Selbstverteidigung in Sachen Mogelpackungen will gelernt sein

Zwei Tüten mit Erdnussflips sehen auf den ersten Blick gleich aus, doch die Waage zeigt: In der einen Tüte ist weniger drin. Schülerinnen und Schüler am Hamburger Albrecht-Thaer-Gymnasium haben gelernt, worauf sie beim Einkauf im Supermarkt achten sollten.

Hamburger Schülerinnen beim Mogelpackungsworkshop der Verbraucherzentrale Hamburg
Stand: 21.12.2017

Auch wenn die Werbung einen anderen Eindruck vermittelt: Die Produkte in Supermärkten und Drogerien sind selten so gut wie sie scheinen. Viele Menschen wissen jedoch oft nicht, worauf sie beim Einkauf von Lebensmitteln und Hygieneartikeln achten müssen. Wir haben Schülerinnen und Schüler mit einem Workshop auf den Konsumalltag vorbereitet und mit ihnen gemeinsam die Tricks der Hersteller und Händler entlarvt.

Einen Schulvormittag lang beschäftigten sich Fünftklässler des Albrecht-Thaer-Gymnasiums im Hamburger Stadtteil Stellingen damit, wie man Lebensmittelverpackungen und deren Kennzeichnungen liest, woran man Mogelpackungen erkennt und mit welchen Marketing-Tricks die Branche versucht, Verbraucher hinters Licht zu führen.

Zum Einsatz kamen unter anderem die „E-Nummern-Liste“ und der „Ampelcheck“ der Verbraucherzentrale, viele Beispielverpackungen, zahlreiche Fotos und Röntgenaufnahmen, die anschaulich darstellen, was wirklich in den Produkten drin steckt.

An unterschiedlichen Stationen konnten die Schülerinnen und Schüler die Werbeversprechen auf den Verpackungen entlarven oder sich selber ein Müsli kreieren. Dabei halfen Schülerinnen und Schüler aus älteren Klassen. Ein Ansatz, der die Vermittlungskompetenz und das Zusammengehörigkeitsgefühl stärkt.

Gerade junge Konsumenten können nicht früh genug sensibilisiert werden, um für den Einkauf gewappnet zu sein. Einige Fünftklässler des Albrecht-Thaer-Gymnasiums sind es nun.

Über das Projekt „Hamburger Verbraucherschulen“

Im Rahmen des Projektes „Hamburger Verbraucherschulen“ vermittelt die Verbraucherzentrale Hamburg Schülerinnen und Schülern an vier ausgewählten Hamburger Schulen Konsum- und Alltagskompetenzen in den Bereichen Ernährung und Gesundheit, Finanzen und Verbraucherrecht, Medien und nachhaltiger Konsum. Die Kinder und Jugendlichen sollen so besser für ihr Alltagsleben gewappnet sein.

Das Projekt wird gefördert von der Deutschen Stiftung Verbraucherschutz.

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