Wegen Übermüllung geschlossen

Täglich landen Unmengen von Werbesendungen ungelesen im Altpapier. Wenn Sie sich nicht vollmüllen lassen wollen, können Sie sich wehren. Ihre Gegenwehr hängt von der Art der Werbesendung ab.

Persönlich adressierte Werbesendungen

Seit der Novellierung des Datenschutzrechts im Herbst 2009 sind die Unternehmen verpflichtet, den Empfänger der Werbung auf sein Widerspruchsrecht (§ 28 IV BDSG) hinzuweisen und die Adresse zu benennen, an die der Widerspruch geschickt werden kann.

Wünschen Sie die Werbung nicht, widersprechen Sie formlos ("ich widerspreche der Nutzung meiner Daten zu Werbezwecken und/oder für die Markt- und Meinungsforschung "). Wollen Sie einen Nachweis darüber, dass das Unternehmen das Schreiben erhalten hat, schicken Sie es per Einschreiben/Rückschein.

Zudem können Sie sich auf die sog. „Robinsonliste“ setzen lassen. Sie werden dann von den aktuellen Adresslisten der Werbeunternehmen gestrichen, die Mitglied im DDV sind. Der Formularantrag für die Aufnahme in die Robinsonliste kann telefonisch unter der Rufnummer 07156/95 10 10 oder schriftlich unter der Adresse DDV, Robinsonliste, Postfach 1401, 71243 Ditzingen, angefordert werden. Zusätzlich ist ein Eintrag online unter www.ddv-robinsonliste.de möglich. Dieser Eintrag bietet Ihnen aber keineswegs eine Garantie, nicht mehr von Werbepost belästigt zu werden. Denn er gilt nur für die dem DDV-Verband angeschlossenen Unternehmen.

Schickt das Unternehmen trotz Ihres Widerspruchs weiterhin hartnäckig Werbung (mehr als zweimal nach Widerspruch), informieren Sie uns. Wir prüfen dann, ob wir die Firma abmahnen können.

Fehlt bereits die Werbe-Abstelladresse, so wenden Sie sich bitte an den Datenschutzbeauftragten Ihres Bundeslandes. In Hamburg ist dies:

Hamburgischer Datenschutzbeauftragter

Klosterwall 6
20095 Hamburg
Tel: (0 40) 428 54-40 40
Fax: (0 40) 428 54-40 00
E-Mail: mailbox@datenschutz.hamburg.de

Allgemeine Werbeblätter, etwa von Pizzadiensten oder örtlichen Supermärkten

Kleben Sie den Aufkleber "Werbung verboten" (bei uns erhältlich) an Ihren Briefkasten. Finden Sie dennoch Flyer in Ihrem Briefkasten, schreiben Sie die Firma an und weisen Sie bestimmt darauf hin, dass sie sich an das Werbeverbot halten müssen.

Verstößt das Unternehmen hartnäckig (mehr als zweimal) gegen Ihren Willen, informieren Sie uns. Wir prüfen dann, ob wir die Firma abmahnen können. In der Praxis ist das allerdings oft schwierig, da die Gegenseite sich vielleicht darauf berufen wird, dass nicht der Austräger, sondern Ihr Nachbar den Flyer in Ihren Briefkasten gesteckt hat…  

Wochenblätter und Zeitungen

Gegen unerwünschte Zeitungen schützt der „Werbung verboten“ Aufkleber nicht. Bringen Sie zusätzlich den Aufkleber „Keine kostenlosen Zeitungen einwerfen“ an oder schreiben Sie den Zeitungsverlag direkt an und teilen diesem mit, dass Sie keine Zeitschriften wünschen.  

Auch hier haben wir bei hartnäckigen Verstößen die Möglichkeit, den Verlag abzumahnen.

Haben Sie noch Fragen?

Wenn Sie noch Fragen haben, kommen Sie in unsere Rechtsberatung. Hier finden Sie eine Übersicht unserer Beratungsangebote und -zeiten.

Stand vom Montag, 14. Januar 2013

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