Was ist das für ein „Typ“?

Himbeeren abgebildet, aber praktisch keine drin. Stracciatella versprochen, doch nur eine Minimenge an Schokoladenpulver verarbeitet. Ist das erlaubt? Ja, wenn das unscheinbare Wort „Typ“ auf dem Etikett steht. Wir haben einige Beispiele gesammelt.

Mann vor Supermarktregal

Das Wichtigste in Kürze

  1. Die Bezeichnung „Typ“ als Geschmacksrichtung ist unserer Meinung nach legale Verbrauchertäuschung.
  2. Die meisten der so deklarierten Lebensmittel enthalten lediglich homöopathische Mengen des suggerierten Inhalts – wenn überhaupt.
  3. Viele Verbraucher lassen sich von diesem Etikettenschwindel täuschen.
Stand: 05.05.2017

Immer häufiger werden Geschmacksrichtungen nicht nur mit den Wörtern „Geschmack“ oder „Flavour“ umschrieben, sondern auch mit der Bezeichnung „Typ“. Das kleine Wörtchen soll suggerieren, dass das Produkt den Geschmack nur durch Aromen aus dem Chemielabor oder winzige Mengen des eigentlichen Lebensmittels erhält. Oft ist das ausgelobte Lebensmittel in der Zutatenliste also gar nicht zu finden.

Wir meinen: Das ist legale Verbrauchertäuschung und haben elf Produkte genauer unter die Lupe genommen.

    Was ist von der Bezeichnung „Typ“ zu halten?

    Rein rechtlich sind die Umschreibungen mit dem Zusatz „Typ“ erlaubt. Doch viele Verbraucher fallen trotzdem auf den Etikettenschwindel herein, weil sie die Bedeutung des Wortes gar nicht kennen. Zusätzlich nutzen Hersteller alle Tricks, um das Wort „Typ“ so unscheinbar wie möglich zu platzieren. Meist wird das ohnehin schon unauffällige Wort in kleinerer Schriftgröße – vom restlichen Text versetzt – und nur schwer lesbar abgedruckt. Zum Teil werben die Anbieter sogar mit Abbildungen des vermeintlich in großen Mengen enthaltenen Lebensmittels.

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