Was mache ich bloß mit dem Zeug?

Obwohl keine Bestellung vorliegt, verschicken Unternehmen immer wieder Unterwäsche, Bücher, Münzen oder Ginkgo-Präparate an Verbraucher. 

Die Rechtslage ist in diesen Fällen eindeutig: Erhält ein Verbraucher unbestellte Ware, so muss er diese gemäß § 241a BGB nicht bezahlen.

Mehr noch: Der Verbraucher darf die Ware in den Müll werfen oder, wenn sie ihm gefällt, nutzen. Eine Verpflichtung zur Rücksendung besteht nicht. 

Etwas anderes gilt nur, wenn der Verbraucher erkennen muss, dass das Päckchen nicht für ihn bestimmt war bzw. ein Irrtum des Unternehmens vorlag. 

Zurück an Absender?

Da viele Verbraucher Sachen, die sie nicht bezahlt haben, auch nicht nutzen möchten, aber auch Bedenken haben, diese einfach zu entsorgen, werden viele Päckchen unfrei, also ohne Porto, an den Unternehmer zurückgesandt.

Aber Vorsicht. Dieses Vorgehen kann teuer werden. Verweigert das Unternehmen die Annahme, geht das Päckchen zurück an den Verbraucher. Verweigert auch dieser die Annahme wird das Paket bei der Post eingelagert. Die Kosten für die Beförderungen sowie die Einlagerung von rund 50 Euro stellt die Post - zu Recht - dem Verbraucher in Rechnung, da dieser mit der „unfreien Paketaufgabe“ ihr Vertragspartner wurde. 

Übrigens: Selbst, wenn der unbestellten Ware ein Zettel mit dem Hinweis „Schicken Sie die Ware nicht innerhalb von zwei Wochen zurück, so gilt der Vertrag als geschlossen“ beiliegt, sind Sie zu Nichts verpflichtet. Ihre Untätigkeit stellt keine Vertragsannahme dar.

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Stand vom Sonntag, 1. Juli 2012

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