Beitragserhöhung? Tarif wechseln!

Viele privat Krankenversicherte erhalten jetzt Briefe ihrer Versicherung mit der Ankündigung massiver Beitragserhöhungen. Medien hatten schon länger berichtet, die Versicherung werde für etwa sechs Millionen Menschen im Durchschnitt um elf Prozent teurer. In Einzelfällen können es aber auch einmal 20 Prozent oder mehr sein. Was tun?

Tarif wechseln, Kosten senken – mit unabhängiger Hilfe

Bei zu hohen Prämien für die private Krankenversicherung (PKV) bleibt oft nur der Weg, innerhalb der Versicherung den Tarif zu wechseln. Aber der eigene Kampf durch den Tarifdschungel ist mühsam. In aller Regel werden Sie nicht alle Tarife, die in Frage kommen, ausfindig machen können. Wir unterstützen Sie fachkundig und unabhängig.

  • Beispiel: Frau F. zahlt jeden Monat 960 Euro Beitrag an ihre private Krankenversicherung. Sie ist Rentnerin und kann sich das gar nicht leisten, von der Rente bleibt kaum noch etwas zum Leben. Wir beraten sie zum Tarifwechsel, und nun zahlt sie nur noch 550 Euro im Monat – sie spart monatlich 410 Euro, das sind im Jahr fast 5.000 Euro.

Nicht immer ist der Tarifwechsel so erfolgreich wie bei Frau F., in seltenen Fällen finden auch wir keinen günstigeren Tarif. Aber in den meisten Fällen gelingt eine Entlastung.

  • Kommen Sie in unsere unabhängige Spezialberatung zum Tarifwechsel; Anmeldung unter: Tel. (040) 24832-130 oder -107: In einem persönlichen Gespräch stellen wir gemeinsam mit Ihnen fest, welche Leistungen versichert sein sollen, was für welchen Preis bereits versichert ist und ermitteln dann computergestützt, welche anderen Tarife Ihres Versicherers in Betracht kommen. Die Favoriten drucken wir aus, damit Sie dort dann ganz konkret nach diesen fragen können.

  • Laden Sie sich unseren Musterbrief herunter, mit dem Sie bei Ihrer PKV Angebote zum Tarifwechsel anfordern.

Vorher über Leistungen nachdenken: Bei einem Wechsel des Tarifs sollten Sie vorher genau überlegen, welche Leistungen versichert sein sollen. Was ist bisher versichert, was soll und muss künftig versichert sein? Muss es beispielsweise das Einzelzimmer mit Chefarztbehandlung sein oder reicht auch das Zweibettzimmer? Braucht man wirklich das Krankenhaus- oder Kur-Tagegeld?

Sie dürfen innerhalb der PKV den Tarif wechseln!

Wenden sich Verbraucher mit ihrem Anliegen, den Tarif zu wechseln, an ihre Versicherung, stoßen sie oft auf taube Ohren. Denn: Der Wechsel in einen preiswerteren Tarif liegt natürlich nicht in deren Interesse. Aus welchem Grund auch sollten sie den Wechsel unterstützen in einen Tarif, in dem die gleiche Leistung für eine geringere Prämie erbracht wird?

Doch Sie haben das Recht, von einem teuren Tarif in einen preisgünstigeren mit gleichen Leistungen zu wechseln. Bleiben Sie also hartnäckig!

Das Recht auf einen Tarifwechsel haben Sie sowohl in einer Vollkostenversicherung als auch in einer Zusatzversicherung. Wenn der neue Tarif keine höheren oder umfassenderen Leistungen vorsieht als der vorherige, darf die Versicherung weder einen Risikozuschlag noch eine neue Gesundheitsprüfung verlangen. Dasselbe gilt, wenn Sie eventuelle Mehrleistungen des neuen Tarifs vertraglich ausschließen.

Die Vorteile des Tarifwechsels: Die Rechte aus dem alten Vertrag und die Altersrückstellungen bleiben bei einem Tarifwechsel erhalten. Das Alter und der Gesundheitszustand dürfen bei der Bemessung der Prämie nur berücksichtigt werden, wenn Mehrleistungen vereinbart werden oder der Selbstbehalt reduziert werden soll.

Wieso nicht zu einem anderer Versicherer gehen?

Der Wechsel zu einem anderen Versicherungsunternehmen ist oft nicht mehr möglich – etwa weil Sie inzwischen kränker sind als früher und dafür Risikozuschläge bezahlen müssten oder gar nicht mehr aufgenommen würden; oder einfach nur weil Sie jetzt viel älter sind und die Prämien deshalb viel höher wären. Außerdem ist der Wechsel zu einem anderen Unternehmen in der Regel nicht sinnvoll, wenn man schon jahrelang Alterungsrückstellungen angespart hat, die man dann nicht mitnehmen kann.

Warum steigen die Beiträge für die PKV von Jahr zu Jahr?

Beitragserhöhungen haben ihren Grund oft in „geschlossenen″ Tarifen. In solche Tarife nahmen die Versicherungen vor Jahren junge, gesunde Versicherte auf. Dann wurden sie geschlossen, es kamen also keine neuen Kunden hinzu und die Verbleibenden wurden immer älter. Man spricht davon, dass die Tarife „vergreisen″. Da in solchen Tarifen nur noch ältere Versicherungs­nehmer mit entsprechend höheren Krankheitskosten versichert sind, steigen die Beiträge oft derart drastisch, dass sie von den Versicherten nicht mehr bezahlt werden können.

Was ist von Widge.de und anderen Anbietern zu halten?

Unternehmen wie die WIDGE.de GmbH, delegare ag (beitragsoptimierung24.de) oder die Deutsche Gesellschaft für Privatpatienten bieten an, beim Tarifwechsel zu helfen. Eine Beratung durch diese Unternehmen wird in der Regel dann kostenpflichtig, wenn Sie als Versicherter in den durch das Unternehmen vorgeschlagenen Tarif wechseln. Als Honorar wird das 8- bis 12-fache der monatlich erbrachten Ersparnis gezahlt. Das können schnell viele tausend Euro sein.

Bei Frau F., unserer oben genannten Versicherten, hätten diese Unternehmen zwar den kompletten Wechsel übernommen, dafür aber 3.000 bis 5.000 Euro kassiert. Bei der Verbraucherzentrale hat die Beratung 50 Euro gekostet.

Wie bei allen Vertrags­abschlüssen raten wir daher auch bei diesen Angeboten: Den Vertrag und insbesondere das Kleingedruckte sorgfältig lesen.

Und noch ein Hinweis in eigener Sache: Das Unternehmen WIDGE.de hat auf seiner Homepage ein Interview mit einer 84-jährigen „Frau Dr. Annegret Krohn” veröffentlicht, die behauptet, das Tarifwechsel­modell dieser Firma werde von der Verbraucherzentrale Hamburg „befürwortet”. Das ist nicht richtig. Wir befürworten den Tarifwechsel in geeigneten Fällen, aber empfehlen keines der Unternehmen, die den Tarifwechsel zu ihrem Geschäftsmodell gemacht haben. Wir sehen eher die Gefahr, dass Ihnen Tarife angeboten werden, die zwar preiswerter, aber auch schlechter sind und bei deren Vermittlung das Unternehmen viel verdient, Sie aber kaum einen oder gar keinen Vorteil haben.

Stand vom Dienstag, 29. November 2016

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