die als Futtermittel eingesetzt werden. Eine europaweite Untersuchung von Lebens- und Futtermittelproben in den Jahren 1999 bis 2008 ergab, dass 12 Prozent der 7.270 untersuchten Proben einen oder mehrere Dioxin-Grenzwerte überschritten.

5. Woher kommt das Dioxin im aktuellen Fall? 

Die Ursache der Belastung ist bisher noch nicht bekannt gegeben worden. In früheren Fällen war häufig verseuchtes Futtermittel die Ursache. Beim letzten Eier-Dioxin Skandal Anfang 2011 waren Fettsäuren, die bei der Biodiesel-Herstellung übrig blieben und nur für technische Zwecke geeignet waren, zu Futterfett verarbeitet worden. Mehr als 2.700 Tonnen dieses Futterfettes wurden vom dem Schleswig-Holsteiner Futtermittelhersteller Harles & Jentzsch im November und Dezember 2010 an 25 Futter­mittel­­hersteller in vier Bundesländern geliefert und gelangte von dort in die konventionellen landwirtschaftlichen Betriebe – Biobetriebe waren nicht betroffen. Von den mehr als 2.700 Tonnen gingen allein knapp 2.500 Tonnen an Futter­mittel­­hersteller in Nieder­sachsen. Mit dem vergifteten Tierfutter wurden Höfe unter anderem in Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Thüringen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg beliefert.

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