Auf dem Weg zur ersten Hamburger Verbraucherschule

Schülerinnen und Schülern mehr Alltagswissen vermitteln: Das ist das Ziel des Hamburger Albrecht-Thaer-Gymnasiums, eine unserer Partnerschulen im Projekt „Hamburger Verbraucherschulen“. Ein Thementag rund um die Verbraucherbildung.

Schüler machen Pesto
Stand: 19.07.2016

Ob Einkaufsfallen im Supermarkt, Mobilität ohne Auto, Konsum und Klimawandel, Big Data oder Grundwissen in Sachen Bank- und Finanzwesen – rund 600 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 5 bis 10 des Hamburger Albrecht-Thaer-Gymnasiums beschäftigten sich im Rahmen eines Thementags Mitte Juli kurz vor den Sommerferien mit Fragen des Verbraucheralltags. Der Tag, der unter dem Motto „Verantwortung und Nachhaltigkeit“ stand, war Startpunkt für den Weg zur ersten Verbraucherschule in der Hansestadt. Wir haben den Thementag gemeinsam mit dem Lehrerkollegium des Albrecht-Thaer-Gymnasiums geplant, vorbereitet und durchgeführt.

Verbraucherbildung ganz praktisch

So stellten beispielsweise im Workshop „Chefkoch“, einer erweiterten Station aus der Ess-Kult-Tour, knapp 30 Fünft- und Sechstklässler selbst Pesto her, überlegten sich einen Namen für ihr Produkt, entwickelten einen passenden Werbeslogan und gestalteten dazu passend Plakate. Abschließend verkosteten sie die handgemachten Produkte, verglichen deren Geschmack mit denen von Fertigprodukten aus dem Supermarkt und stellten die Zutaten beider Varianten gegenüber.

17 Schüler-Workshops zur Auswahl

Auch in den weiteren 16 Workshops waren die Schülerinnen und Schüler eifrig und interessiert am Werk. Beim „Recycling-Design“ etwa wurden Handytaschen produziert, Kleider aus alten Gardinen genäht, aussortierte Weihnachtskugeln veredelt oder Schmuckständer aus Pappe und Korken gebaut. Im Workshop „Bigfoot“ lernten Fünft- bis Achtklässler mehr über Nachhaltigkeit und die Auswirkungen des eigenen Konsumverhaltens auf den Klimawandel. Andere Kinder beleuchteten das Thema musikalisch und komponierten einen eigenen Nachhaltigkeitssong für die Schule.

Auf dem Weg zur Verbraucherschule

Der Thementag bildete den Auftakt für das große Ziel, die erste Hamburger Verbraucherschule zu werden. Um im Alltag gut zurecht zu kommen, müssen Jugendliche heute sehr viel mehr Konsum- und Orientierungskompetenzen erwerben. Die Schule möchte mit Angeboten wie diesem Thementag dabei helfen, die richtigen Entscheidungen als Verbraucher zu treffen und sie besser auf ein eigenverantwortliches Leben vorbereiten.

Ab dem nächsten Schuljahr wird es mit uns als außerschulischem Partner regelmäßige Veranstaltungen zum Thema Verbraucherbildung geben. Geplant sind beispielsweise eine Tour durch einen Supermarkt mit Hinweisen zu Einkaufsfallen und die Durchführung der Banktour, bei der die Jugendlichen lernen, auf welche Fallstricke beim Eröffnen eines Girokontos zu achten ist.

Wir freuen uns über die gute Resonanz in der Presse! Hier geht es zum Artikel in der WELT und zum Beitrag auf SAT1.

Über das Projekt „Hamburger Verbraucherschulen“

Im Rahmen des Projektes „Hamburger Verbraucherschulen“ vermittelt die Verbraucherzentrale Hamburg Schülerinnen und Schülern an vier ausgewählten Hamburger Schulen Konsum- und Alltagskompetenzen in den Bereichen Ernährung und Gesundheit, Finanzen und Verbraucherrecht, Medien und nachhaltiger Konsum. Die Kinder und Jugendlichen sollen so besser für ihr Alltagsleben gewappnet sein.

Das Projekt wird gefördert von der Deutschen Stiftung Verbraucherschutz.