Verdorbene Lebensmittel: Müssen Sie nicht schlucken!

Verdorbene Lebensmittel reklamieren

Da kann einem der Appetit vergehen: Verdorbene Salatsoße, Würmer im Fisch, Motten im Müsli oder Durchfall und Übelkeit nach einem Tiramisunachtisch im Restaurant. Dies sind nur einige abstoßende Beispiele für hygienische Mängel von Lebensmitteln, wie sie in Hamburg jedes Jahr vorkommen. Viele Verbraucher ekeln sich auch bei Schmutz und Dreck in Imbissbuden oder Restaurants.

„Das muss man sich nicht gefallen lassen“, meint Ernährungsexpertin Silke Schwartau von der Verbraucherzentrale Hamburg. „Schlucken Sie Ihren Ärger nicht herunter, sondern reklamieren Sie gezielt solche Verstöße gegen das Lebensmittelrecht“, rät sie den Verbrauchern. „Kritische Verbraucher sind wertvolle Partner der Lebensmittelüberwachung, denn der überwiegende Anteil der Beschwerden ist berechtigt.“ So entsprachen z. B. im Jahr 2000 61 % der Lebensmittel, die in Hamburg von Verbrauchern bei den Überwachungsbehörden moniert wurden, nicht den gesetzlichen Vorschriften.

Die Verbraucher haben ein Recht auf einwandfreie und richtig gekennzeichnete Waren, sowie einen Anspruch auf Schutz vor Täuschung durch irreführende Werbeaussagen. Mit einer gezielten Beschwerde hilft sie die Qualität des Lebensmittelangebots zu sichern, wie es im Lebensmittelrecht vorgeschrieben ist.

Mehr dazu können Sie in unserem Faltblatt „Lebensmittel gezielt reklamieren“ nachlesen.

Was tun, wenn Sie in Hamburg Lebensmittel reklamieren wollen?

Die Lebensmittelüberwachung ist bei den Verbraucherschutzämtern in den sieben Bezirken der Freien und Hansestadt Hamburg angesiedelt. Der richtige Ansprechpartner ist die Behörde, in deren Bezirk Sie das unappetitliche Lebensmittel gekauft haben.

Beispiele:

  • Sie haben einen verschimmelten Jogurt in der Grindelallee gekauft, dann wenden Sie sich bitte an die Lebensmittelüberwachung in Eimsbüttel.
  • Sie wollen sich über unhygienische Zustände in einer Imbissbude in der Langen Reihe beschweren, dann wenden Sie sich an die Lebensmittelüberwachung Hamburg-Mitte.


Gerne hilft Ihnen auch die Verbraucherzentrale Hamburg weiter: ernaehrung@vzhh.de

Weitere Dienststellen der Freien und Hansestadt Hamburg zur Lebensmittelsicherheit:

Eichdirektion

Verpackungsmogeleien

Fast jedes zehnte fertig verpackte Lebensmittel ist zu leicht – doch die „Katze im Sack“ müssen Sie nicht widerspruchslos kaufen. Das Eichamt geht z. B. mit Bußgeldern gegen schlampige Abfüller und Verpackunsmogler vor.

Lassen Sie dort prüfen, ob das Gewicht stimmt. Rufen Sie vorher an, um einen Termin zu vereinbaren.

Eichdirektion Nord

Ansprechpartner: Rüdiger Kleffmann

Nordkanalstr. 50
20097 Hamburg

Telefon: (040) 428 54-2794

Fax: (040) 428 54 2684
E-Mail: hamburg@ed-nord.de

 

Institut für Hygiene und Umwelt

Muttermilch und Radioaktivität:

  • Untersuchung von Muttermilch auf Organochlorverbindungen, Schwermetalle und Radioaktivität
  • Radioaktivitätsuntersuchungen von gesammelten Pilzen und Beerenobst

 

Beide Untersuchungen sind unentgeltlich. Eine telefonische Voranmeldung ist erforderlich. Weitere Auskünfte erhalten Sie in der zuständigen Abteilung des Instituts.

Institut für Hygiene und Umwelt

Ansprechpartner: Dr. Manfred Kutzke

Marckmannstraße 129a
20539 Hamburg

Telefon: (040) 428 45 77

Fax: (040) 42873-10854
E-Mail: InfoHU@hu.hamburg.de

 


Polizei Hamburg

Wasserschutzpolizei Fachdienst Umweltdelikte -WSPF 212-
Verstöße außerhalb der Dienstzeiten:

Primär sollten sich Verbraucher bei Lebensmittelreklamationen an die zuständigen Verbraucherschutzämter wenden. Außerhalb der Dienstzeiten können Verbraucher mit jeder Dienststelle der Polizei oder der Rufbereitschaft der Wasserschutzpolizei Fachdienst Umweltdelikte Kontakt aufnehmen.

Wasserschutzpolizei

Fachdienst Umweltdelikte -WSPF 212

Wilstorfer Str. 100
21073 Hamburg

Rufbereitschaft

Telefon: (040) 4286 - 65402

Fax:(040) 4286 - 65409
E-Mail: wsp21@polizei.hamburg.de

Stand vom Mittwoch, 13. Juli 2016

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