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Schuldnerberatung – ein teures Vergnügen?

Einige Schuldenregulierer versprechen schnelle Hilfe bei Schuldenproblemen. Lassen Sie sich das Geld nicht aus der Tasche ziehen – Ihr Schuldenberg soll schließlich schrumpfen.

Portemonnaie mit Kleingeld
Stand: 28.09.2016

Immer wieder suchen Menschen private Schuldenregulierer auf, um ihren Schuldenberg loszuwerden. Doch die vermeintlichen Helfer vermehren die Schulden der Ratsuchenden sogar noch.

Schuldenregulierung kann teuer werden

Viele unseriöse private Schuldenregulierer nutzen die Notsituation Überschuldeter aus, indem sie „Soforthilfe!“ versprechen. Wahr daran ist allerdings nur, dass diese Beratungs- oder Vermittlungsbüros sofort tätig werden: Sie kassieren als erstes eine saftige Gebühr. Auf eine qualifizierte Gegenleistung hoffen die Kunden solcher Firmen meist vergebens. Den selbsternannten Beratern fehlt dazu in vielen Fällen das nötige juristische Know-how. Statt Hilfe gibt es zu den alten Schulden noch neue dazu – oft in Höhe von mehreren Tausend Euro. Seien Sie daher besonders vorsichtig, wenn die Berater vorab viel Geld verlangen oder gleichzeitig den Eindruck einer Kreditvermittlung erwecken. Viele der Firmen arbeiten – im Gegensatz zu den offiziellen Stellen – als GmbH.

Sollten Sie tatsächlich den Gang zu einem kommerziellen Schuldenregulierer erwägen, seien Sie sich darüber im Klaren, dass hier leicht monatliche Beträge von über 100 Euro nur für die Kosten auf Sie zukommen können.

Schuldenregulierung ist meistens kostenlos

Die klassischen Schuldnerberatungsstellen der Schuldner-, Verbraucher- und Wohlfahrtsverbände hingegen arbeiten für Ratsuchende in der Regel kostenlos und beraten umfassend und kompetent. Außerdem sind diese, anders als viele gewerbliche Schuldenregulierer, auch berechtigt, Ihnen die Bescheinigung für den Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens zu erteilen.

Unser Rat

  • Ob bei uns in der Verbraucherzentrale, beim Diakonischen Werk oder einer der anderen anerkannten Hamburger Schuldnerberatungsstellen – klären Sie zunächst vorab, ob Sie überhaupt ein Fall für das Insolvenzverfahren sind oder ob es noch andere Möglichkeiten gibt, Ihre Schulden in den Griff zu bekommen.
     
  • Sollte ein Insolvenzverfahren der einzig gangbare Weg sein, prüfen wir, ob Sie den von der Stadt vorgegebenen Einkommensgrenzen unterfallen und von uns weiterberaten werden können. Anderenfalls verweisen wir Sie auf eine andere von der Stadt Hamburg anerkannte, aber kostenpflichtige Schuldnerberatungsstelle.

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