Widerspruch: Sorgen mit der Volksfürsorge?

Wenn Sie beim Abschluss einer Renten- oder Lebensversicherung nicht ordnungsgemäß über Ihr Widerspruchsrecht belehrt wurden, können Sie Ihren Vertrag möglicherweise rückabwickeln und davon finanziell profitieren. Das ist bei vielen Policen der ehemaligen Volksfürsorge Lebensversicherung AG aus den Jahren 1995 bis 2007 der Fall. Schließen Sie sich unserer Sammelaktion an, wenn wir Ihre Ansprüche gegenüber dem Versicherer durchsetzen sollen!

Frau prüft Unterlagen

Das Wichtigste in Kürze

  1. Beim Abschluss vieler Lebens- und Rentenversicherungsverträge der Volksfürsorge wurden Verbraucher falsch über ihr Widerspruchsrecht informiert.
  2. Die Verträge aus den Jahren 1995 bis 2007 können daher auch heute noch und selbst dann, wenn sie bereits gekündigt wurden, rückabgewickelt werden. Versicherten wird dann oft deutlich mehr Geld ausgezahlt als bei einer Kündigung.
  3. Die Verbraucherzentrale Hamburg startet erstmals eine Sammelaktion, um die Ansprüche von Volksfürsorge-Versicherten gebündelt durchzusetzen. Betroffene können sich ab sofort für die Aktion anmelden.
Stand: 27.09.2018

Laut den uns vorliegenden Unterlagen hat die Volksfürsorge, die heute zum Generali-Konzern gehört, in den Jahren 1995 bis 2007 vermutlich bei vielen Lebens- und Rentenversicherungsverträgen falsch über das Widerspruchsrecht belehrt. Versicherte oder ehemals Versicherte können ihren Vertrag dann widerrufen und eine ordentliche Rückzahlung erhalten. Wenn Sie betroffen sind, stehen Ihnen nach einem Widerspruch Ihre eingezahlten Prämien plus Zinsen zu. Lediglich die Summe für den Versicherungsschutz darf der Versicherer einbehalten. Das bedeutet: Sie bekommen in der Regel deutlich mehr Geld zurück als bei einer Kündigung.

Wir wollen die Ansprüche von Volksfürsorge-Versicherten (heute Generali) gebündelt durchsetzen. Ab sofort können Sie sich für die Teilnahme an unserer Sammelaktion anmelden. Füllen Sie hierfür einfach unser Anmelde- und Auftragsformular aus.

1. Schritt: Unterlagen einsenden, Vertrag prüfen und Rückzahlungsanspruch berechnen lassen

Voraussetzung für einen Widerspruch ist, dass Sie fehlerhaft oder nicht ausreichend über Ihren Vertrag informiert wurden. Wir prüfen daher zunächst Ihre Vertragsunterlagen. Kann Ihrem Vertrag widersprochen werden, berechnen wir für Sie den höchstmöglichen Rückzahlungsanspruch. Hierfür füllen Sie einfach unser Auftragsformular aus und reichen dieses mit Kopien Ihrer Verträge (nähere Infos dazu im Auftragsformular) bei uns ein.

Die juristische und rechnerische Prüfung kostet 170 Euro pro Vertrag. Sollte die Vertragsprüfung kein Recht zum Widerspruch ergeben oder eine Berechnung nicht möglich sein, zahlen Sie lediglich 85 Euro.

Die Prüfung Ihres Vertrags wird voraussichtlich drei Wochen dauern.

2. Schritt: An Sammelaktion teilnehmen

Nach der juristischen und rechnerischen Prüfung erhalten Sie Post von uns. Wir übersenden Ihnen das Ergebnis unserer Prüfung und teilen Ihnen mit, ob Sie an der Sammelaktion teilnehmen können. In diesem Fall werden wir Ihre Ansprüche zunächst außergerichtlich gegenüber der Generali-Gruppe (hat die alten Verträge der Volksfürsorge übernommen) vertreten und versuchen, eine Einigung herbeizuführen.

Weil mit der außergerichtlichen Vertretung auch jede Menge Abstimmungen und Papierkram verbunden sind, müssen wir hierfür eine zusätzliche Aufwandsentschädigung in Höhe von 30 Euro verlangen. Sie erhalten von uns zu gegebenem Zeitpunkt eine entsprechende Einzugsermächtigung. 

Sollte sich der Generali-Konzern nicht einsichtig zeigen, würden wir Ihre Ansprüche auch vor Gericht einklagen. Kommt es dazu, stimmen wir alle weiteren Schritte und möglichen Kosten im Vorfeld mit Ihnen ab.

3. Schritt: Geld erhalten

Nach Abschluss der Sammelaktion durch einen Vergleich mit dem Versicherer oder ein rechtskräftiges Urteil schütten wir den Ihnen zustehenden Betrag automatisch aus.

Viele Versicherungsunternehmen machen es ihren Kunden in Sachen Widerspruch nicht gerade leicht. Oft lehnen sie berechtigte Rückabwicklungsansprüche einfach ab oder halten die Betroffenen monatelang hin. Wenn Sie bei unserer Sammelaktion mitmachen, erhalten Sie Ihr Geld hoffentlich schneller zurück.
 


Fragen und Antworten zur Sammelaktion


Welche Verträge kann ich einreichen?

Sie können im Rahmen unserer Sammelaktion klassische Kapitallebens- und private Rentenversicherungsverträge der Volksfürsorge zur Prüfung einreichen, wenn Sie diese in den Jahren 1995 bis 2007 abgeschlossen haben. Die Verträge der Volksfürsorge wurden vor einiger Zeit vom Versicherer Generali übernommen.

Bis wann kann ich mich für die Sammelaktion anmelden?

Sie können sich noch bis zum 31. Dezember 2018 für unsere Sammelaktion anmelden. Das tun Sie einfach, indem Sie unser Auftragsformular ausfüllen und dieses gemeinsam mit Ihren Vertragsunterlagen einsenden.

Gilt das Angebot auch für Pensionskassenverträge der Volksfürsorge?

Nein, Pensionskassen sind ausdrücklich von der Möglichkeit eines Widerspruchs ausgenommen. Haben Sie einen solchen Vertrag, können Sie sich an unserer Sammelaktion leider nicht beteiligen.

Kann ich Ihnen auch meine fondsgebundene Versicherung der Volksfürsorge zusenden?

Ja, wir können auch fondsgebundene Versicherungen juristisch prüfen und Ihnen sagen, ob wir eine Möglichkeit sehen, dem Vertrag zu widersprechen. Im Rahmen unserer Sammelaktion können wir diese Policen allerdings nicht berücksichtigen.

Kann ich auch meine betriebliche Altersvorsorge / Direktversicherung von der Volksfürsorge prüfen lassen?

Nein, bei dieser Sammelaktion können wir Direktversicherungen und Verträge der betrieblichen Altersvorsorge leider nicht berücksichtigen.

Gut zu wissen

Mit unserer Sammelaktion wollen wir die Ansprüche von Versicherten erstmals gebündelt durchsetzen. Allzu oft mussten wir in den letzten Monaten lesen oder hören, wie schwer es Verbraucher haben, in Sachen Widerspruch zu ihrem Recht zu kommen. Das wollen wir gemeinsam mit Ihnen ändern. Schließen Sie sich unserer Aktion an – Sie profitieren in vielerlei Hinsicht:

  • Sie haben die volle Kostenkontrolle. Sie gehen kein Prozessrisiko ein und kennen die Entgelte für unsere Dienstleistungen vorab.
  • Sie müssen sich nicht in langwierigen Schriftwechseln mit der Generali Versicherung auseinandersetzen, um am Ende doch auf Granit zu beißen.
  • Sie haben mit unserer Unterstützung eine bessere Verhandlungsposition gegenüber der Generali-Gruppe, denn wir bündeln die Interessen vieler Betroffener.

Sie haben noch Fragen? Schreiben Sie uns an versicherungen@vzhh.de, was Sie noch zur Sammelaktion wissen möchten, und wir melden uns bei Ihnen.

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