Immer mehr Verbraucher fragen nach umweltverträglich hergestellter und fair gehandelter Kleidung. Die Nachrichten über Brände in Kleiderfabriken in Bangladesh haben vielen Verbrauchern die Augen geöffnet.
Die im November 2012 veröffentlichte Untersuchung von Greenpeace zu Gift in Textilien hat die Verbraucher aufgeschreckt. "Schick aber schädlich" - so hieß der arte-Themenabend am 3. Juli 2012, der schockierende Bilder über die weltweite Produktion von Kleidung zeigte. Wir geben Ihnen Hinweise, wie Sie beim Kleidungseinkauf auf Umwelt, Sozialverträglichkeit und Qualität achten können.
Die Zeiten, in denen Hosen geflickt und Socken gestopft wurden, gehören längst der Vergangenheit an. Kleidung ist zu einem preiswerten Konsumgut geworden, das im Überfluss verfügbar ist und als kurzlebiger Modeartikel hergestellt wird. So kommen in Deutschland etwa 15 Kilogramm Textilien pro Jahr zusammen, um uns modisch zu umhüllen.
Wir empfehlen beim Kauf von Kleidung auf Qualität zu achten und hier sehen wir Ökokleidung ganz vorn. Um Ihnen den Einkauf zu erleichtern haben wir uns auf die Suche gemacht und haben in Hamburg 15 Geschäfte ausfindig gemacht, in denen Ökokleidung angeboten wird. Über das Internet haben wir fast dreißig Anbieter gefunden.
Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist es ärgerlich, wenn ein Kleidungsstück nach kurzem Gebrauch deutliche Abnutzungsspuren zeigt oder bei der ersten Wäsche extrem einläuft.
Das Textilkennzeichnungsgesetz schreibt nur eine Kennzeichnung der verwendeten Fasern vor. Die Pflegekennzeichnung dagegen ist freiwillig. Von Ausrüstungen erfährt der Verbraucher nur, wenn sie als zusätzlicher Nutzen beworben werden können. Die Verbraucherzentrale gibt mit dem Ratgeber "Betrifft Textilien" wichtige Informationen und Tipps zum Kleidungskauf.
Immer weniger Menschen können Gebrauchs- und Pflegeeigenschaften der unterschiedlichen Materialien beurteilen, aus denen Kleidung hergestellt ist. Dass die „Veredelung“ mit allerlei chemischen Ausrüstungen nicht nur Knitterarmut und Fleckenschutz, sondern auch Allergien zur Folge haben, erzählen die Etiketten im Shirt oder an der Hose nicht. Sie geben auch keine Information darüber, dass bei der Herstellung vieler Textilien im Ausland noch immer Pestizide und Ausrüstungschemikalien eingesetzt werden, die in Deutschland längst verboten sind und am Produktionsort die Umwelt vergiften.
Stand vom Montag, 4. Februar 2013
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