Ameisen im Haus?

Die meisten Ameisenarten legen ihre Nester außerhalb von Gebäuden unter Steinen, Platten oder in Wandrissen an. Sieht man sie in Wohnungen oder Häusern, sind sie meist auf der Suche nach Nahrung. Über undichte Fenster und Türen ist der Weg dorthin für sie nicht sonderlich beschwerlich. Hat eine Ameise einmal eine lukrative Nahrungs­quelle entdeckt, so markiert sie den Weg zum Futter mit Duftstoffen. Je attraktiver das Nahrungsangebot, desto stärker wird die Route genutzt und der Signalduft umso intensiver. Eine Ameisenstraße entsteht. Was tun?

Wie werde ich Ameisen wieder los?

Generell raten wir von chemisch-synthetischen Ameisen­bekämpfungs­­mitteln ab. Denn diese können auch für den Menschen gesundheitsschädigend sein. Es gibt ausreichend Alternativen.

1. Vorbeugen ist der beste Schutz

  • Verschließen Sie Fugen und Spalten in Ihrer Wohnung oder Ihrem Haus mit Silikon.

  • Lassen Sie Fressnäpfe für Tiere mit Futterresten nur im Bedarfsfall stehen. Sie locken Ameisen an.

  • Sichern Sie Ihre Vorräte in Behältern mit einer Gummidichtung am Deckel.

  • Lagern Sie auch im Kühlschrank Ihre Lebensmittel verschlossen, denn die Kühlschranktür stellt keine ernsthafte Barriere für Ameisen dar.

  • Sammeln Sie Abfälle in dicht schließenden Behältern und entfernen Sie vor allem organischen Abfall täglich aus der Wohnung.

2. Handeln statt abwarten

  • Bringen Sie beispielsweise an Fenstern, Türen oder auf Regalen klebende Barrieren an. Sie blockieren den Ameisen den Zugang.

  • Legen Sie stark duftende Kräuter auf die Ameisenstraße. Sie stören den guten Orientierungssinn der Ameisen. Hierfür bieten sich zum Beispiel Lavendel als Öl oder Konzentrat, Wacholderblätter oder Farnkraut an. Sie können auch Zitronenschalen vor die Zugänge, beispielsweise vor die Terrassentür legen. Zimtpulver oder Essig vertreiben Ameisen ebenfalls.

    Im Handel erhalten Sie sogar ein fertiges Gemisch verschiedener ätherischer Öle, das als Ameisenöl verkauft wird.

  • Vermischen Sie Backpulver mit etwas Zucker. Davon werden die Ameisen angelockt, und sie sterben nach dem Fressen des Pulvers, denn ihr Magen bläht sich auf.

  • Bringen Sie in die Schlupfwinkel oder an den Wanderwegen der Ameisen Diatomeenerde – ein fein gemahlenes Pulver aus Kieselalgen – aus. Kommen die Tiere mit dem Pulver in Berührung, wird ihr Chitinpanzer verletzt und sie trocknen aus. Der Einsatz dieses Pulvers ist nur zielführend, wenn es nicht feucht werden kann, denn dann verliert es seine Wirkung. Achtung, die Diatomeenerde nicht einatmen und von Kindern und Haustieren fernhalten.

  • Befindet sich ein Ameisennest im Gebäude, in Holzwänden oder Kabelschächten, beauftragen Sie einen sachkundigen Schädlings­experten mit der Bekämpfung durch ein nicht-chemisches Alternativverfahren.

Broschüre zum Weiterlesen.

Wenn nicht nur Ameisen Sie plagen, sondern auch noch andere Insekten, hilft Ihnen unsere neue Broschüre weiter. Denn Produkte gegen Schädlinge gibt es viele, aber was hilft wirklich und wie kann man ohne schädliche Chemie gegen Motten, Mücken, Mäuse und Co. vorgehen? Ein Leitfaden für umweltverträgliches Handeln.

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Stand vom Dienstag, 25. Juli 2017

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